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Ökostrom-Boom ebbt langsam ab

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Ökostrom-Boom lässt langsam nach

Ökostrom
Ökostrom © Eisenhans, fotolia.com

Man kennt es aus der Lebensmittel-Branche. BSE, Ehec, Vogelgrippe – von dem kollektiven Schock war Monate später nur noch wenig zu spüren, und der Absatz der betroffenen Nahrungsmittel pendelte sich wieder in gewohnten Bereichen ein. Gleiches scheint nun den Ökostrom-Anbietern zu widerfahren. Zwar würden immer noch mehr als die Hälfte der Anfragen grüne Angebote betreffen, so das Internetportal Verivox, doch entspreche dieser Wert dem Niveau vom Jahresanfang. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima schnellte er zwischenzeitlich auf über 80 Prozent hoch.

Energiewende sorgt für Verunsicherung bei Stromanbietern und Verbrauchern

Ökostrom ist nach wie vor beliebt, das zeigt unter anderem der stetig steigende Anteil am gesamten Strombedarf in Deutschland. Doch sobald ein Thema nicht mehr ausreichend mediale Aufmerksamkeit erfährt, beschäftigen sich viele Verbraucher kaum noch damit. Auch auf dem Strommarkt kennt man solche Marktbewegungen aus der Vergangenheit, doch nach Angaben von Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox, sei dieser Effekt nach Fukushima „deutlicher zutage getreten als jemals zuvor.“

Man kann die Zahlen auch als Zeichen gewachsener Verunsicherung interpretieren. Nahezu wöchentlich überbieten sich Institutionen und Energieexperten mit Schätzungen zu den Gesamtkosten der Energiewende. Darüber hinaus sind die Energieversorger aufgrund der geplatzten Laufzeitverlängerung unter Sparzwang geraten und denken laut über Entlassungen oder den Verkauf von Tochterunternehmen nach. Das Finanzportal gevestor kommt in einer Trendanalyse wiederum zu dem Ergebnis, dass die kurzfristig nachlassende Ökostrom-Nachfrage den Atomkonzernen RWE und E.ON in ihrer Entwicklung an den Börsen helfen würde. Die Insolvenz des Strom- und Gasanbieters Teldafax dürfte einige zusätzliche Kunden von einem Wechsel ihres Energieversorgers abgehalten haben.

Interesse an Ökostrom-Gütesiegeln größer als zuvor

Bei allen Unwägbarkeiten ist es für Verbraucher umso wichtiger, verlässliche Orientierungshilfen bei der Auswahl eines Ökostrom-Tarifes zu haben. Wir wiesen bereits an verschiedenen Stellen darauf hin, dass der Begriff Ökostrom nicht geschützt ist und entsprechende Tarife damit nicht grundsätzlich nachhaltig sein müssen. Insofern ist eine weitere Beobachtung von Verivox erfreulich: Bei den eingegangenen Anfragen nach Ökostrom-Tarifen wird verstärkt auf Gütesiegel geachtet. Auch hier ist ein aufgeklärter Stromkunde im Vorteil, denn die Qualität der Gütesiegel ist unterschiedlich. Nicht alle garantieren, dass der Ausbau erneuerbarer Energien weiter vorangetrieben wird.

Die besten Mittel gegen Verunsicherung sind Aufklärung und Information – beides liefern wir Ihnen frei Haus. Unabhängig davon, wie sich die Strompreise zukünftig im Gesamtdurchschnitt verändern, sollten Sie sich über alternative Anbieter und Tarife informieren. Individuell ergibt sich meist ein signifikantes Sparpotenzial. Wie hoch es für Sie ist, können Sie unverbindlich mit unserem Stromtarifrechner herausfinden. Möchten Sie zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln, sollten Sie darauf achten, dass seine Tarife eines der beiden besonders empfehlenswerten Gütesiegel trägt: das ok-Power-Label oder das Grüner Strom-Label. Mehr über diese und weitere Ökostrom-Gütesiegel und –Zertifikate erfahren Sie in der Rubrik Ökostrom Gütesiegel.



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