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Photovoltaikanlage lohnt sich nach wie vor trotz Förderkürzung

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Solarenergie
Solarenergie © Smileus, fotolia.com

Auch wenn die Einspeisevergütung gekürzt worden ist: die Investition in Solaranlagen und Photovoltaik lohnt sich für Hausbesitzer nichtsdestotrotz. Manche Experten fürchten zwar, dass sich die Kürzungen, die seit dem 1. April 2012 in Kraft getreten sind, vor allem für Hersteller von Solaranlagen negativ auswirken. Viele Verbraucher haben in der Regel keine negativen Auswirkungen zu befürchten.

Nach der neuen gesetzlichen Regelung müssen Betreiber von Anlagen bis 10 kWp (Kilowattpeak) in Zukunft mit rund 20 Prozent weniger Solarförderung vorlieb nehmen. Sonnenstrom wird künftig nur noch mit 19,50 Cent vergütet. Lediglich 80 Prozent des Stromes, den diese Anlagen produzieren, werden somit finanziell gefördert. Die übrigen 20 Prozent müssen entweder verbraucht oder auf anderem Wege vermarktet werden.


Solarkürzung 2012 – Bildquelle Bundesverband Solarwirtschaft

Betreiber größerer Photovoltaik-Anlagen haben das Nachsehen

Bei Solaranlagen ab 10 kWp fällt die Einspeisevergütung künftig sogar um 40 Prozent geringer aus als vorher. Hier beträgt sie in Zukunft nur noch 16,5 Cent. Anfang 2011 waren es etwa zehn Cent mehr. Demnach leiden Betreiber größerer Anlagen stärker unter der Neuregelung, also solche, die die Anlagen weniger für den Eigenbedarf betreiben, sondern um den erzeugten Strom ins Stromnetz einzuspeisen und so mit der Einspeisevergütung Geld zu verdienen.

Auch wenn die Vergünstigungssätze drastisch reduziert wurden, sind Sonnenkollektoren auf dem Dach aber immer noch rentabel – vor allem für private Anlagenbesitzer. Für sie kann sie einen Ansporn bieten, den Eigenverbrauch zu erhöhen. Allein schon angesichts ständig steigender Energiepreise bleiben Solaranlagen für Privatkunden eine attraktive Investition. Derzeit liegen die Kosten für einen ein Kilowatt Strom bei 21 bis 26 Cent. Und die Preise werden eher steigen als sinken.

Privaten Solaranlagen-Betreiber bieten sie Unabhängigkeit

Private Verbraucher können auch dadurch von Sonnenkollektoren auf dem Dach profitieren, dass sie keinen Strom mehr aus dem öffentlichen Netz beziehen müssen, wenn sie ihren eigenen Strom produzieren. Dadurch fallen die Kosten weg, die sonst für die Nutzung des öffentlichen Netzes anfallen würden. Zudem werden sie unabhängiger gegenüber Strompreiserhöhungen.

Tipp: Mit dem Solarrechner können Sie die Rendite einer Photovoltaikanlage ausrechnen.

Ein weiterer Vorteil, den Privatnutzer haben ist, dass die Preise für Solaranlagen in den vergangenen Jahren stark gesunken sind: Schlecht zwar für die Hersteller von Photovoltaikanlagen, gut dagegen für die Verbraucher, die nun weniger für Sonnenstrom investieren müssen wie vor einigen Jahren. Zudem können sie günstige Kredite in Anspruch nehmen, zum Beispiel bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).


Preisentwicklung Solaranlagen – Bildquelle Bundesverband Solarwirtschaft

Photovoltaik-Anlage: Immer noch eine gute Alternative

Nach rund zwölf Jahren hat man die Investitionskosten für eine Solaranlage in der Regel wieder reingeholt – daran ändert auch die Kürzung der Solarförderung nichts. Wenn man davon ausgeht, dass eine Photovoltaik-Anlage bis zu 40 Jahre ihre Dienste tut, dann wird noch offensichtlicher ,wie schnell der Sparvorteil die Ausgaben für die Anschaffung wieder wettmacht. Allerdings sollte man vor einer Neuanschaffung auch in Erwägung ziehen, wie lange man in dem Haus leben möchte, denn das ist letztlich ebenso entscheidend darüber, ob sich die Investition überhaupt lohnt.

Das Ende der Fahnenstange in punkto Solarkürzungen ist indes noch nicht erreicht. So plant die Regierung nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Stern“ weitere Kürzungen. So soll die Förderung neu angebrachter Anlagen jeden Monat um ein weiteres Prozent gekürzt werden. Auf diese Weise soll der Ausbau von Solarenergie bis 2013 auf maximal 3.500 Megawatt jährlich begrenzt werden. Eine Reduzierung um weitere 400 Megawatt jährlich wird ab 2014 angepeilt.



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