ok-power

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Aussteller und Ziele

Ziel des ok-power-Labels ist es, zu mehr Transparenz auf dem Ökostrom-Markt beizutragen und Angebote hervorzuheben, die tatsächlich einen zusätzlichen Nutzen für die Umwelt bringen. Man ist sich bewusst, wie wichtig die Glaubwürdigkeit von „grünen“ Energieversorgern insbesondere bei kritischen Verbrauchern ist. Dieses Vertrauen soll mit dem ok-power-Label gestärkt werden und damit eine echte Orientierungshilfe bei der Suche nach dem optimalen Ökostrom-Tarif sein.

ok-power Gütesiegel
ok-power Gütesiegel

Das ok-power Label wurde vom gemeinnützigen Verein EnergieVision ins Leben gerufen. Hinter der im Jahr 2000 gegründeten Einrichtung standen ursprünglich die Verbraucherzentrale NRW sowie das Freiburger Öko-Institut. Seit 2016 hat das Hamburg Institut die Zertifizierung übernommen. Das bisher damit beauftragte Öko-Institut zog sich zurück, weil die operative Vergabe eines Gütesiegels nach eigener Aussage nicht zum Tätigkeitsschwerpunkt einer gemeinnützigen Forschungseinrichtung zählt.

Zudem schied die Verbraucherzentrale aus dem Trägerverein aus, um ihre Neutralität zu wahren. Dafür rückte die gemeinnützige Hamburg Institut Research GmbH in das Gremium nach.Ziel ist es, zu mehr Transparenz auf dem Ökostrom-Markt beizutragen und Angebote hervorzuheben, die tatsächlich einen zusätzlichen Nutzen für die Umwelt bringen. Man ist sich bewusst, wie wichtig die Glaubwürdigkeit von „grünen“ Energieversorgern insbesondere bei kritischen Verbrauchern ist. Dieses Vertrauen soll mit dem ok-power-Label gestärkt werden und damit eine echte Orientierungshilfe bei der Suche nach dem optimalen Ökostrom-Tarif sein.

Zertifizierungsmerkmale ok-power

Der EnergieVision e.V. aktualisiert seine Zertifizierungskriterien regelmäßig und passt sie neuesten Erkenntnissen und Möglichkeiten an. Die aktuelle Fassung des Kriterienpapiers, alle zertifizierten Anbieter und Tarife sowie die Herkunft des Stroms von jedem zertifizierten Ökostrom-Tarif sind online abrufbar. Produkte können nur zertifiziert werden, wenn bei Nachfragesteigerungen tatsächlich eine Ausweitung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfolgt, die über das ohnehin öffentlich geförderte Kontingent hinausgeht. Anbieter, die sich mit dem Label schmücken wollen, müssen die Erfüllung der Kriterien jeweils für ein Jahr nachweisen.

Händlermodell
Zertifizierbare Ökostrom-Angebote werden in drei unterschiedliche Kategorien unterteilt. Die am weitesten verbreitete ist das Händlermodell. Der Kunde wird mit Ökostrom beliefert, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen stammt. Mindestens ein Drittel davon muss in Anlagen produziert werden, die nicht älter als sechs Jahre sind. Auch Anlagen mit einem Alter zwischen sechs und zwölf Jahren müssen zu mindestens einem Drittel zur Stromversorgung beitragen. Die Anlagen dürfen nicht durch das EEG oder ähnliche Mechanismen im Ausland förderfähig sein, da man eine Förderung jenseits der staatlichen Instrumente sicherstellen will. Ziel dieser restriktiven Regelungen ist zum einen, dass veraltete und längst abgeschriebene Anlagen aus dem Verkehr gezogen werden. Zum anderen will man Anbieter zur Anschaffung neuer, zusätzlicher und/oder modernerer Anlagen motivieren.

Initiierungsmodell
Auch eine Zertifizierung nach dem Initiierungsmodell ist möglich. Mit dem Angebot reagierte man auf die Kritik, dass das ok power-Label lediglich den Ökostrom, nicht aber die Geschäftspolitik des Energieversorgers in seine Kriterien einbezieht. Geliefert wird Strom aus regenerativen Quellen. Zusätzlich muss der Anbieter den Bau von neuen regenerativen Stromerzeugungsanlagen initiieren. Dafür darf er gesetzliche Förderungen in Anspruch nehmen. Der Versorger muss innerhalb von fünf Jahren nachweisen, dass ein Anteil von 50 Prozent der Strommenge, die er an Neukunden abgesetzt hat, durchselbst initiierte Anlagen erzeugt wurde. Auch nach dieser Frist muss er jährlich neue Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung initiieren, und zwar in Höhe von vier Prozent des Stromverbrauchs der Bestandskunden.

Innovationsfördermodell
Das Innovationsfördermodell wurde 2016 eingeführt, um die technisch sichere Bewältigung der Energiewende zu unterstützen. Mit dem Modell werden innovative Projekte zu ihrer Beschleunigung oder qualitativen Verbesserung finanziert. Anbieter verpflichten sich, für jede abgesetzte Kilowattstunde einen Förderbeitrag von 0,2 bis 0,5 Cent in einen unternehmensinternen Innovationsfonds einzuzahlen. Das Geld fließt in innovative Technologien und Geschäftsmodelle, wobei Projekte außerhalb der Stromerzeugung im Mittelpunkt stehen. Sie sollen mit der Förderung zur Marktreife gebracht und umgesetzt werden können. Ein Beispiel sind Bildungsmaßnahmen, mit denen Bürger oder Unternehmen befähigt werden, sich selbst aktiv für die Energiewende einsetzen zu können.

Verbreitung des ok-power Labels

Stand April 2016 boten 91 Anbieter mehr als 150 mit dem ok power-Label zertifizierte Produkte an, die meisten davon nach dem Händlermodell.

Beurteilung des ok power Labels

Die Zielsetzung des ok-power Labels, Tarife mit einem „zusätzlichen Umweltnutzen“ positiv hervorzuheben, ist lobenswert. Die Zertifizierung ist stark auf die Weiterentwicklung des Marktes erneuerbarer Energien gerichtet und gibt dem Verbraucher eine weitgehende Sicherheit, einen sinnvollen Ökostrom-Tarif gewählt zu haben. Das Label ist Verbrauchern als Entscheidungsgrundlage zu empfehlen.

Kritik muss das Label hauptsächlich einstecken, weil es unter anderem Herkunftsnachweise als Verifikation der Herkunft des Stroms nutzt. Diese Zertifikate sind umstritten, da sie getrennt von tatsächlich erzeugtem Strom gehandelt werden. Verkürzt ausgedrückt ist es Anbietern dadurch theoretisch möglich, Ökostrom-Kunden Atomstrom zu liefern, diesen aber mit angekauften Zertifikaten grün zu färben. Die Aussteller des ok-power Labels sehen in den Zertifikaten „zuverlässige Herkunftsnachweise“, stellen aber gleichzeitig klar, dass eine Überprüfung von Tarifen hinsichtlich ihrer ökologischen Qualität weiterer Kriterien bedarf.

Ein sehr guter Kompromiss für Verbraucher und Umwelt sind ok-power-zertifizierte Tarife, die von keinem der großen Energiekonzerne stammen.

Zusammenfassung wichtiger Fakten zum ok-power Label


Faktoren

ok-power Label
Aussteller EnergieVision e.V
Wer steht dahinter? Freiburger Öko-Institut, Hamburg Institut Research GmbH
Geforderter Anteil
an Strom aus
regenerativen Quellen
# Händlermodell: 100 %
# Innovationsfördermodell: keine Angabe
# Initiierungsmodell: 50 %
Verpflichtende Förderung
des Ausbaus
regenerativer Energien?
Händlermodell: Nein
Innovationsfördermodell: Ja
Initiierungsmodell: Ja
Kritikpunkte # Handel mit Herkunftsnachweisen zulässig
Urteil Empfehlenswert

Weiterführende Informationen

Homepage des ok-power-LabelsAktuellste Zertifizierungskriterien und weitere InformationenÜbersicht aller zertifizierten Anbieter und ProdukteÖkostrom Tarifrechner

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