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Wärmepumpenstrom

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Was ist eine Wärmepumpe? Und wozu dient Wärmepumpenstrom?

Wärmepumpe
Wärmepumpe © Martin Winzer, fotolia.com

Luft, Boden oder Wasser: unsere Umwelt ist voller Energie, man muss sie nur effizient nutzen. Genau an diesem Punkt setzen Wärmepumpen an. Sie wandeln die Energie aus den vorhandenen natürlichen Wärmequellen derart um, dass daraus Wärme zum Heizen oder warmes Wasser wird. Natürlich laufen diese Wärmepumpen nicht von allein. Sie brauchen Strom. Zu diesem Zweck bieten manche Versorger spezielle Stromtarife für Wärmepumpenstrom an. Meistens sind es die regionalen Versorger die Wärmepumpenstrom anbieten. Bundesweit werden nur vereinzelt spezieller Strom für Wärmepumpen angeboten.

Strom für Wärmepumpen

Inzwischen gibt es eine Reihe von Energieversorgern, die den Einsatz von Wärmepumpen unterstützen und einen speziellen Stromtarif Wärmepumpe in ihrem Leistungspaket haben. Meistens sind dies regionale Anbieter, es gibt aber auch wenige nationale Anbieter wie E.ON, Vattenfall, EnBW und RWE, die Wärmepumpenstrom anbieten. Manche Energieversorger bieten einen Hochtarif und einen günstigeren Niedertarif an. Dieser Stromtarif hängt ab von so genannten Schwachlastzeiten, also Zeiten, in denen die das Stromnetz weniger ausgelastet ist, wie zum Beispiel nachts. In unserem Tarifrechner sind alle relevanten Stromtarife enthalten, auch Tarife für Wärmepumpen oder Nachtstrom Tarife werden im Heizstromrechner berücksichtigt.

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So funktioniert eine Wärmepumpe

Vom technischen Aufbau her funktioniert das System ähnlich wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Während der Kühlschrank seinem Inneren Wärme entnimmt und nach außen abgibt, geschieht dies bei Wärmepumpen nach umgekehrtem Prinzip. Sie entziehen der Umwelt Wärme und geben sie an das Heizsystem im Inneren des Hauses ab.
Konkret funktioniert das so: in den Rohren der Wärmepumpe befindet sich ein Kältemittel. Dieses Kältemittel wird zu einem Wärmeaustauscher geleitet, wo es bis zum Siedepunkt erhitzt wird und verdampft. Im nächsten Schritt wird das jetzt gasförmige Kältemittel von einem Verdichter angesaugt und komprimiert. Durch den Druck steigt auch die Temperatur. Durch einen zweiten Wärmeaustauscher gelangt die gespeicherte Wärme ins Heizsystem. Sobald die Wärme abgegeben wurde, kühlt das Kältemittel ab und wird wieder flüssig. Der entstandene Druck entweicht durch ein Expansionsventil. Das flüssige Kühlwasser wird wieder zum ersten Wärmeaustauscher, dem Verdampfer, transportiert und der Prozess beginnt von Neuem.
Auf diese Weise produzieren Wärmepumpen 100 Prozent Heizwärme: 75 Prozent der Wärme stammt aus Umweltquellen wie Luft, Grundwasser und Erdwärme. Die restlichen 25 Prozent werden als elektrische Leistung in Form von Wärmepumpenstrom zugeführt.

Diese Arten von Wärmepumpen gibt es

Drei Varianten von Wärmepumpen sind verfügbar: Sole-Wasser-Wärmepumpen, Luft-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen. Alle drei Arten von Wärmepumpen leiten die gewonnene Wärme ins Heizsystem weiter. Auf diese Weise können zum Beispiel die Fußbodenheizung sowie Wasser fürs Duschen oder Kochen erhitzt werden. Rund 350.000 Wärmepumpen sind laut dem Bundesverband Wärmepumpe e.V. inzwischen deutschlandweit im Einsatz. Sie werden in Ein- und Mehrfamilienhäusern genutzt sowie in gewerblichen Gebäuden.

Tipp: Mit dem Heizstromrechner können Sie Tarife für Nachtstrom und Wärmepumpenstrom einfach vergleichen

Die einzelnen Systemen von Wärmepumpen

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe, auch Erdwärmepumpe genannt, ist die am häufigsten gebrauchte Variante. Sie nehmen Wärmequellen unterhalb der Erdoberfläche entweder über Sonden auf oder über Erdkollektoren. Die Sonden sind 50 bis 250 Meter tief im Boden eingelassen, Erdkollektoren werden dagegen flächig unter der Erde installiert. Die Erdwärmepumpe erhöht die Temperatur der aus dem Erdreich gewonnen Energie so an, dass sie für Heizzwecke geeignet ist.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe dagegen saugt Umgebungsluft an. Diese Luft wird innerhalb der Wärmepumpe nach dem gleichen Prinzip aus Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Entspannen in Wärme umgewandelt wird. Der Vorteil: die Anlage benötigt weniger Platz im Haus. Auch die Installation ist recht unspektakulär, da keine Erdarbeiten nötig sind, wie zum Beispiel bei der Installation der Sole-Wasser-Wärmepumpe. Allerdings kann es vor allem an sehr kalten Tagen im Winter zu höherem Stromverbrauch kommen, da die Pumpe verstärkt arbeiten muss, um die kühle Luft auf Heizungsniveau zu erwärmen.
Für die dritte Variante, Wasser-Wasser-Wärmepumpen, ist der Bau von zwei Brunnen nötig: einen Förderbrunnen und einen Schluckbrunnen. Über den Förderbrunnen wird das Wasser hoch gepumpt und in die Wärmepumpe geleitet. Dort wird ihm die Wärme entzogen. Das erkaltete, benutzte Wasser wird über den Schluckbrunnen wieder ins Grundwasser zurückgegeben. Der Nachteil liegt im relativen hohen Aufwand, was Planung und Installation betrifft. Zudem verbraucht bereits das Hochpumpen des Grundwassers Energie.

Vor- und Nachteile von Wärmepumpen und Wärmepumpenstrom

Viele Verbraucher betreiben eine Wärmepumpe in erster Linie, um Kosten zu sparen. Der Strom, der für den Antrieb der Pumpe benötigt wird, ist wesentlich günstiger kalkuliert als gewöhnlicher Haushaltsstrom. Darüber hinaus gilt Wärmepumpenstrom als umweltschonend, da der CO2-Ausstoß bei diesem Heizsystem verringert wird. Außerdem haben die Anlagen eine lange Lebensdauer und verursachen geringe Betriebskosten.
Jedoch bergen Wärmepumpen auch ein paar Nachteile. So rechnet sich die Anlage nur bei Gebäuden, die optimal gedämmt sind. Zudem wird Wärmepumpenstrom vorwiegend aus fossilen Energiequellen gewonnen, wodurch sich die Öko-Bilanz wiederum verschlechtert. Um die Stromtarife für Wärmepumpen niedriger zu halten als die für Haushaltsstrom, müssen Verbraucher zudem tägliche Abschaltzeiten des Systems in Kauf nehmen.



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