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Strom aus Erdwärme

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Erdwärme

Erdwärme
Erdwärme © Ben Burger, fotolia.com

Die Erdwärme oder Geothermie ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Im Vergleich zu fast allen anderen regenerativen Energien ist sie abgesehen von oberflächennahen Bereichen nicht ursprünglich auf eingestrahlte Sonnenenergie zurückzuführen. Quelle der Geothermie ist fast ausschließlich die beim Zerfall radioaktiver Isotope im Erdinneren freiwerdende Wärme. Heute geht man davon aus, dass im Erdinneren, im Kern der Erde, Temperaturen von etwa 5000 – 6000 °C erreicht werden. Diese in der Erde gespeicherte Wärme ist nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich.

Nutzung der Geothermie

Die Geothermie kann sowohl direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen im Wärmemarkt (Wärmepumpenheizung), als auch zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung. Momentan sind die Technologien zur Gewinnung von Erdwärme noch nicht ausgeschöpft. Die Nutzung der Erdwärme bietet enorme Potenziale und wird sicherlich eine der Energiequellen der Zukunft sein. In Vulkanischen Gebieten nutzt man z.B. Dampf- oder Heißwasserlagerstätten. In Deutschland steht die Stromproduktion aus Erdwärme noch am Anfang, wohingegen die geothermische Nutzung von Wärme hier bereits eine feste Größe bildet: Jährlich werden rund 2.000 Gigawattstunden Wärme aus geothermischen Anlagen erzeugt. Man kann die Geothermie in die oberflächennahen Geothermie zur direkten Nutzung, etwa zum Heizen und Kühlen, meist als Wärmepumpenheizung, und der tiefen Geothermie zur direkten Nutzung im Wärmemarkt oder auch indirekt zur Stromerzeugung unterschieden.

Geothermische Anlagen

Geothermische Anlagen nutzen die Erdwärme zu Heizzwecken oder bei entsprechender Vorlauftemperatur zur Erzeugung von elektrischer Energie. Meistens wird in einem Primärkreislauf die Wärmeenergie an die Oberfläche gebracht und dort über Wärmetauscher an Wärmeverbraucher abgegeben. In Deutschland werden vor allem Wärmepumpen genutzt. Die Größte Geothermie-Anlage in Deutschland steht in Unterhaching bei München. Die Geothermie-Anlage nutzt vom Erdkern erhitztes Wasser, das aus mehreren tausend Metern Tiefe empor gepumpt wird, durch kontrollierte und effiziente Nutzung der Kondensation zur Stromgewinnung. Je nach Oberflächenstruktur, Gestein und Grundwasserspiegel werden andere Verfahren zur Wärme und Stromgewinnung angewendet.

Ökonomische Nutzung der Goethermie in Deutschland

Neben der größten Geothermieanlage in Unterhaching stehen noch weitere Geothermiekraftwerk in Landau, in Neustadt-Glewe, in Pullach, in Bruchsal, in Bellheim sowie in Erding. Weitere Kraftwerke sind in Planung. Die Anlage in Unterhaching hat eine Leistung von bis zu 3,4 MW und kann somit 10.000 Durchschnittshaushalte versorgen. Die Geothermie trägt momentan zwar nur einen verschwindend geringen Anteil zu der produzierten Strommenge in Deutschland bei. Das Potential der Geothermie ist jedoch auch in Deutschland enorm und die Geothermie wird neben Windenergie und Sonnenenergie eine der Energiequellen der Zukunft sein.

Entwicklung der Geothermie in Deutschland

Bildquelle: Agentur für Erneuerbare Energien www.unendlich-viel-energie.de

Strom aus Erdwärme beziehen

Bisher gibt es keinen Stromanbieter, der Tarife mit Strom aus 100 Prozent Erdwärme anbietet. Bei einigen wenigen Anbietern ist Erdwärme ein Bestandteil des Strommixes. Ökostromanbieter können Sie über unseren Stromrechner finden:

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