Heizung entlüften

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Heizungen regelmäßig entlüften und Heizkosten sparen

Fängt die Heizung an zu gluckern oder wird sie nicht mehr richtig heiß, dann wird es höchste Zeit, sie zu entlüften. Wer regelmäßig überschüssige Luft aus den Heizkörpern lässt – am besten einmal jährlich, bevor die Heizperiode beginnt – kann seinen Heizkosten leicht um bis zu 15 Prozent senken. Denn nur wenn die Heizungsanlage energieeffizient arbeitet, können auch Heizkosten reduziert werden.

Heizung entlüften © Andre Reichhardt, fotolia.com
Heizung entlüften © Andre Reichhardt, fotolia.com

Wie genau entsteht dieses Gluckern?

In Heizungen und Heizungsrohren sammelt sich des Öfteren Luft an. Das heiße Wasser in den Heizkörpern, das eigentlich dazu dient, in Wohnräumen angenehme Wärme zu verbreiten, wird also immer weniger. Das wiederum führt dazu, dass die Heizkörper länger brauchen, um warm zu werden. Das Wasser zirkuliert nicht mehr richtig. Die Heizkraft ist infolgedessen reduziert. In Folge dessen steigen die Heizungskosten. Durch regelmäßiges Entlüften der Heizung kann man Heizkosten sparen.

Was braucht man fürs Heizung Entlüften?

Um die Heizung zu entlüften, muss man keinen Handwerker bestellen. Es geht ganz einfach – vorausgesetzt, man besitzt den dafür nötigen Heizkörperschlüssel in Vierkant-Form. Wer keinen dieser Entlüftungsschlüssel im Haus hat, kann ihn in jedem Baumarkt kaufen. Zur Not kann man sich auch mit einer Rohrzange behelfen.

Wer die Heizkörper zum ersten Mal entlüftet, sollte auf Folgendes achten: Das Wasser in Heizkörpern kann sehr heiß sein. Da die Entlüftungsventile so lange geöffnet sein müssen, bis Wasser aus der Heizung austritt, muss man aufpassen, sich in diesem Moment nicht zu verbrühen. In jedem Fall sollte ein Behälter zum Auffangen des Wassers oder ein Handtuch bereitstehen.

Und noch ein Tipp: In Einfamilienhäusern beginnt man mit dem Heizung Entlüften am besten auf den unteren Stockwerken und arbeitet sich dann etagenweise nach oben vor. Die Luft in einer Heizungsanlage steigt nämlich immer nach oben.

Wie entlüftet man die Heizung richtig?

Die Heizungsentlüftung muss während des Heizbetriebs vorgenommen werden. Das heißt, als erstes müssen die Thermostatventile geöffnet und die Heizung voll aufgedreht werden. Das liegt daran, dass sich Wasser und Luft ausdehnen, sobald sie warm werden. Versucht man also einen kalten Heizkörper zu entlüften, kann es passieren, dass zu viel Luft im Heizkörper bleibt.

Jeder Heizkörper verfügt über ein Entlüftungsventil. Dieses findet man meist oben rechts oder oben links am Heizkörper. Auf dieses Ventil wird der Entlüftungsschlüssel aufgesetzt und entgegen des Uhrzeigersinns gedreht. Hierbei sollte man langsam und mit Bedacht vorgehen, da in den Heizkörpern Druck herrscht. Nach einer Weile kann man ein Zischen hören. Das ist das Zeichen, dass die Luft aus dem Heizkörper entweicht.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt tritt auch Wasser aus dem Ventil aus. Deshalb sollte man einen Behälter bereithalten, der das Wasser auffängt. Sobald gleichmäßig nur noch Heizungswasser austritt, ist alle Luft aus dem Heizkörper abgelassen. Dann muss das Ventil mit dem Heizkörperschlüssel im Uhrzeigersinn wieder verschlossen werden.
Schließlich muss noch überprüft werden, ob der Anlagendruck in Ordnung ist, da er sich durch den Entlüftungsvorgang verändert haben kann.

Übrigens: Sollte nach dem Öffnen des Ventils sofort Wasser austreten statt Luft, kann dies an einem verkalkten Ventil liegen, das dann repariert werden muss.

Automatisches Entlüften der Heizung

Die meisten Heizungen werden manuell mit dem erwähnten Heizkörperschlüssel entlüftet. Seit neuestem gibt es aber auch Ventile, die selbstentlüftend sind. Sie lassen selbstständig und fortwährend überschüssige Luft aus den Heizkörpern ab.

Um herkömmliche gegen automatische Ventile auszutauschen, sollte man wie folgt vorgehen. Zunächst schaltet man die Heizkörper ab, das heißt, die Sperrventile müssen zugedreht sein. Danach muss das Wasser über die Ablass-Schraube abgelassen werden, bis es ungefähr auf Höhe der Entlüftungsventile ist. Auch hierbei sollte man langsam vorgehen.

Im Anschluss daran können die alten Ventile heraus- und die neuen Ventile aufgeschraubt werden. Abschließend werden die Sperrventile wieder geöffnet. Wer weiterhin manuell seine Heizung entlüften möchte, kann dies übrigens auch mit automatischen Ventilen weiterhin tun.

Die Kosten für die Umrüstung auf automatische Heizkörperentlüfter sind recht überschaubar. Sie liegen bei einem Ein-Familien-Haus bei rund 50 Euro, vorausgesetzt, man spart den Fachmann und wechselt die Ventile selbst aus.

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