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Ökostrom Argumente

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Gründe für Ökostrom und erneuerbare Energien

Ökologische Stromerzeugung mit Solarenergie © Luftbildfotograf, stock.adobe.com
Ökologische Stromerzeugung mit Solarenergie © Luftbildfotograf, stock.adobe.com

Im Rahmen unserer Aktionsreihe „Ökostrom Offensive“ suchen wir möglichst viele Argumente, die für den Bezug von Ökostrom sprechen. Inspiriert von der Initiative „100 gute Gründe gegen Atomkraft“ der Elektrizitätswerke Schönau tragen wir hier laufend gute Gründe für Ökostrom zusammen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erneuerbare Energien stärken Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wertschöpfung; für zusätzliche Wirkung eines Tarifs sind anspruchsvolle Gütesiegel wichtig.
  • Für echte Wirkung zählt ein anerkanntes Gütesiegel (ok-power, Grüner Strom Label), nicht nur ein Herkunftsnachweis.
  • Ökostromtarife können preislich mit der Grundversorgung mithalten; vergleichen Sie Preise, Preisgarantie und Vertragsbedingungen.

Helfen Sie mit!

Wenn Sie ein gutes Argument für Ökostrom oder erneuerbare Energien kennen, dass in unserer Liste noch nicht enthalten ist, dann schreiben Sie uns an oekostrom@kwh-preis.de. Wir freuen uns auf ihre Argumente!

Argumente für Ökostrom und erneuerbare Energien:

  1. Umweltschutz
    Ökostrom ist umweltfreundlich
  2. Klimaschutz
    Strom aus Wind, Sonne und Wasser verursacht bei der Erzeugung kaum CO₂
  3. Dauerhafte Verfügbarkeit
    Erneuerbare Energien, wie Wind, Sonne und Wasser sind dauerhaft verfügbar
  4. Kostenlose Verfügbarkeit
    Wind, Sonne und Wasser stehen als Energiequellen ohne Brennstoffkosten zur Verfügung; Anlagen, Netze und Speicherung verursachen jedoch Kosten.
  5. Arbeitsplätze
    Erneuerbare Energien schaffen Arbeitsplätze – 2025 waren es in Deutschland rund 436.000
  6. Schonung von Bodenressourcen
    Erneuerbare Energien schonen Bodenressourcen. Erneuerbare Energien müssen nicht wie fossile Energieträger aus dem Erdboden gefördert werden
  7. Stabile Preisentwicklung
    Erneuerbare Energien können die Abhängigkeit von Brennstoffpreisen verringern; Strompreise bleiben jedoch von Netzentgelten, Steuern und Marktpreisen abhängig.
  8. Keine Monopole oder Oligopole
    Erneuerbare Energien können Erzeugung dezentraler machen; Wettbewerb und Marktmacht hängen jedoch auch von Netzen, Handel und Regulierung ab.
  9. Weniger Schadstoffe
    Wind- und Solarstrom verursachen im Betrieb sehr geringe Emissionen; Herstellung und Biomasse können jedoch Umwelt- und Luftschadstoffbelastungen verursachen.
  10. Unabhängigkeit von politischen Umständen
    Erneuerbare Energien können die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen verringern; Lieferketten für Anlagen und Rohstoffe bleiben jedoch relevant.
  11. Unabhängigkeit
    Erneuerbare Energien können die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen senken; Haushalte bleiben jedoch an Stromnetz, Tarif und Energiemarkt gebunden.
  12. Technologiestandort
    Deutschland verfügt über Unternehmen und Forschung im Bereich erneuerbarer Energietechnologien; eine pauschale Weltmarktführerschaft lässt sich daraus nicht ableiten.
  13. Wirtschaftswachstum
    Erneuerbare Energien sind ein beachtlicher Treiber des wirtschaftlichen Wachstums. Der Weltmarkt für erneuerbare Energien ist über die Jahre kräftig gewachsen und hat sich vervielfacht; erneuerbare Energien sind heute die weltweit am stärksten wachsende Energiequelle.
  14. Beliebtheit
    Erneuerbare Energien und Ökostrom erfahren in der Bevölkerung eine breite Akzeptanz. In Umfragen befürwortet regelmäßig eine große Mehrheit den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien
  15. Effizienz
    Erneuerbare Energien werden immer wirtschaftlicher; die Preise für Solarmodule sind über die Jahre deutlich gesunken. Wie stark die Erzeugungskosten fallen, hängt von Technologie, Standort und Zeitraum ab.
  16. Effektivität
    Erneuerbare Energien werden nahezu jedes Jahr leistungsstärker und ausgereifter
  17. Klimaschutzziele
    Die EU will ihre Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 senken; Deutschland strebt bis 2030 mindestens 65 Prozent Minderung und bis 2045 Treibhausgasneutralität an. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist dafür ein zentraler Baustein.
  18. Dezentrale Energieversorgung
    Dezentrale und damit unabhängigere Energieversorgung ist mit erneuerbaren Energien besser möglich als mit riesigen Kraftwerksparks
  19. Energie aus Bürgerhand
    Stromversorgung aus „Bürgerhand“ ist durch Erneuerbare Energien möglich
  20. Keine Abfallprodukte
    Erneuerbare Energien erzeugen keinen hochradioaktiven Abfall; für Anlagen und Komponenten bleiben Rückbau, Recycling und Entsorgung relevant.
  21. Lokale Wertschöpfung
    Erneuerbaren Energien bringen Wertschöpfung vor Ort, neue Arbeitsplätze und Gewerbe­steuer­ auch für strukturschwache Regionen
  22. Vorreiterrolle
    Klimaschutz geht alle an: In Deutschland liegt der konsumbezogene Ausstoß pro Person derzeit bei rund 10,3 Tonnen Treibhausgasen, gerechnet in CO₂-Äquivalenten, pro Jahr. Ein Grund mehr, durch erneuerbare Energien den Klimaschutz zu fördern
  23. Stromverbrauch
    Mit Elektromobilität und Wärmepumpen steigt der Strombedarf in den kommenden Jahren deutlich. Diese zusätzlichen Kapazitäten lassen sich durch erneuerbare Energien decken
  24. Elektroauto
    Dem Elektroauto gehört nach Aussagen von Branchenkennern die Zukunft. Mobilität durch Strom – erzeugt durch erneuerbare Energien
  25. Externe Kosten
    Erneuerbare Energien verursachen im Durchschnitt deutlich geringere Umweltkosten als fossile Stromerzeugung; je nach Technologie bleiben jedoch Belastungen bestehen. Volkswirtschaftlich gesehen sind erneuerbare Energien spitze.
  26. Bedeutender Solarmarkt
    Deutschland zählt zu den wichtigen europäischen Solarmärkten; weltweit sind Ausbau und Produktion jedoch nicht pauschal führend.
  27. Ökostrom ist nicht teuer
    Ökostromtarife können günstiger als die örtliche Grundversorgung sein; entscheidend sind Postleitzahl, Verbrauch, Preisgarantie und Vertragsbedingungen.
  28. Transparenz
    Ökostrom ist transparent. Durch Gütesiegel wie das „ok-power Label“ des Vereins EnergieVision e.V. oder das „Grüne-Strom-Labels“ des Grünen Strom Label e.V werden für Verbraucher Qualität und Umweltnutzen ersichtlich.
  29. Ökostrom fördert erneuerbare Energien
    Einige Ökostromanbieter finanzieren zusätzliche Energiewendeprojekte; ein reiner Herkunftsnachweis belegt einen solchen Beitrag allein nicht.
  30. Wettbewerb auf dem Strommarkt
    Die Förderung Erneuerbarer Energien stärkt den Wettbewerb auf dem Strommarkt. Die großen Energiekonzerne haben an Marktmacht verloren, prägen die konventionelle Erzeugung aber weiterhin. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz schafft Investitionssicherheit für den weiteren Ausbau.
  31. Selbstversorger
    Mit Erneuerbaren Energien kann jeder Hausbesitzer Kraftwerksbetreiber werden. Eine Solaranlage, Holzpelletheizung oder einer Wärme­pumpe sind inzwischen erschwinglich und oftmals wirtschaftlich sinnvoll. Auch ohne Grund & Haus können sich Bürger durch Beteiligungen an Bürgerwindparks oder Bürgersolaranlagen an der Energieversorgung beteiligen
  32. Landwirtschaft
    Die Treibhausgasbilanz von Biokraftstoffen hängt von Rohstoff, Herstellung und Landnutzung ab; verbindliche Nachhaltigkeitskriterien sind deshalb wichtig. Zudem ergeben sich für Landwirte durch den Anbau von Energiepflanzen ein zweites Standbein. Gülle und Pflanzenreste können in Biogasanlagen verwendet werden.
  33. Kommunale Wertschöpfung
    Erneuerbare Energien steigern die kommunale Wertschöpfung erheblich – über Gewerbesteuer, Pachteinnahmen und lokale Arbeitsplätze, die in der Region bleiben.
  34. Persönliche CO2-Bilanz
    Durch den Bezug von Ökostrom kann jeder einzelne seinen persönlichen Kohlendioxidausstoß reduzieren und einen kleinen Teil zum Klimaschutz beitragen
  35. Ethik
    Erneuerbare Energien sind sauber und helfen mit, dass nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt ohne Altlasten vermacht werden kann
  36. Generationengerechtigkeit
    Wer auf Kernenergie oder fossile Brennstoffe setzt, vermacht nachfolgenden Generationen Altlasten die zu hohen externen volkswirtschaftlichen Kosten führen. Erneuerbare Energien sind die Energieträger der Zukunft.
  37. 100% Versorgung
    Die Entwicklung zu einer weitgehend erneuerbaren Stromversorgung erfordert neben Erzeugungsanlagen auch Netze, Speicher und flexible Verbraucher.
  38. Krisensicher
    Die Investitionen in Erneuerbare Energien stiegen 2009 ungeachtet der Wirtschaftskrise um ein Fünftel an: auf 18 Milliarden Euro.
  39. Volkswirtschaftlicher Gesamtnutzen
    Erneuerbare Energien schaffen Wertschöpfung vor Ort, die der gesamten Volks­wirtschaft zugute kommt – in Form von Einkommen, Arbeitsplätzen oder Steuereinnahmen. Zudem verursachen Erneuerbare Energien geringere externe Kosten als Fossile oder Atomare Energieträger
  40. Neue zukunftsfähige Arbeitsplätze
    Die Branche ist einer der Jobmotoren in Deutschland. Durch erneuerbare Energien entstehen durchschnittlich 60 neue Arbeitsplätze pro Tag.
  41. Alternative für endliche Rohstoffe
    Fossile Brennstoffe wie Öl und Gas sind endlich, ebenso das für Kernkraft nötige Uran – und werden weltweit knapper. Erneuerbare Energien stehen dagegen dauerhaft zur Verfügung
  42. Staatliche Förderungen
    Die Bundesregierung fördert den Einbau erneuerbarer Heiztechnik wie Solarthermieanlagen, Holz­heizungen und Wärmepumpen. Die konkreten Konditionen ändern sich regelmäßig – ein Blick auf die aktuellen Förderprogramme lohnt sich
  43. Weniger Energieimporten
    Durch den Ausbau erneuerbarer Energien werden weniger Energieimporte notwendig was zu positiven volkswirtschaftlichen Effekte im Bereich des Außenhandels führt
  44. Höhere Steuereinnahmen
    Etwa 90 Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland haben die Energieversorgung in die eigene Hand genommen. Das bedeutet regionale Wertschöpfung und höhere Steuereinnahmen. Durch den Boom Erneuerbare Energien steigen die Steuerzahlungen der Branche in Zukunft noch erheblich an.
  45. Lohnende Investition
    Wer selbst Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, etwa mit einer Photovoltaikanlage, kann über Eigenverbrauch und Einspeisevergütung langfristig von der Investition profitieren. Die Wirtschaftlichkeit hängt von Anlagengröße, Eigenverbrauch und den aktuellen Vergütungssätzen ab.
  46. Modell für Entwicklungsländer
    Weltweit haben immer noch Hunderte Millionen Menschen keinen Zugang zur Stromversorgung. Erneuerbare Energien können als kleine, dezentrale Kraftwerke hier Abhilfe schaffen. Solartechnik lässt sich beispielsweise in entlegenen Regionen auch ohne Netzanbindung einsetzen.
  47. Bioenergiedorf
    Ein Bioenergiedorf ist ein Dorf, das einen großen Teil seines Strom- und Wärmebedarfs unter Nutzung von überwiegend regional bereitgestellter Biomasse selbst deckt. Vorteile sind unter Anderem eine unabhängige Energieversorgung und finanzielle Einnahmen die in der Region bleiben. Die Dorfbewohner sind zu einem bestimmten Anteil Betreiber und Eigentümer der Strom- und Wärme erzeugenden Anlagen.
  48. Imagegewinn
    Durch die hohe Akzeptanz für erneuerbare Energien können Unternehmen und Organisationen durch den Bezug von Ökostrom und durch die Förderung erneuerbarer Energien einen Imagegewinn verbuchen.
  49. Grünes Marketing
    Erfolgreiche Synthese zwischen Ökonomie und Ökologie. Grünes Marketing trifft den Nerv der Verbraucher
  50. Ökostrom als Wettbewerbsfaktor
    In vielen Branchen ist der Bezug von sauberem Strom ein wichtiger Wettbewerbs- und Werbefaktor. Webhoster werben mit Ökostrom betriebenen Rechenzentren, die deutsche Post startet die mit „Go Green“ die CO2 -neutrale Versandart.
  51. Über 2 Millionen Mitstreiter
    Inzwischen beziehen Millionen Haushalte in Deutschland Ökostrom; die Zahl ist über die Jahre stark gewachsen.
  52. Jetzt handeln
    Mittel- und Langfristig machen sich Investitionen in erneuerbare Energien bezahlt, weil weniger Kosten anfallen, um die Folgen des Klimawandels zu begleichen. Jetzt verpasste Investitionen führen zu späteren Kostensteigerungen

Was ein Ökostromtarif leisten kann – und was nicht

MythosMit einem Ökostromtarif kommt physisch sauberer Strom aus meiner Steckdose.
FaktAus der Steckdose fließt immer der gemischte Netzstrom. Ihr Vertrag sorgt aber dafür, dass rechnerisch eine entsprechende Menge Ökostrom erzeugt und ins Netz eingespeist wird.
MythosJeder als „öko“ verkaufte Tarif fördert automatisch den Bau neuer Anlagen.
FaktEin Herkunftsnachweis belegt erneuerbare Erzeugung und verhindert Doppelvermarktung, aber nicht allein zusätzlichen Ausbau. Anspruchsvolle Siegel wie ok-power und Grüner Strom Label verlangen dagegen einen nachweisbaren Beitrag zur Energiewende.

Schreiben Sie uns ihre Argumente für Ökostrom und erneuerbare Energien an oekostrom@kwh-preis.de

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