Fenster und Türen richtig isolieren

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Heizkosten sparen: Fenster und Türen richtig isolieren

Immer noch sind einfach verglaste Fenster in Deutschland in der Überzahl: 340 von 560 Millionen Fenstern sind nicht doppelt verglast. Ein ungeheurer Energieverlust beim Heizen ist die Folge. Vor allem während des Winters ist daher eine gute Dämmung unerlässlich. Bis zu 30 Prozent Sparpotential steckt in einer guten Isolierung.

Fenster abdichten © riopatuca images, fotolia.com
Fenster abdichten © riopatuca images, fotolia.com

Bevor man einen Termin mit einem Energieberater macht, können Mieter oder Hauseigentümer ganz einfach selbst testen, ob es bei ihnen zieht. Eine Möglichkeit ist, ein brennendes Teelicht an Türen und Fenster entlang zu führen. Alternativ kann man an Fenstern auch ein Blatt Papier zwischen Flügel und Rahmen klemmen. Dann schließt man das Fenster. Kann man das Blatt mühelos herausziehen, ist die undichte Stelle gefunden.

Zugluft unter der Tür

Auch wenn es unter der Tür durchzieht, geht wertvolle Energie verloren, ganz abgesehen vom Wohnkomfort, der darunter leidet. Wer Glattböden im Haus oder in der Wohnung hat, sollte Türen mit einer Bürstendichtung versehen. Sie wird ganz einfach am Türblatt angebracht. Darüber hinaus gibt es Bodendichtungen mit Druckfedern oder Magneten.

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Isolier-Tipps für Heimwerker

Einfache Isolierarbeiten sind auch für den Laien kein Problem. Für kleine bis mittelgroße Fugen verwendet man besten ein einfaches Schaumdichtungsband. Bei größeren Fugen sind Gummidichtungen empfehlenswert, vor allem solche mit Profil. Diese sind zwar teurer, haben dafür aber eine längere Lebensdauer.

Bevor es ans Verkleben geht, sollte der Rahmen gut gereinigt werden, am besten mit Spiritus. Es dürfen keine Fett- oder Schmutzrückstände am Rahmen sein. Beim Anbringen der Dichtungen sollten in den Ecken keine Ritzen entstehen. Bleiben diese Maßnahmen wirkungslos, sollte man einen Tischler kommen lassen. Denn dann muss das Fenster nachgearbeitet werden, und diese arbeit sollte man besser dem Fachmann überlassen.

Gute Fenster: Hieran sollte man nicht sparen

Manchmal reicht es schon, die Scheiben durch einen Handwerker erneuern zu lassen. Vor allem dann, wenn der Rahmen die nötige Dicke hat, Wärme dämmendes Glas, aufzunehmen. Die beste Lösung ist aber immer noch, alte Fenster gegen neue auszutauschen. Hausbauer haben den entscheidenden Vorteil, dass sie schon beim Bau die Weichen zum Heizkosten sparen stellen können. Generell sollte man nicht an hochwertigen Fenstern sparen, denn gerade Türen und Fenster sind die Stellen am Haus, durch die die meiste Wärme entweicht.

Fenstereinbau © Kadmy, fotolia.com
Fenstereinbau © Kadmy, fotolia.com

Bei neuen Fenstern sollte die Wahl auf Modelle fallen, die der neuesten Technik entsprechen und mindestens doppelt verglast sind. Idealerweise haben sie metallisch beschichtete Scheiben und der Zwischenraum ist mit Edelgas gefüllt. Wer ein solches Energiesparfenster einbaut, erreicht eine drei Mal höhere Isolierung als mit normalen Einfach- und Doppelglasscheiben.

Energieeffiziente Fenster wählen © fotomek, fotolia.com
Energieeffiziente Fenster wählen © fotomek, fotolia.com

Entscheidend ist der so genannte Wärmedurchgangskoeffizient, genannt U-Wert oder Ug-Wert. Je geringer dieser Wert, desto geringer auch der Energieverlust durch Wände, Dach oder Fenster. Der Gesetzgeber hat für Wärmeschutzverglasung einen Wert bis 1,3 festgelegt.

Der richtige Fensterrahmen macht’

Die Verglasung hat zweifelsohne die größte Bedeutung, wenn es um die richtige Isolierung von Fenstern geht, aber auch der Rahmen ist relevant. Als besonders energieeffizient haben sich solche mit Mehrkammerprofilen erwiesen oder die auf andere Weise speziell gedämmt sind. War es bei den Scheiben der Ug-Wert, so kommt bei Rahmen noch der Uf-Wert ins Spiel. Liegen beide Werte weit auseinander, ist dies aus Energiesparer-Sicht eher ungünstig. Je kleiner die Abweichung, desto besser.

Komplizierter wird es, wenn ein Fenster in sich unterteilt ist, da dann jede Unterteilung wie ein eigener Rahmen ist. Das erschwert den Vergleich. In solchen Fällen orientiert man sich am besten am Uw-Wert, der über die Werte des gesamten Fensters Auskunft gibt.

Keine Fehler beim Einbau

Ist die Wahl für die richtigen Fenster und Türen einmal getroffen, kommt es im nächsten Schritt auf den korrekten Einbau an. Fenster und Türen müssen seit 2009 per Gesetz luftdicht eingebaut werden. Lediglich Bauschaum einzufüllen, genügt nicht, da er nicht dehnbar und bei veränderten Temperaturen nicht flexibel genug ist. Verwendet werden muss Dichtstoff, der auch auf Dauer dehnbar bleibt. Beim Kauf von geeigneten Dichtungsstoffen sollte man sich an Material halten, das zertifiziert und mit einem Prüfsiegel versehen ist.

Bei einer fehlerhaften Montage können Räume im schlimmsten Fall feucht werden, vor allem an den Anschlussfugen zwischen Wand und den Tür- und Fensterrahmen. Gerade hier sollte die Fuge so schmal wie möglich sein, um möglichst wenig Spielraum für Schimmelbildung zu lassen.

Das richtige Timing

Am besten werden Fenster und Türen dann ausgetauscht, wenn auch eine Fassadensanierung ansteht. Wenn der zeitliche Abstand hier nämlich zu groß ist, kann es problematisch werden. Vor allem dann, wenn man zunächst die Fenster austauscht und erst deutlich später die Fassade neu dämmt.

Die Oberfläche der Fenster hat nämlich eine höhere Temperatur als die Außenwand. Da Fugen nach dem Fenstereinbau in der Regel gut abgedichtet sind, gibt es keinen Austausch mehr zwischen trockener Außenluft und feuchter Raumluft. Dadurch können die Wände feucht werden – ein idealer Nährboden für Schimmel.

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