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Probleme beim Stromanbieterwechsel

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Probleme beim Wechsel des Stromanbieters – das kann auf Sie zukommen

Stromanbieter wechseln Antje Delater pixelio.de Probleme beim Stromanbieterwechsel

Solange Verbraucher treue, zahlende Kunden bleiben, haben sie meist keine Probleme mit ihrem Energieversorger. Wenn sie sich aber zum Wechsel entschließen, kann es manchmal Ärger geben, denn nicht alle Energieversorger lassen ihre Kundschaft in Frieden gehen – auch wenn die pünktlich und fristgerecht gekündigt hat. Doch auch der Start beim neuen Stromversorger läuft nicht immer glatt.

Der Stromanbieter weigert sich, den Strom durchzuleiten

Eigentlich ein absolutes No-Go, denn Stromversorger sind zur Durchleitung verpflichtet, auch wenn ein Kunde den Vertrag gekündigt hat. Das schreibt die Verbändevereinbarung vor. Diese Vereinbarung bietet jedoch ein Schlupfloch. Und genau könnten manche Versorger, die gerade einen Kunden verloren haben, ausnutzen. Es gibt nämlich keine verbindliche Regelung, zu welchen Bedingungen der Strom durchgeleitet werden muss. Die Verhandlungen hierüber können sich in die Länge ziehen und Verbraucher einiges an Nerven kosten.

Der neue Stromanbieter liefert nicht

Probleme beim Wechsel des Stromanbieters können aber auch auf der anderen Seite auftauchen: beim neuen Stromversorger. Dann nämlich, wenn der nicht wie vereinbart liefert. So kann es vorkommen, dass Anbieter ihren Neukunden zügig Geld abbuchen, die Lieferung des Stroms aber auf sich warten lässt – und das manchmal sogar monatelang. Oftmals argumentieren die neuen Energieversorger damit, dass die Kunden noch an den alten Anbieter gebunden sind oder dass Netzbetreiber verspätet geantwortet haben. Auch bei der Datenübertragung kann es zu zeitraubenden Fehlern kommen. Aber keine Angst – der Grundversorger muss Sie weiterhin mit Strom versorgen. Es besteht keine Gefahr, dass Sie ohne Strom dastehen.

Manchmal liegt es aber auch schlicht daran, dass vor allem Billiganbieter mit dem Kundenansturm überfordert sind, den zum Beispiel Werbeaktionen ausgelöst haben. Denn wer zu einem anderen Anbieter wechselt, muss sich als Kunde in der Regel um nichts kümmern. Der neue Energieversorger wickelt den Wechsel komplett für sie ab. Er meldet die Lieferung bei seinem Netzbetreiber an und kündigt den alten Liefervertrag. Trotz des Verzugs, in den manche Lieferanten durch den erhöhten Arbeitsaufwand geraten, warnen Verbraucherschützer wechselfreudigen Kunden davor, selbst ihren Vertrag zu kündigen. So könnte es unter Umständen zu noch größeren Verzögerungen kommen. Mehr Informationen zum Thema Stromanbieter richtig kündigen erhalten Sie hier:

Stromanbieter richtig kündigen

Was tun bei Verzögerungen?

Verbraucherzentralen gehen davon aus, dass der Wechsel zu einem neuen Stromanbieter innerhalb von sechs bis zehn Wochen vollzogen sein müsste. Sollte in diesem Zeitraum ebenfalls keine Lieferung erfolgen, können Kunden dem neuen Anbieter eine Frist setzen. Verstreicht diese Frist, können Kunden aus dem Vertrag zurücktreten.

Der neue Versorger hat Lieferschwierigkeiten

Es kann vorkommen, dass Stromversorger zwar den bestellten Strom liefern möchten, es aber nicht mehr können, beispielsweise weil sie insolvent sind. In den letzten Jahren musste zum Glück kein Energieanbieter mehr Insolvens anmelden. Dann müssen Kunden keineswegs befürchten, dass sie ihr Dasein ohne Elektrizität fristen müssen, denn die Regionalversorger sind gesetzlich zur Grundversorgung verpflichtet. Jeder Haushalt muss mit Strom beliefert werden. Allerdings können die Vertragsbedingungen und Laufzeiten der Grundversorger von denen des ursprünglichen Stromlieferanten abweichen. Auch preislich gesehen stellen sich Kunden in einer solchen Situation meist schlechter. Die Tarife für die Grundversorgung liegen nämlich in der Regel über den speziellen Angeboten vieler Anbieter.

Nach einem Wechsel fällt der Strom aus

Stromausfälle nach einem Anbieterwechsel haben nichts mit Schikane zu tun. Meist hängen sie mit Problemen in Umspannwerken oder mit einem Trafofehler zusammen. Sollten Kunden nach einem Wechsel plötzlich im Dunkeln sitzen, ist nicht der ehemalige, sondern der neue Versorger der richtige Ansprechpartner. Dieses Szenario eines Stromausfalls durch Anbieterwechsel ist aber sehr sehr unwahrscheinlich. Denn nach dem Anbieterwechsel wird der Strom auch weiterhin vom lokalen Stromversorger geliefert. Der neue Stromanbieter stellt die verbrauchte Strommenge in das allgemeine Stromnetz ein und zahlt dem lokalen Stromversorger eine so Durchleitungsgebühr für den Transport bis zu den Haushalten

Der Noch-Anbieter droht damit, den Zähler auszubauen

Dies ist eine leere Drohgebärde, mit der wechselfreudige Kunden eingeschüchtert werden sollen. Deshalb sollten sich Stromkunden davon nicht beeindrucken lassen. Jeder Anbieter muss seit der Liberalisierung des Energiemarktes 1998 damit leben, dass Kunden weggehen, auch wenn manche Versorger das nicht wahrhaben wollen. Wenn Verbraucher die vertraglich fixierten Kündigungsfristen einhalten, dürfen ihnen keine Probleme entstehen. Sollte es dennoch Schwierigkeiten geben, sollten sie ihren neuen Vertragspartner darüber informieren.

Fazit

Probleme beim Wechsel des Stromanbieters können auftauchen, sind aber eher selten. Hilfestellungen bei vertraglichen Dingen bietet beispielsweise Verbraucherzentralen an. Dort können Stromkunden Verträge kontrollieren lassen und potentielle Probleme bereits im Vorfeld ausräumen. Sollte trotz allem etwas schiefgehen beim Wechsel des Stromanbieters, so ist die Belieferung mit Strom über die gesetzlich geregelte Grundversorgung garantiert. Die Angst vieler Verbraucher, im Falle einer Panne ohne Strom zu sein, ist unbegründet. Ein Stromwechsel ist meistens sehr unkompliziert durchführbar und kann schnell zu einigen hundert Euro Ersparnis führen. Geeignete Tarife kann man einfach über den Stromtarifrechner finden.

Zum kostenlosen Stromtarifrechner

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