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Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien: Strombojen

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Strombojen sollen die Strömung von Flüssen ausnützen und so Strom erzeugen, ohne dass die Konstruktion von großen Wasserkraftwerken nötig ist

Ähnlich wie die Nutzung von Windenergie in Form von Strom erzeugenden Winddrachen, gibt es bei der Wasserkraft erste realisierte Ansätze, Strom zu erzeugen, ohne große Wasserkraftwerke nutzen zu müssen. Die ersten beiden Strom-Bojen-Parks zur Stromerzeugung im Donauwasser wurden in der Wachau bei Wien genehmigt, die Fertigstellung des ersten Parks ist für Sommer 2015 anvisiert.


Stromboje © Bild Aqua Libre Energieentwicklungs Gmbh

Erster Strombojen-Park in der Donau

Der Geschäftsführer des österreichischen Unternehmens Aqua Libre, Fritz Mondl, hat die Genehmigung durchgesetzt, acht Strom-Bojen in der Donau östlich von Wien zu installieren. Die Kosten sind auf zwei Millionen Euro veranschlagt und werden von verschiedenen Investoren aufgebracht. Die mit einem Rotor ausgerüsteten Bojen schwimmen knapp unter der Wasseroberfläche, um die höchste Stromgeschwindigkeit ausnutzen zu können, und sind am Grund mit einer Kette befestigt. Laut Mondl erzeugt eine Stromboje 70 Kilowatt Leistung bei einer Strömung von 3,3 Metern pro Sekunde und soll bis zu 300 Megawattstunden pro Jahr liefern können.


Stromboje © Bild Aqua Libre Energieentwicklungs Gmbh

Einschränkungen bei der Stromerzeugung gibt es zum Beispiel aufgrund der Schifffahrt. Fischen bereiten die Bojen laut Mondl allerdings keine Probleme. Bei bis zu zwei Umdrehungen pro Sekunde könnten die Fische seiner Aussage nach einfach hindurchschwimmen. Bei einem Test, bei dem für zwei Wochen eine Reuse an die Boje gehängt wurde, habe sich kein einziger Fisch darin verfangen. Gesichert werden Einlauf und Rotor durch einen Rechen aus Stahlseilen. Der dient zum einen dazu, Treibgut abzuhalten, soll aber auch Schwimmer und Sportboote schützen.


Stromboje © Bild Aqua Libre Energieentwicklungs Gmbh

Noch hohe Kosten der Strombojen, aber höheres Potenzial als Windkraft

Der Unternehmer sieht auch Deutschland als interessantes Feld an und mehrere Investoren planen die Errichtung erster Strombojen-Parks im Rhein zwischen Bingen und Koblenz, allerdings frühestens in zwei Jahren. Das größte Hindernis sind zum Start relativ hohe Kosten. Acht Strombojen schlagen mit zwei Millionen Euro betriebsfertig zu Buche. Mondl selbst weiß, dass die Kosten sich bald auszahlen werden und hält diese Art der alternativen Stromerzeugung für viel interessanter und für den regionalen Verbraucher praktikabler als die Windenergie, da das Wasser den ganzen Tag fließt, im Gegensatz zum Wind, der sehr unbeständig wehen kann.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Aqua Libre Energieentwicklungs Gmbh



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