Verified Carbon Standard

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Verified Carbon Standard (VCS, früher: Voluntary Carbon Standard)

Verified Carbon Standard
Verified Carbon Standard
Der Verified Carbon Standard (zu Deutsch etwa: Geprüfter Kohlenstoff-Standard) zertifiziert, ähnlich wie der VER+-Standard, Klimaschutzprojekte außerhalb des Kyoto-Protokolls. Die Recheneinheit entspricht mit einer Tonne an reduziertem Kohlendioxid der Größe der anderen gängigen Standards, heißt in diesem Fall jedoch VCU (Verified Carbon Unit, zu Deutsch etwa: Geprüfte Kohlenstoff-Einheit). Nachdem erste Planungen zum VCS bereits 2005 angestellt wurden, veröffentlichte man ein Jahr später eine erste Version der Vorgaben als Diskussionspapier und Pilotprojekt. Im November 2007 wurde dann die endgültige Fassung veröffentlicht. Bis 2017 wurden mehr als 1300 Projekte zertifiziert.

Die Initiatoren des Standards sind die internationale Climate Group, die International Emissions Trading Association sowie der World Business Council for Sustainable Development, der 2007 als Gründungsmitglied zur Gruppe gestoßen ist. Seinen heutigen Namen erhielt der VCS am 1. März 2011, zuvor war er unter dem Namen Voluntary Carbon Standard (zu Deutsch etwa: Freiwilliger Kohlenstoff-Standard) bekannt. Die Umbenennung war Teil einer Marketing-Offensive und sollte das Vertrauen in die Marke und ihre Aktionen weiter stärken.

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Verified Carbon Standard bietet viel Transparenz

Die Vorgaben entsprechen weitgehend den Regularien der CDM- und JI-Projekte aus dem Kyoto-Protokoll. Allerdings wird auch beim VCS Wert darauf gelegt, dass es sich bei den Projekten nicht um sogenanntes Business as usual handelt. Das bedeutet, dass die Projekte und die damit verbundenen Einsparungen zusätzlich erfolgen müssen. Würde eine umweltschonende Anlage ohnehin gebaut, da sie beispielsweise Gewinne für das investierende Land verspricht, entspräche dieses Projekt nicht den Richtlinien. Folglich könnten auch keine VCUs hierfür beantragt werden. Aus diesem Grund wird eine Verifizierung von VCS-Projekten von einer unabhängigen Prüfinstitution vorausgesetzt.

Ähnlich wie bei den Registern anderer Standards werden alle Projekte in einer Datenbank vermerkt, die über die VCS-Homepage eingesehen werden kann. Auf diese Weise kann nachverfolgt werden, durch welche Projekte welche Menge an Kohlendioxid eingespart wurde und wie viele VCU dadurch entstanden sind. Diese Transparenz ist für den Endkunden sicherlich nicht ausschlaggebend, doch spielt sie für die beteiligten Parteien eine große Rolle, da die Einheiten weltweit im Rahmen des Emissionshandels ge- und verkauft werden können.

Zwar werden keine allzu strengen Vorgaben bezüglich weiterer, beispielsweise sozialer Verpflichtungen aufgestellt wie etwa beim Gold Standard. Trotzdem gilt auch der VCS als anerkannter Standard für Projekte zur Kompensation von CO2. Positiv ist vor allem das hohe Maß an Transparenz. Kunden eines deutschen Gasversorgers, der seinen Ökogas-Tarif mit einem konkreten VCS-Projekt bewirbt, können auf diese Weise leicht weitere Informationen aus unabhängiger Quelle erhalten.

Homepage des Verified Carbon Standards (in Englisch)

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