Backofensymbole kennen und richtig verwenden

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Hähnchen grillen, Gemüse backen, Ofenpommes zubereiten – der Backofen ist in der Küche ein unverzichtbares Utensil. Neben Kühlschrank, Spülmaschine und Gefrierschrank verbraucht er aber auch eine Menge Energie. Bei 200 Grad benötigt das Gerät bis zu 2.000 Watt pro Stunde. 10 Prozent Ihrer gesamten Stromkosten entfallen allein auf Backen und Kochen. Wenn Sie bei der Nutzung Ihres Backofens allerdings stromsparend vorgehen, erhalten Sie leckere Gerichte zu einem günstigen Energiepreis.

Backofensymbole: Dafür stehen sie

Grundvoraussetzung für stromsparendes Backen ist die richtige Nutzung des Backofens. Daher ist es wichtig, dass Sie die Symbole auf Ihrem Backofen kennen, um die passende und vor allem stromsparendste Funktion auszuwählen. Im Folgenden schlüsseln wir die genaue Bedeutung der Haupteinstellungen am Backofen auf.

Speise im Backofen prüfen ohne Tür zu öffnen © simone_n , stock.adobe.com
Speise im Backofen prüfen ohne Tür zu öffnen © simone_n , stock.adobe.com

Backofensymbole Unter- und Oberhitze

Ein Quadrat mit einem waagerechten Strich, der parallel zur unteren Kante verläuft, steht für die Funktion Unterhitze. Bei dieser Einstellung kommt die Hitze nur von unten, womit der Boden viel und der Belag weniger Hitze abbekommt. Zur Zubereitung von Blech- und Flammkuchen sowie Pasteten im Wasserbad eignet sich für diese Funktion besonders gut.

Das Backofensymbol Oberhitze sieht genau spiegelverkehrt aus. Der Strich im oberen Bereich steht für den Heizstrahler an der Decke des Backofens. Alles, was Sie von oben überbacken wollen, bekommt dank dieser Einstellung eine knusprige Kruste. Beim Zubereiten von Braten und Pizzas ist es sinnvoll, auf die Kombination von Ober- und Unterhitze zu setzen.

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Backofensymbol Umluft

Das Umluftsymbol ähnelt dem Zeichen für Ober- und Unterhitze. In der Mitte befindet sich jedoch ein Ventilator, der bei dieser Einstellung für die gleichmäßige Verteilung der Hitze, die der Backofen oben und unten ausstrahlt, sorgt. Da die Wärme in alle Bereiche des Backofens gelangt, ist es kein Problem, mehrere Backbleche gleichzeitig in den Ofen zu schieben. Insgesamt handelt es sich bei Umluft um eine energiesparende Funktion, da ein langes Vorheizen nicht nötig ist und Sie die Temperatur etwa 20 Grad geringer einstellen können als beim Backen mit Ober- und Unterhitze. Einziger Nachteil ist, dass die Speisen bei Umluft schneller austrocknen können.

Zum Vergleich: Es kostet 22 Cent, um eine Tiefkühlpizza mit Ober- und Unterhitze und Vorheizen zuzubereiten. Wer auf Umluft setzt, zahlt mit Vorheizen 18 und ohne Vorheizen sogar nur 17 Cent. Das entspricht einer Ersparnis von 23 Prozent.

Für Tiefkühlgerichte, wie Pizzen, Flammkuchen und Pommes empfiehlt sich die Kombination aus Umluft und Unterhitze. Das Symbol wird sogar als die Pizzafunktion bezeichnet, da der Teig mit dieser Funktion wunderbar kross wird.

Backofensymbol Heißluft

Neben der Umlufteinstellung gibt es eine ähnliche Funktion, die Speisen im Backofen noch effektiver zubereitet. Das Heißluftsymbol besteht auch aus einem Ventilator, aber um diesen ist noch ein Kreis gezogen. Die beiden Striche für Ober- und Unterhitze entfallen. Die Hitze strömt nämlich nicht aus den Heizstrahlern, die sich oben und unten befinden, wie es bei der Umluftfunktion der Fall ist. Heiße Luft wird hier vielmehr über ein Heizelement am Ventilator dem Backofen zugeführt. Das Aufheizen geht so noch schneller und auf das Vorheizen kann sogar ganz verzichtet werden.

Backofenfunktion Grill

Zu den Haupteinstellungen gehört bei vielen Backöfen auch die Grillfunktion. Diese erkennen Sie an der gezackten Linie. Wenn Sie den Grill einschalten, heizt die Oberseite des Backofens extrem auf, was den Speisen ein knuspriges Finish und ein angenehmes Röstaroma verleiht. Allerdings hat die hohe Hitze auch ihren Preis. Das extreme Aufheizen verursacht mehr Stromkosten, weshalb es sinnvoll ist, den Grill wirklich gezielt und auch nur am Ende der Garzeit einzuschalten.

Weniger Stromverbrauch dank cleverer Backofennutzung © gina_sanders , stock.adobe.com
Weniger Stromverbrauch dank cleverer Backofennutzung © gina_sanders , stock.adobe.com

Backofen-Extras, auf die wir raten zu verzichten

Es gibt auch einige Funktionen, von denen wir aus Energiespargründen abraten. Diese Extras sind zwar praktisch und erleichtern den Umgang mit Ihrem Backofen, kosten aber eine Menge Energie, was Sie bei den Strompreisen, die tendenziell immer weiter steigen, vermeiden sollten.

Hohe Stromkosten können zum Problem werden © die-exklusiven , stock.adobe.com
Hohe Stromkosten können zum Problem werden © die-exklusiven , stock.adobe.com

Manche Backöfen sind mit einer Selbstreinigungsfunktion, der sogenannten Pyrolyse ausgestattet. Das Symbol besteht aus mehreren kleinen Kreisen. Wenn Sie diese Einstellung wählen, heizt sich der Backofen so stark auf, dass alle Rückstände zu Asche verbrennen. Einmal mit dem feuchten Lappen ausgewischt, ist der Backofen wieder schön sauber. Aber dieses Reinigungstool hat seinen Preis. Eine einzelne Pyrolyse kostet ca. 1,30 Euro. Aber zugegeben: Eine Pyrolyse ist praktisch und erspart das mühsame Backofenreinigen. Wer sparen will, sollte Sie nur von Zeit zu Zeit nutzen.

Ein weiteres Symbol sieht aus wie drei wolkenähnliche Wellen. Diese stehen für die Funktion „Dampfgaren“. Essen bei 100 Grad zuzubereiten, wie das bei Dampfgaren üblich ist, liefert zwar gesunde Speisen, da wichtige Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Auf der anderen Seite kostet diese Funktion aber eine Menge Strom. Wenn Sie Ihr Essen gern durch schonendes Dampfgaren zubereiten, ist es besser auf einen Dampfgartopf zu setzen als diese energiefressende Einstellung am Backofen zu nutzen.

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Mit welcher Funktion lässt es sich am energieeffizientesten backen?

Am sparsamsten nutzen Sie Ihren Backofen, wenn Sie auf Umluft oder Heißluft setzen. Die Hitze wird dann gleichmäßig verteilt und das Vorheizen verkürzt sich bzw. entfällt ganz. Nur wenn Sie Speisen backen, die besonders saftig werden sollen, können Sie auf Unter- und Oberhitze bzw. nur Unterhitze zurückgreifen. Die Grillfunktion sollten Sie selten und kurz verwenden, da diese auch viel Extraenergie braucht.

Weitere Tipps zum Stromsparen beim Backen

Bei vielen Gerichten ist kein Vorheizen nötig. Nur bei Speisen, wie Brot und Blätterteig, die von Anfang an viel Hitze brauchen, ist dies zu empfehlen. Ansonsten ist es besser, aufs Vorheizen zu verzichten. So reduzieren Sie die Stromkosten für Ihren Backofen immerhin um 20 Prozent.

Brot backen © simone_n , stock.adobe.com
Brot backen © simone_n , stock.adobe.com

Nicht nur vor dem Backen, auch danach können Sie sparen. Wenn Sie den Backofen vor dem Ende der Garzeit ausschalten, nutzen Sie die Restwärme, was über das Jahr ebenfalls zu merklichen Energieeinsparungen führt.

Um nachzusehen, wie weit das Essen ist, sollten Sie nur das Licht einschalten und durch das Glas schauen. Wenn Sie den Backofen öffnen, entweicht Wärme. Der Backofen muss nachheizen, um wieder auf die eingestellte Temperatur zu kommen. Das wiederum kostet unnötig Energie.

Stromzähler © Gina Sanders, fotolia.com
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