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Strom Grundversorgung und Ersatzversorgung

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Gesetzlich verankerte Grund- und Ersatzversorgung für Stromverbraucher

Stromversorgung
Stromversorgung © Volker Werner, fotolia.com

Im neuen Energiewirtschaftsgesetzt der Bundesrepublik Deutschland, kurz EnWG genannt, welches am 13 Juli 2005 in Kraft getretenen ist, wurde nun die Strom-Lieferung durch sogenannte Grundversorgungsunternehmen gesetzlich verankert. Generell ist der Stromanbieter, der die meisten Haushalte in einem Netzgebiet versorgt, auch der Grundversorger in diesem Bezirk. Das Energiewirtschaftsgesetzt besagt, dass das Versorgungsunternehmen, welches im entsprechenden Netzgebiet für 3 Jahre als Grundversorger bestimmt wurde, Haushaltkunden und kleine Gewerbekunden mit einem durchschnittlichen Verbrauch von bis zu 10.000 Kilowattstunden pro Jahr in jedem Fall zu vorab festgelegten Strompreisen und Bedingungen beliefern muss. Oft ist der hier angebotene Grundversorgungstarif jedoch, im Gegensatz zu anderen Stromtarifen, die teuerste Alternative des örtlichen Stromversorgers.

Strom Ersatzversorgung hilft im Notfall

Aber auch bei einer Insolvenz des bisherigen Stromlieferanten, oder falls wider Erwarten der favorisierte Stromanbieter plötzlich nicht mehr liefern kann, steht dem Kunden unter allen Umständen die Strom Ersatzversorgung durch das Grundversorgungsunternehmen zu. Für Stromkunden, die mittels Niederdruck oder Niederspannung mit Energie versorgt werden, stellt die Ersatzversorgung also eine Art Schutzmechanismus dar. Die Stromversorgung durch den Grundversorger erfolgt im Ersatzfall aber nur über drei Monate. In dieser Zeit sollte sich der Betroffene nach einem neuen Stromlieferanten umgeschaut und einen neuen Liefervertrag für Strom abgeschlossen haben. Konnte aus irgendwelchen Gründen kein neuer Lieferant gefunden werden oder hat sich der Verbraucher nicht rechtzeitig darum bemüht, so fällt er automatisch in den Bereich Grundversorgung zurück, womit seine Stromversorgung in jedem Fall wieder sichergestellt wird.

Beim Umzug rechtzeitig informieren

Bei einem Umzug sollten Stromkunden im Übrigen bereits 6 bis 8 Wochen im Voraus einen neuen Vertrag abschließen, da die Umstellung inklusive Kündigung einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wird hier nicht fristgemäß etwas unternommen, kommt es eventuell zu Versorgungslücken, die zwar wiederum vom Grundversorger aufgefangen werden, gleichwohl aber wiederum zu erheblich überteuerten Standardtarifen.

Strom Grundversorgung – flexibel aber teuer

Alle Stromkunden, die sich nicht aktiv um einen Wechsel in einen anderen Stromtarif bemühen, werden zwangsläufig dem Strom Grundversorgungstarif zugeordnet. Dieser Stromtarif ist in der Regel jedoch um einiges teurer, als herkömmliche Stromtarife, demzufolge muss eine erhöhte Abrechnung mit einkalkuliert werden. Stromkunden, die ihre Energie über einen Grundversorgungstarif beziehen, müssen allerdings nur eine bemerkenswert kurze Kündigungsfrist von einem Monat berücksichtigen. Üblicherweise gestalten Stromanbieter ihre sonstigen Tarif-Verträge gerne mit Kündigungsfristen und Laufzeiten von mindestens drei Monaten, häufig sogar darüber hinaus. Vorsicht ist geboten, wenn eventuell besondere Verträge mit dem Grundversorgungsunternehmen abgeschlossen wurden. Möglicherweise wurden im Zusammenhang hiermit anderweitige Vereinbarungen bezüglich der bestehenden Kündigungsfrist getroffen.

Tarifwechsel bei Grund- und Ersatzversorgung oftmals ratsam

Doch für Stromkunden ist es zweifellos ratsam darauf zu achten, schnellstmöglich aus der Grundversorgung herauszukommen, denn das Einsparpotential ist hier enorm. Je nach Wohnort und Anbieter kann eine vierköpfige Familie mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch mehrere hundert Euro im Jahr einsparen. Unter der Berücksichtigung der vorgegebenen Kündigungsfrist, die einen Monat beträgt, können Stromkonsumenten jederzeit aus der Grundversorgung in einen lukrativeren Tarif oder zu einem besseren Stromanbieter wechseln.

Auch die Wahl eines Anbieters, welcher über kein eigenes Verteilnetz verfügt, ist denkbar, denn das Stromnetz kann selbstverständlich stets das gleiche bleiben. Der gewählte Anbieter muss lediglich dem Netzbetreiber eine Gebühr für die Durchleitung des Stromes bezahlen. Der Stromkunde hat dessen ungeachtet bei einem Wechsel des Tarifes oder des Anbieters keine zusätzlichen Gebühren oder dergleichen zu befürchten, denn Wechselgebühren sind gesetzeswidrig.

Weiterhin sind auf Grund der Veränderung technischen Arbeiten, wie beispielsweise am Stromzähler, nicht erforderlich. Wird dem neuen Stromanbieter eine Vollmacht zur Kündigung des alten Vertrages erteilt, so kann eine zusammenhängende Stromversorgung gewährleistet werden und der Stromkunden muss sich ferner um nichts mehr kümmern.

Günstige Stromtarife finden

Für Haushaltskunden und kleinere Gewerbebetriebe ist die Strom Grund- und Ersatzversorgung fast immer die unwirtschaftlichste Option bei der Stromversorgung. Im Allgemeinen ist es sehr viel günstiger, einen anderen Stromtarif des Grundversorgers in Anspruch zu nehmen oder sich gar für einen anderen Lieferanten zu entscheiden. Stromverbraucher sollten sich unbedingt über die Möglichkeiten des Vertrags- und Lieferantenwechsels informieren.

Mithilfe unseres Tarifrechners können Sie innerhalb von wenigen Minuten einen kostenlosen und unverbindlichen Strom Preisvergleich durchführen, ohne dass persönliche Daten angegeben werden müssen. Durch den ständig steigenden Wettbewerb auf dem Strommarkt bekommt der Endverbraucher immer bessere Chancen präsentiert, die keinesfalls ungenutzt bleiben sollten. Ein Tarifvergleich bringt nicht selten weitaus bessere Konditionen mit sich. Die Strompreise kann man einfach mit dem Stromtarifrechner vergleichen.

Zum kostenlosen Stromtarifrechner

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