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Stromvertrag prüfen

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Mein Stromvertrag – Worauf muss ich achten?

Stromwechsel
Stromvertrag © Wilm Ihlenfeld, fotolia.com

Wurde die Stromrechnung in früherer Zeit meist klaglos hingenommen und gezahlt, machen sich heutzutage immer mehr Verbraucher Gedanken über ihren Stromvertrag. Auf den zweiten Blick sind längst nicht alle Stromtarife so günstig oder kundenfreundlich, wie es die Werbung gerne darstellt. Darüber hinaus sind in der Vergangenheit immer wieder Anbieter unangenehm aufgefallen, die unzulässige Klauseln in ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen eingebaut haben. Auch wenn Sie mit Ihrem bisherigen Versorger zufrieden sind und keinen Anbieterwechsel planen, lohnt es sich, den Stromvertrag einer näheren Prüfung zu unterziehen. Möchten Sie Ihrem bisherigen Versorger treu bleiben, sollten Sie zumindest überprüfen, ob ein anderer Tarif möglicherweise eher Ihrem heutigen Bedarf entspricht. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Prüfung Ihres Stromvertrags achten sollten und helfen Ihnen dabei, besonders verbreitete Fallen zu erkennen. Wer mit seinem bisherigen Stromvertrag nicht zufrieden ist, kann mithilfe unseres Stromtarifrechners einen günstigen Stromanbieter finden.

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Laufzeit und Kündigungsfrist des Stromvertrags

Sowohl für die Laufzeit als auch für die Kündigungsfrist des Stromvertrags gilt: Je kürzer, desto besser. Idealerweise beträgt die Kündigungsfrist, wie gesetzlich bei den Grundversorgungstarifen vorgeschrieben, einen Monat zum Monatsende. Dadurch bleiben Sie flexibel genug, um im Falle eines Falles zügig zu einem anderen Anbieter wechseln zu können. Unabhängig von ihrem derzeit geltenden Stromvertrag haben Sie bei Strompreiserhöhungen seitens Ihres Energieversorgers ein gesetzlich geregeltes Sonderkündigungsrecht. Allerdings können Sie dieses Recht in der Regel nur innerhalb eines zeitlich eng begrenzten Rahmens in Anspruch nehmen. Andernfalls gilt die Preiserhöhung als akzeptiert und die im Stromvertrag festgesetzte Kündigungsfrist greift wieder.

Es gibt plausible Gründe, bei manchen Angeboten eine längere Laufzeit in Kauf zu nehmen. So werben einige Anbieter mit einer Preisfixierung oder -garantie, für die Sie sich im Gegenzug längerfristig binden. Dabei sollten Sie jedoch im Vorfeld prüfen, ob der Fixpreis tatsächlich günstiger als vergleichbare Angebote mit kürzerer Laufzeit ist. Erwartet man in den kommenden Monaten sinkende Strompreise, kann sich ein solcher Stromvertrag als Bumerang erweisen. Vereinzelte Anbieter behalten sich vor, die Strompreise im Sinne des Kunden auch nach unten anzupassen. Da der Strommarkt in den letzten Jahren erheblich in Bewegung geraten ist, sind Laufzeiten zwischen sechs und zwölf Monaten noch vertretbar.

Preisgestaltung und Zahlungsvereinbarungen beim Stromvertrag

Sie haben bereits einen Stromvertrag mit Preisfixierung? Dann sollten Sie sicherheitshalber das Kleingedruckte überprüfen. Viele Versorger nehmen Erhöhungen von Steuern und Abgaben ausdrücklich von der Strom Preisfixierung aus. Bedenkt man, dass ihr Anteil am Strompreis im Jahr 2013 auf mittlerweile 49 % gestiegen ist, müssen Sie unter Umständen trotz Preisfixierung mit Preiserhöhungen rechnen.

Abzuraten ist grundsätzlich von Tarifen, die Vorkasse oder Kautionszahlungen verlangen. Es gibt genug Anbieter, die Ihnen den Strom erst dann in Rechnung stellen, wenn Sie ihn tatsächlich verbrauchen. Leisten Sie Ihre Zahlungen im Voraus, gehen Sie das Risiko ein, Ihr Geld bei einer Insolvenz des Anbieters abschreiben zu müssen. Außerdem können Sie Zahlungen im Falle von juristischen Auseinandersetzungen oder Streitigkeiten über die Vertragsabwicklung zurückhalten und somit den Verhandlungsdruck auf die Gegenseite erhöhen. Allerdings dürfen Sie sich selbstverständlich auch nicht selbst über das Recht stellen. Zahlen Sie die unstrittigen Posten und halten Sie lediglich die in Ihren Augen unberechtigten Positionen zurück.

Lassen Sie sich außerdem bei der Prüfung Ihres Stromvertrags nicht von Bonuszahlungen oder sonstigen finanziellen oder materiellen Zugaben blenden. So wirkt sich ein Wechselbonus in der Regel lediglich nach dem ersten Jahr positiv auf Ihre Zahlungsverpflichtungen aus. Es wäre schade, wenn Sie später merken würden, dass der Bonus durch einen zu hohen Strompreis aufgefressen wurde. Auch ist die Auszahlung einer Sonderzahlung oftmals mit bestimmten Bedingungen verknüpft, beispielsweise eine Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr. Kündigen Sie vorher, verlieren Sie den Anspruch auf den Bonus.

Was bei Ökostrom-Tarifen zu beachten ist

Nicht erst seit Fukushima erfahren Ökostrom-Tarife einen enormen Zulauf. Ökostrom ist jedoch nicht gleich Ökostrom. Insbesondere wenn Sie sich aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes für einen solchen Tarif entschieden haben, lohnt eine eingehendere Prüfung der Modalitäten. Der Ökostrom-Tarif sollte von unabhängiger Stelle zertifiziert sein und möglichst zu 100 % Strom aus regenerativen Energiequellen liefern. Besonders zu empfehlen sind das ok-power Label sowie das Grüner Strom Label in Gold, da sie darüber hinaus zusätzliche Investitionen in neue Projekte und Anlagen voraussetzen. Eine detaillierte Übersicht über alle in Deutschland gängigen Zertifikate und Gütesiegel finden Sie hier.

Zusätzlich sollten Sie die Beteiligungsverhältnisse Ihres Stromanbieters prüfen. Informationen hierzu finden Sie im Internet-Auftritt Ihres Versorgers. Häufig hält einer der vier großen Energiekonzerne in Deutschland Anteile an regionalen Energieanbietern. Dadurch ist es möglich, dass Sie auch mit Ihrem Ökostrom-Tarif indirekt Unternehmen unterstützen, die einen großen Teil ihrer Gewinne mit Atom- oder Kohlestrom erzielen. Möchten Sie jeglicher Form von Energie aus Kernkraftwerken aus dem Weg gehen, sollten Sie sich über unabhängige Anbieter von Ökostrom informieren.

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