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Heizungsvergleich Tabelle

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Heizungssysteme im Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit dem GModG vom 29. Juli 2026 ist keines der acht Systeme im Bestand verboten.
  • Am günstigsten heizen laut Heizspiegel 2025 Wärmepumpe und Pelletheizung, am teuersten Fernwärme und Erdgas.
  • Alle Zahlen sind Richtwerte; die Tabellen beziehen sich auf unterschiedliche Beispielgebäude und sind nicht direkt miteinander verrechenbar.
Energiekosten © digitalpress, stock.adobe.com
Energiekosten © digitalpress, stock.adobe.com

Jedes Heizungssystem hat Vorteile und Nachteile. Je nach Lage, Größe und Art der zu beheizenden Wohnfläche können die verschiedene Heizungssysteme ihre Stärken und Schwächen ausspielen. Wir haben acht Heizungssysteme genauer untersucht und unter verschiedenen Aspekten miteinander verglichen.

Neue Heizungen verbrauchen weniger Brennstoff
Neue Heizungen verbrauchen weniger Brennstoff

Erfahren Sie hier mehr zu den einzelnen Systemen: Gasheizung, Ölheizung, Elektroheizung, Solarheizung, Pelletheizung, Wärmepumpenheizung, Blockheizkraftwerk und Fernwärme.

Eine neue Heizungsanlage spart erheblich Energie
Eine neue Heizungsanlage spart erheblich Energie

Was seit Juli 2026 rechtlich gilt

Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist am 29. Juli 2026 die frühere Pflicht entfallen, jede neue Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben. § 42 Absatz 2 GModG zählt stattdessen zehn zulässige Optionen für den Ersatz einer Heizung im Bestand auf – darunter ausdrücklich auch Gas, Öl und Flüssiggas. Verboten ist also keines der acht Systeme in diesen Tabellen. Wer sich aber nach dem 29. Juli 2026 für eine Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung entscheidet, muss ab 2029 einen wachsenden Anteil der in § 43 GModG genannten Brennstoffe oder Erfüllungsoptionen nutzen (§ 43 Absatz 1 GModG). Für den Neueinbau einer Stromdirektheizung in bestehenden Gebäuden mit Wohnungen verlangt § 46 Absatz 1 GModG einen um mindestens 30 Prozent besseren Wärmeschutz; ausgenommen sind selbst bewohnte Ein- und Zweifamilienhäuser sowie der Austausch bestehender Einzelraum-Stromdirektheizungen.

Tabellarischer Vergleich gängiger Heizungssysteme

In den nachfolgenden Tabellen haben wir wichtige Faktoren der einzelnen Systeme verglichen.

So lesen Sie die Zahlen in diesen Tabellen

1Anschaffung und Betrieb getrennt betrachten

Ein System mit niedrigen Einbaukosten kann über zwanzig Jahre das teurere sein, weil der Brennstoff jedes Jahr wieder anfällt. Umgekehrt amortisiert sich eine teure Anlage, wenn sie im Betrieb wenig verbraucht. Die beiden ersten Tabellen gehören deshalb zusammengelesen.

2Jede Tabelle hat ihre eigene Bezugsgröße

Die Anschaffungskosten beziehen sich auf ein Einfamilienhaus mit rund 110 Quadratmetern, die Betriebskosten auf eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus. Die Zeilen sind untereinander vergleichbar, die Spalten der beiden Tabellen nicht miteinander verrechenbar.

3Förderung ist in keiner Zahl enthalten

Alle Beträge sind Bruttokosten vor Abzug öffentlicher Mittel. Wie viel davon am Ende beim Eigentümer hängen bleibt, hängt vom System, vom Gebäude und vom Antragszeitpunkt ab. Die Bedingungen ändern sich häufig und stehen deshalb gebündelt im Förder-Ratgeber.

Merksatz

Die Tabellen ordnen ein, sie ersetzen kein Angebot. Erst drei Fachangebote für Ihr Gebäude machen aus Richtwerten Zahlen, mit denen Sie rechnen können.

Quelle: co2online, Heizspiegel 2025 (nur Betriebskosten) · Stand: September 2026

Anschaffungskosten


Heizungssystem

Anschaffungskosten
Ölheizung6.000-18.000 €
Gasheizung6.000-9.000 €
Elektroheizungje nach Bauart und Gerätezahl sehr unterschiedlich
Solarheizung8.000-10.000 €
Pelletheizung17.000-25.000 €
Wärmepumpe12.000-33.000 €
Blockheizkraftwerk15.000-30.000 €
Fernwärme3.000-8.000 €

Was eine Anlage am Ende kostet, hängt stark vom Gebäude ab: Bei einer Wärmepumpe treibt eine Erdsondenbohrung den Preis, bei einer Pelletheizung der Lagerraum, bei Fernwärme die Entfernung zum Netz.

Betriebskosten


Heizungssystem

Betriebskosten
Ölheizung1.055 €
Gasheizung1.180 €
Elektroheizungkein Heizspiegel-Wert; höchste Kosten je Kilowattstunde Wärme
Solarheizungkein eigener Brennstoff; rund 90 € für Betriebsstrom und Wartung
Pelletheizung740 €
Wärmepumpe715 €
Blockheizkraftwerkkein Heizspiegel-Wert; Brennstoffkosten abzüglich Stromerlös
Fernwärme1.245 €

Die Werte für Erdgas, Heizöl, Holzpellets, Wärmepumpe und Fernwärme sind die Heizkosten-Prognose des Heizspiegels 2025 für eine 70-Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus. Solarthermie und Blockheizkraftwerke sind darin nicht enthalten und daher nicht unmittelbar mit diesen Werten vergleichbar. Die Prognose beruht auf Daten von 90.000 Haushalten; Baujahr, Dämmzustand und Heizverhalten verschieben das Ergebnis erheblich. Gegenüber 2024 rechnet co2online für 2025 mit einem Plus von 15 Prozent bei Gas und 20 Prozent bei Holzpellets, während Wärmepumpe (+5 Prozent), Heizöl (+3 Prozent) und Fernwärme (+2 Prozent) nur moderat zulegen.

Umweltverträglichkeit


Heizungssystem

Umweltverträglichkeit
ÖlheizungMäßig. Besser bei Verwendung von Brennwerttechnik und regenerativen Energiequellen.
GasheizungMäßig. Gut bei effizienter Ausnutzung des Rohstoffs, mit regenerativen Energiequellen kombinierbar.
ElektroheizungSchlecht. Hoher Strombedarf je Kilowattstunde Wärme; eine Wärmepumpe braucht dafür ein Vielfaches weniger.
SolarheizungSehr gut. Regenerative Energie, keine Transportkosten.
PelletheizungMäßig bis gut, abhängig von Anlagentechnik. Bilanziell wenig CO₂, aber Feinstaub und weitere Luftschadstoffe.
WärmepumpeMäßig bis gut, Energieausbeute abhängig von Erschließungsaufwand und geeignetem Standort. Hoher Strombedarf und evtl. Einsatz von klimaschädlichen Kältemitteln. Gut: keine Transportkosten
BlockheizkraftwerkAbhängig von Brennstoff, Wirkungsgrad und Nutzung des erzeugten Stroms; Erdgasbetrieb verursacht weiter CO₂ und Luftschadstoffe. Effiziente Ausnutzung der Rohstoffe, kurze Wege zwischen Erzeugung und Verbrauch, zahlreiche Anlagen mit regenerativen Energiequellen verwendbar.
FernwärmeMäßig bis gut, abhängig vom Erzeugungsverfahren und dem Zustand des Leitungsnetzes. Die Umweltwirkung hängt vor allem vom Erzeugungsmix des Wärmenetzes sowie von Netzverlusten ab.

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Ein Posten, den die Betriebskosten von heute nur teilweise abbilden, ist der CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe. Er wird seit 2021 auf Erdgas, Heizöl und Flüssiggas erhoben und lag 2025 bei 55 Euro je Tonne; seit 2026 wird er in einem Korridor von 55 bis 65 Euro versteigert. In der Gaspreisanalyse des BDEW vom August 2026 macht er 1,14 Cent je Kilowattstunde aus, mehr als das Doppelte der 0,45 Cent von 2021. Wer heute zwischen zwei Systemen wählt, entscheidet damit auch darüber, wie stark ihn dieser Posten in den nächsten zwanzig Jahren trifft.

Zukunftssicherheit


Heizungssystem

Zukunftssicherheit
ÖlheizungStandard-Ölheizungen sind im Bestand weiter zulässig (§ 42 Absatz 2 Nummer 1 GModG). Moderne Anlagen arbeiten effizienter. Ab 2029 steigt der Pflichtanteil erneuerbarer Brennstoffe für nach dem 29. Juli 2026 neu eingebaute Anlagen (§ 43 Absatz 1 GModG).
GasheizungGas-Brennwertgeräte erreichen einen hohen Wirkungsgrad. Für nach dem 29. Juli 2026 neu eingebaute Anlagen gilt dieselbe Quote wie für Ölheizungen; ob Biogas in ausreichender Menge und zu welchem Preis verfügbar sein wird, ist offen.
ElektroheizungDer Betrieb von Nachtspeicherheizungen ist weiter erlaubt; für neue Stromdirektheizungen gilt § 46 Absatz 1 GModG.
SolarheizungSehr zukunftssicher durch nahezu unbegrenzte Verfügbarkeit von Sonnenenergie und (nahezu) CO₂-Neutralität.
PelletheizungAbhängig von nachhaltiger Brennstoffverfügbarkeit und örtlichen Luftschutzvorgaben; Pelletkessel verursachen weiterhin Feinstaub. Moderne Anlagen erreichen Wirkungsgrade von über 90 % und Holz ist eine regenerative Energiequelle.
WärmepumpeModerne Anlagen sind zukunftssicher, da sie regenerative Energiequellen nutzen und bei geeignetem Standort hohe Wirkungsgrade erzielen
BlockheizkraftwerkZukunftssichere Technologie. Bei der Anschaffung auf die Emissionswerte achten; die Ökodesign-Verordnung (EU) Nr. 813/2013 setzt dafür bereits Grenzwerte.
FernwärmeHängt vom konkreten Netz ab, dessen Entwicklung der Wärmeplan lediglich orientierend beschreibt. Technologie nur lohnend in dicht besiedelten Gebieten.

Fördermittel


Heizungssystem

Fördermittel
Ölheizung# Keine Förderung der Heizung; Programme zur energieeffizienten Sanierung bleiben
Gasheizung# Keine Förderung der Gasheizung selbst; Programme zur energieeffizienten Sanierung bleiben
# Evtl. Förderprogramm von örtlichen Energieversorgern
Elektroheizung# Aktuell keine Förderung
Solarheizung# KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisierung
# KfW-Heizungsförderung für Solarthermie-Anlagen
Pelletheizung# KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisierung
# KfW-Heizungsförderung für Holzheizungen in Bestandsgebäuden
Wärmepumpe# KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraum-modernisierung
# KfW-Heizungsförderung für Wärmepumpen in Bestandsgebäuden
# Förderprogramme örtlicher Versorger
Blockheizkraftwerk# Programme zur energieeffizienten Sanierung und Modernisierung
Fernwärme# Bundesförderung für den Anschluss an ein Wärmenetz (evtl. regionale Fördermittel verfügbar)

Vorteile der Heizungsssysteme


Heizungssystem

Vorteile
Ölheizung# Ausgereifte Technik
# Öllieferant frei wählbar
# Mit regenerativen Energiequellen kombinierbar
Gasheizung# Geringe Investitionskosten
# Keine Lagerhaltung nötig
# Verbrennt umweltfreundlicher als Öl
Elektroheizung# Geringe Investitionskosten
# In Einzelräumen einsetzbar
# Vereinzelt verbilligte Nachtstromtarife
Solarheizung# Lange Lebensdauer
# Unabhängigkeit von Energieversorgern
# Keine Lagerhaltung nötig
Pelletheizung# Unabhängigkeit von Energieversorgern
# Holz-/Pelletpreis ist relativ konstant
# Große Modellvielfalt vom Kamin bis zum Kachelofen
Wärmepumpe# Keine Lagerhaltung nötig
# Zahlreiche Fördermöglichkeiten
# Reduzierte Netzentgelte für steuerbare Wärmepumpen
Blockheizkraftwerk# Erzeugung von Strom und Wärme
# Geringer Platzbedarf
Fernwärme# Variable Berechnung des Verbrauchs
# Keine Lagerhaltung nötig
# Wartung etc. wird vom Versorger übernommen

Nachteile der Heizungssysteme


Heizungssystem

Nachteile
Ölheizung# Nutzung von fossilen Rohstoffen
# Vorratshaltung, Lagerraum nötig
# Abhängigkeit vom Rohstoffpreis
Gasheizung# Nutzung von fossilen, damit begrenzten Rohstoffen
# Abhängigkeit vom Rohstoffpreis
# Erdgas wegen Methangehalts hochentzündlich
Elektroheizung# Hoher Strombedarf je Kilowattstunde Wärme
# Hohe Betriebskosten je Kilowattstunde Wärme
# Steigende Strompreise
Solarheizung# Energiebedarf nicht allein durch Sonne zu decken
# Richtige Dimensionierung enorm wichtig
# Abhängigkeit von Sonnenstrahlung
Pelletheizung# Kostspielige Anschaffung
# Vorratslagerung von Holz/Pellets in eigenem Lagerraum nötig
# Nicht jedes Holz kann/darf verwendet werden
Wärmepumpe# Kostspielige Anschaffung
# Falscher oder ungeeigneter Standort kann Kostenvorteile zunichtemachen
# Wirtschaftlichkeit abhängig von Leistungszahl und Strompreis
Blockheizkraftwerk# Sehr hohe Investitions- und Wartungskosten
# Nicht wirtschaftlich bei geringem Energiebedarf
Fernwärme# Energieverluste bei Erzeugung und Transport durch Leitungsnetze
# Abhängigkeit vom Versorger
# Meist begrenzte Anbieter-Auswahl

Bitte beachten: Alle Angaben stellen Richtwerte dar und beruhen auf eigenen Recherchen und Berechnungen. Die tatsächlichen Kosten können, abhängig von Ihrer individuellen Wohnsituation und den baulichen Gegebenheiten vor Ort, erheblich von den obigen Beträgen abweichen. Weitere, regionale Fördermöglichkeiten sind unter Umständen verfügbar. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag zu Fördermöglichkeiten von Heizungssystemen.

Welches System zu welcher Ausgangslage passt

1. Liegt ein Wärmenetz vor Ihrem Grundstück?

Der Wärmeplan zeigt voraussichtliche Versorgungsgebiete. Für Gemeindegebiete bis 100.000 Einwohner läuft die Frist noch bis 30. Juni 2028; ein Wärmeplan verpflichtet nicht zum Netzausbau.

Ja, Anschluss möglichFernwärme spart den Platz für Kessel und Lager. Prüfen Sie vorher Preisgleitklausel und Laufzeit des Vertrags.
Nein oder unklarWeiter mit Frage 2. Warten Sie nicht auf ein Netz, dessen Baujahr niemand nennen kann.

2. Kommt Ihr Haus mit einer Vorlauftemperatur um 50 Grad aus?

Anhaltspunkt: große Heizflächen oder Fußbodenheizung, und die Räume werden auch an kalten Tagen warm, wenn Sie den Vorlauf absenken.

JaEine Wärmepumpe arbeitet hier effizient und ist im Betrieb das günstigste System der Tabelle.
Noch nichtErst Heizflächen und Dämmung prüfen. Eine Wärmepumpe an zu kleinen Heizkörpern verbraucht deutlich mehr Strom als geplant.

3. Haben Sie Platz für ein Brennstofflager und Zeit für die Anlage?

Eine Pelletheizung braucht Lagerraum, eine Anlieferung per Silowagen und regelmäßiges Entleeren des Aschebehälters.

Ja, beides vorhandenEine Pelletheizung erreicht im Betrieb ähnlich niedrige Kosten wie eine Wärmepumpe, auch bei hohen Vorlauftemperaturen.
NeinBleiben die übrigen Optionen des § 42 Absatz 2 GModG, etwa Hybridheizung, Wärmenetzanschluss oder Solarthermie-Kombination. Rechnen Sie den steigenden CO₂-Preis und die Brennstoffquote ab 2029 ein.
EmpfehlungEs gibt kein System, das für jedes Gebäude das beste ist. Wärmenetz, Vorlauftemperatur und Platz entscheiden die Auswahl meist stärker als der Anschaffungspreis.
Quellen: § 4 Wärmeplanungsgesetz, §§ 42 bis 46 GModG, Verbraucherzentrale

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