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Energiewende – aber fair

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„Energiewende – aber fair!“

Strompreis senken
Kongress „Energiewende. Aber fair!“
V.l.: Horst Berg, Verbraucherschutzministerium NRW
, Achim Neuhäuser, Berliner Energieagentur,
Oliver Wagner Wuppertal Institut
, Prof. Dr. Müller, Vorstandssprecher RWE Vertrieb AG
und Beiratsvorsitzender clevererKiez e.V.,
Prof. Dr. Uwe Schneidewind Präsident Wuppertal Institut,
nach der Podiumsdiskussion.
© clevererKiez, Foto: Frank Peterschroeder, Bilderberg

Unter diesem Titel hat das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH eine Pressemitteilung herausgebracht, die neue Wege weg von der Energiearmut aufzeigen soll. Die Pressemitteilung ist Ergebnis einer Konferenz zum Thema Energiewende. Es wird deutlich, dass der größte Teil der Bevölkerung sich eindeutig für den Umstieg auf die erneuerbaren Energien ausspricht. Allerdings bringt dieser Ausstieg auch eine kostenlose mit sich, die vor allen Dingen für Menschen mit einem geringeren Einkommen schwierig zu bewältigen ist.

Die aktuelle Situation ist dafür ein gutes Beispiel, denn die Preise für Heizung und Strom steigen stetig an. Wer diese nicht mehr stemmen kann, dem droht die so genannte Energiearmut, also eine Situation in der der Strom gesperrt wird und das Geld für das Heizen nicht mehr ausreicht. Es gibt allerdings Maßnahmen, die von Seiten der Politik durchgeführt werden können um die Rahmenbedingungen für die Energiewende besser zu gestalten und solche Gefahren erheblich zu mildern.

Energiearmut sinnvoll bekämpfen

Zu diesem Zwecke haben sich Ende Juni in Kassel Politiker, Wirtschaftsexperten und Energieexperten zusammengeschlossen und darüber zu diskutieren, wie diese Maßnahmen konkret aussehen können. Achim Neuhäuser von der Berliner Energieagentur findet klare Worte für das Dilemma: „Energiearmut entsteht, weil viele Haushalte einfach zu arm zum Sparen sind. Denn sinnvolle Energieeinsparung und damit weniger Verbrauchskosten sind nicht nur mit Verhaltensänderungen zu erzielen, sondern oftmals mit Investitionen verbunden, beispielsweise in effiziente Haushaltsgeräte oder bessere Dämmung.“

Aus diesem Grunde fordern Energieversorger schon lange einen speziellen Sozialtarif für diejenigen, die über ein geringes Einkommen verfügen oder Hartz IV beziehen. Allerdings bezweifelt Podiumsredner Prof. Dr. Hanns-Ferdinand Müller, der Vorstandssprecher der RWE Vertrieb AG und Beiratsvorsitzender von clevererKIEZ e.V., dass ein Sozialtarif tatsächlich zur Energiewende beitragen kann. Dieser bietet schließlich keinen Anreiz zum Energiesparen und deswegen müssen nachhaltigere Wege gefunden werden, um Verbrauch und damit Energiekosten herab zu senken.

Strom als Prepaid-Option?

Ähnlich wie der Sozialtarif wurde eine andere Möglichkeit ins Auge gefasst Energiekosten zu senken und zwar durch eine Prepaid-Lösung. Dieser soll ähnlich funktionieren wie bei einem Handytarif. Per Vorauszahlung sollen Monat für Monat die Stromkosten gezahlt werden. Dadurch können sich keine hohen Stromschulden mehr anhäufen und eine gewisse Kostentransparenz entstehen. All diese Ideen müssen natürlich durch eine politische Rahmung greifen und und das auf nationaler Ebene. Insgesamt hat diese Konferenz einige Ideen hervorgebracht, wie sich die Energiewende sozial verträglich stemmen lässt. Doch endgültige Entscheidungen sind natürlich nicht getroffen, denn diese erfordern weitreichende gesetzliche Bestimmungen und bis dahin kann es noch ein langer Weg sein.



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