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Heizkosten sparen mit Kaminöfen

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Spartipp „Kaminofen“ – so kann man Heizkosten sparen

Ein Kaminfeuer ist romantisch und urgemütlich. Für viele Verbraucher zählt allerdings neben der Romantik vor allem ein Aspekt: die Heizkostenersparnis – der Ofen soll die Zentralheizung entlasten, gerade in der Übergangszeit. Es gilt jedoch ein paar Dinge zu beachten, die Freunde einer „Einzelraumfeuerungsanlage“, wie ein Kaminofen offiziell heißt, beherzigen sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Kaminofen entlastet die Zentralheizung vor allem in der Übergangszeit – wie viel er spart, hängt von Holzpreis und Nutzung ab.
  • Für Altöfen vor dem 22. März 2010 sind die Fristen des § 26 abgelaufen; Weiterbetrieb nur mit Nachweis – prüfen Sie Typenschild und Herstellerbescheinigung.
  • Nur trockenes, naturbelassenes Holz mit unter 25 Prozent Feuchte verheizen – feuchtes Holz heizt schlechter und erhöht die Emissionen deutlich.
Kaminofen © Digitalstock, stock.adobe.com
Kaminofen © Digitalstock, stock.adobe.com

Heizen mit einem Kaminofen – das muss man beachten

Die Erste Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (1. BImSchV) regelt die Emissionen von Kamin- und Kachelöfen. Sie schreibt zum Beispiel vor, welche Brennstoffe beim Heizen mit Kaminöfen verwendet werden dürfen, damit Menschen, Tiere, Pflanzen und Güter vor schädlichen Emissionen bewahrt werden. So darf Holz nur mit einem Feuchtegehalt von unter 25 Prozent, bezogen auf das Trocken- oder Darrgewicht, verheizt werden. Darüber hinaus muss das Holz naturbelassen sein. Man darf also weder behandeltes noch beschichtetes Holz verheizen.

Um eine möglichst hohe Temperatur innerhalb möglichst kurzer Zeit zu erreichen, verwendet man am besten schmal gespaltenes Holz sowie Holzanzünder. Wer zu dicke Holzscheite nimmt, riskiert höhere Schadstoffemissionen. Neben der richtigen Holzdicke ist es beim Anheizen außerdem wichtig, für genügend Luftzufuhr zu sorgen.

Kaminofen: Gemütlich, aber nicht automatisch umweltfreundlich
Kaminofen: Gemütlich, aber nicht automatisch umweltfreundlich

Auch sollte man den Ofen nicht überladen, da sonst zu viele Gase entstehen können. Auch das verursacht Schadstoffe, da die Gase nicht komplett verbrennen. Öfter Holz nachzulegen ist daher unter Umweltgesichtspunkten ratsamer. An der Farbe und Konsistenz der Asche erkennt man, ob das Holz sauber verbrannt wurde. Die Asche sollte weiß und ganz fein sein. Schlecht ist dagegen, wenn noch Reste von unverbranntem Holz zu sehen sind. Auch starkes Rußen sowie dunkler Holzrauch sind ein eher negatives Zeichen.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte der Schornstein regelmäßig vom Schornsteinfeger gekehrt und die Feuerstätte überprüft werden – wie oft, richtet sich nach der Kehr- und Überprüfungsordnung und danach, wie intensiv der Ofen genutzt wird.

Wichtig für ältere, gebrauchte oder geerbte Öfen: Die letzte Übergangsfrist des § 26 der 1. BImSchV endete am 31. Dezember 2024. Für vor dem 22. März 2010 errichtete und in Betrieb genommene Anlagen gelten nicht pauschal die Stufe-2-Werte: Sie dürfen weiterbetrieben werden, wenn sie höchstens 0,15 Gramm Staub und 4 Gramm Kohlenmonoxid je Kubikmeter Abgas einhalten. Der Nachweis erfolgt durch Herstellerbescheinigung oder Messung; andernfalls ist eine Nachrüstung, Stilllegung oder ein Ersatz nötig. Ausnahmen gelten unter anderem für historische Öfen und Anlagen als einzige Heizquelle einer Wohneinheit.

Übergangsfristen der 1. BImSchV: alle abgelaufen

  1. 31. Dezember 2014
    Frist für Altöfen mit Typenschild bis einschließlich 31. Dezember 1974 oder ohne feststellbares Datum abgelaufen.
  2. 31. Dezember 2017
    Frist für Altöfen mit Typenschild vom 1. Januar 1975 bis 31. Dezember 1984 abgelaufen.
  3. 31. Dezember 2020
    Frist für Altöfen mit Typenschild vom 1. Januar 1985 bis 31. Dezember 1994 abgelaufen.
  4. 31. Dezember 2024
    Letzte Frist für Altöfen mit Typenschild vom 1. Januar 1995 bis 21. März 2010 abgelaufen.
  5. Seit 1. Januar 2025
    Betroffene Altöfen dürfen nur bei Nachweis der Grenzwerte des § 26 weiterbetrieben werden; Ausnahmen gelten unter anderem für historische Öfen und einzige Heizquellen.
1. BImSchV § 26; co2online · Stand Juli 2026

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Das ist bereits beim Kaminofen Kauf entscheidend

Beim Kauf ist die CE-Kennzeichnung ein formaler EU-Konformitätsnachweis, sie ersetzt aber nicht den Nachweis nach der 1. BImSchV. Für neue Kaminöfen muss eine Typprüfung des Herstellers die Anforderungen der Anlage 4 belegen; für Raumheizer nennt diese DIN EN 13240. Lassen Sie sich außerdem die Herstellerbescheinigung zur Einhaltung der Anforderungen geben und legen Sie sie dem Schornsteinfeger vor.

Moderner Kaminofen © Wilm Ihlenfeld, stock.adobe.com
Moderner Kaminofen © Wilm Ihlenfeld, stock.adobe.com

Kann man Kaminöfen überall nachträglich einbauen?

Ein nachträglicher Einbau ist möglich, wenn Aufstellraum, Verbrennungsluft, Abgasführung und Brandschutz die Vorgaben Ihres Bundeslands sowie die Herstellerangaben erfüllen. In Mietwohnungen brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters. Fehlt ein Schornstein, kann ein außen geführter, geeigneter Schornstein eine Lösung sein. Planung und Ausführung sollten Sie vor dem Kauf mit dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger und, falls erforderlich, mit der Bauaufsicht klären.

Kaminofen: Die Voraussetzungen müssen stimmen
Kaminofen: Die Voraussetzungen müssen stimmen

In besonders luftdichten Gebäuden oder bei einer zentralen Lüftungsanlage muss die Verbrennungsluftversorgung und der gemeinsame Betrieb sicher geplant werden. Ein raumluftunabhängiger Ofen mit Außenluftzufuhr kann dafür geeignet sein. Bei raumluftabhängigen Öfen sind je nach Landesrecht und Anlagenkombination geeignete Sicherheitseinrichtungen oder ein anderer Sicherheitsnachweis nötig. Klären Sie die konkrete Ausführung vor dem Kauf mit dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger.

Außerdem muss man beim Einbau des Kaminöfens Brandschutzaspekte berücksichtigen. Dazu gehört, die Abstände zu brennbaren Stoffen nach Herstellerangaben einzuhalten. Bei brennbaren Fußböden ist der Bereich vor der Feuerungsöffnung nach Herstellerangaben und Landesrecht durch einen nicht brennbaren Belag zu schützen; geeignet können etwa Glas, Metall, Stein oder Fliesen sein.

Da es beim Einbau von Kaminen diverse Stolperfallen gibt, in die man als Laie tappen kann, sollte man vorab mit dem zuständigen Schornsteinfeger sprechen, bevor man zur Tat schreitet. Er kann mögliche Montagefehler bereits im Vorfeld abwenden. Er ist es auch, der am Schluss die Anlage abnimmt, bevor man sie in Betrieb nehmen darf.

Mit guter Beratung ist der Kaminofen ein Gewinn
Mit guter Beratung ist der Kaminofen ein Gewinn

Wie umweltfreundlich sind Kaminöfen?

Holz ist nicht pauschal klimaneutral: Beim Verbrennen entstehen neben CO2 auch Methan, Lachgas und Ruß. Die Klimabilanz hängt zudem von Waldentwicklung, Holzherkunft, Transport und Verarbeitung ab. Das Umweltbundesamt rät deshalb davon ab, Holz als reguläre Wärmeversorgung zu nutzen, wenn brennstofffreie erneuerbare Alternativen verfügbar sind. Unabhängig davon setzt Holzfeuer Feinstaub frei; trockenes, unbehandeltes Holz und eine passende, richtig betriebene Feuerstätte verringern die Emissionen.

Neben Feuchtigkeitsgrad und Dicke des Holzes hat auch die Größe des Ofens Einfluss auf die Freisetzung von Emissionen. Daher sollte man sich vor dem Kauf zunächst darüber klar werden, ob man nur einen einzelnen Raum oder das ganze Haus auf diese Weise heizen will und danach die Größe und Art der Anlage ausrichten.

Kaminofen als Spartipp: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Entlastet die Zentralheizung – vor allem in der Übergangszeit lässt sich Gas oder Öl einsparen
  • Macht unabhängiger von Gas- und Ölpreisen; Brennholz lässt sich gut bevorraten
  • Moderne Stufe-2-Öfen verbrennen deutlich sauberer und effizienter als Altgeräte

Nachteile

  • Anschaffung, gegebenenfalls Schornstein-Nachrüstung und Abnahme kosten zunächst Geld
  • Die Ersparnis steht und fällt mit dem Brennholzpreis und der richtigen Bedienung
  • Feinstaub-Emissionen sowie laufende Pflege: Asche entsorgen, Scheibe reinigen, Kehrtermine
Eigene Zusammenstellung kwh-preis.de · Stand Juli 2026

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