Gaswechsel

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Wissenswertes zum Wechsel des Gasanbieters

Den Gasanbieter zu wechseln, ist weder mit hohem Aufwand noch mit großen Kosten verbunden. Im Gegenteil: Ein Vergleich der verschiedenen Anbieter ist schnell über das Internet gemacht; die Ersparnis gegenüber des bisherigen Gaslieferanten kann mehrere hundert Euro pro Jahr betragen. Seit der Liberalisierung des Gasmarktes machen immer mehr Menschen davon Gebrauch, ihren Gasanbieter zu wechseln.

Gasflamme © Ingo Bartussek, fotolia.com
Gasflamme © Ingo Bartussek, fotolia.com

Schritt für Schritt zum neuen Gasanbieter

Nie war es einfacher, den Gasanbieter zu wechseln. In vielen Fällen genügt auch schon ein Tarifwechsel beim bisherigen Gasanbieter, um von finanziellen Einsparungen zu profitieren. Denn wer sich nach der Erstanmeldung nie wieder um seinen Gasvertrag gekümmert hat, ist in der Regel im Tarif der klassischen Grundversorgung eingestuft, der normalerweise nicht das günstigste Angebot des Gasversorgers ist.

  1. Gastarif finden: Bei über 800 Gaslieferanten deutschlandweit, die jeweils verschiedene Preismodelle anbieten, ist es manchmal gar nicht so einfach, den passenden Tarif zu finden. Suchmaschinen, die automatisch alle gewünschten Kriterien berücksichtigen und die tatsächliche Ersparnis darlegen, sind dabei eine enorme Hilfe und nehmen dem Verbraucher viel Arbeit ab. Bei der Recherche ist es notwendig, den eigenen Gasverbrauch zu kennen. Sollte Ihnen der Verbrauch nicht bekannt sein, so können Sie mit folgenden Richtwerten benutzen:


    Jahresverbrauch (Kilowattstunden)


    Haushaltsgröße

    kWh/Jahr
    Single 7.000 kWh
    Paar 10.000 kWh
    Kleinfamilie 17.000 kWh
    Familie 24.000 kWh bis 30.000 kWh
    Großfamilie 45.000 kWh

    Zum kostenlosen Gastarifrechner

  2. Vertragsunterlagen anfordern: Ist die Entscheidung für einen neuen Tarif und/oder Anbieter gefallen, geht es an den Vertragsabschluss. Wer die Unterlagen gern auf Papier vor sich liegen haben möchte, lässt sich die Produkt- und Leistungsdetails per Post zuschicken. Schneller geht es im Internet: Der neue Vertrag kann innerhalb weniger Minuten online ausgefüllt und abgeschickt werden. Neben den persönlichen Informationen müssen – wie auch offline – Angaben zum gewünschten Liefertermin, zum aktuellen Zählerstand, zur Zählernummer sowie zum bisherigen Gasanbieter samt Kundennummer gemacht werden. Die Informationen zum alten Vertrag stehen auf der letzten Abrechnung. Dem Gaszähler, der sich in Mehrfamilienhäusern meistens im Keller befindet, werden die Daten zu Zählerstand und -nummer entnommen. Wer nicht weiß, wo der Gaszähler ist, erhält beim Vermieter, bei der Hausverwaltung oder beim Hausmeister Auskunft.
  3. Kündigung des alten Gasanbieters: Nachdem der Vertrag mit dem neuen Gasanbieter abgeschlossen wurde, kündigt dieser, unter Einbehaltung der Kündigungsfristen, normalerweise automatisch den alten Vertrag. Das bedeutet, dass der Verbraucher nicht aktiv werden muss. Jedoch ist es sinnvoll, sich zuvor zu informieren, wie lange der aktuelle Vertrag noch läuft. Beträgt das laufende Verhältnis noch mehrere Monate, genügt es, den neuen Vertrag erst abzuschließen, wenn das Ende in Sicht ist – die Beantragung des Wechsels ist maximal sechs Monate vor Ablauf des alten Vertrages möglich. Wenn die Mindestvertragslaufzeit bereits in Kürze endet, sollte selbst gekündigt werden, damit die Frist nicht während der Bearbeitung des Neuantrags verstreicht und sich die Laufzeit verlängert. Ein Wechsel des Gasanbieters dauert in der Regel vier bis sechs Wochen.

Risiken beim Wechsel des Gasanbieters

Bei einem Wechsel des Gasanbieters kann der Verbraucher eigentlich nur gewinnen, sofern er sich für einen günstigeren Lieferanten oder Tarif entscheidet. Es sind weder technische Um- oder Aufrüstungen notwendig noch besteht die Gefahr, dass es zu einem Gasausfall kommt. Per Gesetz ist festgelegt, dass der lokale Grundversorger in der Pflicht steht, eine sogenannte „Notversorgung“ zu leisten – auch wenn der Vertrag gekündigt wurde oder falls es zu Problemen mit dem neuen Gasanbieter, beispielsweise bei einer Insolvenz, kommt. In solchen Fällen greift automatisch eine Versorgung im allgemeinen Tarif des lokalen Gaslieferanten.

Gasanbieter regelmäßig wechseln

Auch nach einem Wechsel des Gasanbieters lohnt es sich, regelmäßig die Tarife zu vergleichen und je nach Vertragslaufzeit erneut einen anderen, noch günstigeren Gasversorger zu suchen. Neukunden winken nicht selten Prämien, außerdem gibt es regelmäßig Aktions- und Sonderpreise. Da das Ausfüllen des Neuvertrages innerhalb weniger Minuten erledigt ist und alles andere automatisch umgestellt wird, sind so enorme Einsparungen für den Verbraucher drin. Nicht zuletzt setzt der Verbraucher damit auch ein Zeichen, dass er nicht gewillt ist, einen hohen Gaspreis zu akzeptieren, wenn offensichtlich günstigere Preise möglich sind. Dieses Verhalten kurbelt den Wettbewerb unter den Gasversorgern an, der erst vor einigen Jahren langsam in Schwung kam.

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