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Biogas

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Biogas und Ökogas

biogas juergen faelchle fotolia Biogas
Biogas © Jürgen Fälchle, fotolia.com

Biogas ist ein brennbares Gas, das durch Vergärung von Biomasse in Biogasanlagen hergestellt wird und zur Erzeugung von Bioenergie verwendet wird. Biogas besteht aus Methan (CH4) [50-75 Vol%], Kohlendioxid (CO2) [25-50 Vol%] sowie Sauerstoff, Stickstoff und Spurengasen (u.a. Schwefelwasserstoff). Es kann u.a. direkt für Heizzwecke oder mittels eines Blockheizkraftwerks (BHKW) zur gekoppelten Produktion von Strom und Wärme genutzt werden.

Ökologische Vorteile des Biogases

Biogas setzt bei seiner Verbrennung auch CO2 frei, allerdings nur genau die Menge, die seine Ausgangsstoffe der Atmosphäre zuvor entzogen haben. Der CO2-Kreislauf ist folglich geschlossen und die Klimabilanz neutral. Bei fossilen Brennstoffen wird zusätzlich CO2 frei, dass seit Millionen Jahren im Erdinneren gebunden war. Der Ausstoß von 8,5 Millionen t CO2 konnten im Jahr durch die Nutzung von Biofas vermieden werden, was etwa 0,8 % der deutschen Treibhausgasemissionen entspricht.

Biogas Pro und Contra

Gewinnung von Biogas

Die Erzeugung des Ökogases erfolgt in Biogasanlagen durch anaerobe Vergärung organischer Stoffe. Als Ausgangsstoffe dienen hierbei vergärbare, biomassehaltige Reststoffe wie Klärschlamm, Bioabfall oder Speisereste oder energiereiche Nutzpflanzen wie z.B. Maissilage. Bei der Vergärung wird ein Methan- und Kohlendioxyd-reiches Gasgemisch gewonnen, welches dann als Biogas oder Ökogas bezeichnet wird. Insbesondere die Landwirtschaft trägt aktiv durch den Anbau energiereicher Nutzpflanzen oder indirekt durch Abfallprodukte oder Pflanzenreste zur Produktion von Biogas bei.

Nutzung von Biogas

Biogas wird überwiegend über Verbrennungsmotoren, die einen Generator antreiben, in Strom umgewandelt. Dabei ist in Deutschland vor allem die Verbrennung in Blockheizkraftwerken (BHKW) am meisten verbreitet. Bei diesen Blockheizkraftwerken kann gleichzeitig die Abwärme genutzt werden, was zu einer deutlichen Erhöhung des Wirkungsgrades beiträgt. Auch kann nach einer umfassenden Biogasaufbereitung eine Einspeisung in das Erdgasnetz erfolgen. Vereinzelt dient Biogas auch als Kraftstoff für Erdgasfahrzeugen. Wegen der hohen elektrischen Wirkungsgrade könnte in Zukunft zudem die Verwertung von Biogas in Brennstoffzellen interessant sein.

Biogas Entwicklung in Deutschland

Die Zahl der Biogasanlagen in Deutschland ist im Zeitraum vom 1999 bis 2008 von etwa 850 auf über 4099 Anlagen gewachsen. Die 2007 erzeugten rund 9 Milliarden kWh Elektrizität entsprachen 10 % des Stroms aus Erneuerbaren Energien bzw. rund 1,5 % des gesamten Strombedarfs der Bundesrepublik Deutschland. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sichert eine erhöhte und auf 20 Jahre feste Einspeisevergütung.

Biogas Entwicklung Biogas
Bildquelle: Fachverband Biogas e.V. (2013); erstellt FNR www.bio-energie.de

Biogas beziehen

Es gibt momentan vier Gasanbieter, die Biogas flächendeckend anbieten. Der Anbieter LichtBlick bietet momentan einen Tarif an, bei dem der Biogasanteil im Mittel mindestens 5 % beträgt. LichtBlick beginnt mit dieser zunächst geringen Beimischungsquote, da es erst seit Kurzem überhaupt möglich ist, Rohbiogas auf Erdgasqualität aufzubereiten, und Biogas immer noch deutlich teurer ist als Erdgas. Erklärtes Ziel von LichtBlick ist es jedoch, die Beimischungsquote kontinuierlich zu erhöhen. Auch SAUBER GAS bietet seit kurzen ein Gasprodukt mit mindestens 5 Prozent Biogas an. Der Gasanbieter goldgas bietet bei seinem Tarif goldgasGreen eine Biogas Beimischung von 10 Prozent an. Der vierte Anbieter, der Biogas bundesweit anbietet, ist die Naturstrom AG. Verbraucher können seit Kurzem zwischen drei Tarifen mit unterschiedlichem Biogasanteil am Gasgemisch auswählen (10%, 20% oder 100% Biogas). Auch die neu gegründeten Anbieter Polarstern Energie und die Klimakönner bieten Gastarife mit Biogasanteil an, wahlweise sogar bis zu 100% Biogas. Hier können Sie mehr über die Anbieter erfahren:



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