Das sind die zehn größten Stromverbraucher im Haushalt
Um Strom sparen zu können, muss man zunächst die Geräte finden, bei denen der meiste Strom verbraucht wird. Wir haben die zehn größten Stromfresser im Haushalt für Sie in einer Rangliste aufgeführt. Die Beleuchtung steht in unserer Rangliste der größten Stromverbraucher zwar nur auf Position fünf, jedoch kann man gerade bei der Beleuchtung auch ohne größere Investitionen sparen, indem man auf energiesparende Lampen setzt. Langfristig entlastet das sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt. Wir haben uns an einem durchschnittlichen Stromverbrauch in einem kleinen Einfamilienhaus (Drei-Personen-Haushaltes) orientiert.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine alte Heizungspumpe kann viel Strom verbrauchen; ob ein Austausch zuerst lohnt, zeigen Verbrauch, Laufzeit und Kosten.
- Danach folgen Elektroherd, Gefrier- und Kühlgerät, Beleuchtung und Trockner als größte Posten.
- Die Werte sind typische Größenordnungen; moderne, sparsame Geräte und LED-Licht senken sie deutlich.

Eine allgemein gültige Rangliste gibt es nicht: Gerätegröße, Effizienz, Nutzungsdauer, Gebäudetyp und Warmwasserbereitung beeinflussen den Verbrauch erheblich. Prüfen Sie auffällige Geräte deshalb mit einem Strommessgerät oder anhand ihres Jahresverbrauchs auf dem Energielabel.
Platz 1: Alte Heizungspumpen
Eine alte ungeregelte Heizungspumpe kann viel Strom verbrauchen, weil sie oft mit konstanter Leistung läuft. Ob sich ein Austausch lohnt, hängt von Leistungsaufnahme, Laufzeit, Strompreis und Einbaukosten ab; ein Fachbetrieb kann die Pumpe und die Heizungsregelung prüfen.

Der hohe Stromverbrauch kann entstehen, wenn alte ungeregelte Pumpen während der Heizperiode viele Stunden mit nahezu konstanter Leistung laufen – auch wenn wenig Wärme benötigt wird.
Moderne elektronisch geregelte Hocheffizienzpumpen passen ihre Drehzahl an den Bedarf an und können deutlich weniger Strom verbrauchen als alte ungeregelte Modelle. Die tatsächliche Ersparnis berechnet sich aus gemessenem Verbrauch, Laufzeit, Strompreis und den Kosten für Einbau sowie Heizungsoptimierung.

Der geringere Stromverbrauch kommt daher, dass neue Pumpen den Heizungsbedarf erkennen. Bei geringem Bedarf drosseln sie die Leistung selbsttätig auf eine niedrigere Stufe, was eine große Energieersparnis bedeutet. Im Sommer kann die Umwälzung ganz abgeschaltet sein, sofern die Anlagenregelung das vorsieht.
Alte gegen neue Heizungspumpe: der Spar-Effekt
Der größte Einzelposten steht oft im Keller – ob sich der Wechsel auf eine Hocheffizienzpumpe rechnet, hängt von Leistungsaufnahme, Laufzeit, Strompreis und Einbaukosten ab. Kostenangaben mit Strompreisannahme rund 30 Cent je kWh; für Ihre Rechnung: kWh mal persönlicher Strompreis.
| Alte, ungeregelte Pumpe | Moderne Hocheffizienzpumpe | |
|---|---|---|
| Stromverbrauch | rund 520 bis 800 kWh/Jahr | etwa 40 bis 100 kWh/Jahr |
| Stromkosten | rund 156 bis 240 Euro/Jahr | rund 12 bis 30 Euro/Jahr |
| Betrieb | läuft meist mit konstant eingestellter Leistung | regelt nach Bedarf im Sommer kann die Umwälzung abgeschaltet sein (je nach Anlagenregelung) |
Tipp: Strom sparen mit der richtigen Heizungspumpe
Platz 2: Der Elektroherd
Wie viel Strom Herd und Backofen verbrauchen, hängt vor allem von Kochgewohnheiten, Herdart und Backofennutzung ab. Die Kosten berechnen Sie aus dem gemessenen Verbrauch in kWh × Ihrem Strompreis; wie sich der Betrag zusammensetzt, zeigt Ihre Stromrechnung. Mit passender Topfgröße, Deckel und Restwärme lässt sich Energie sparen.

Tipp: Strom sparen beim Kochen und Backen
Platz 3: Das Gefriergerät
Gefriergeräte laufen dauerhaft; ihr Verbrauch hängt vor allem von Nutzinhalt, Bauart, Standort und Modell ab. Vergleichen Sie beim Kauf deshalb auf dem Energielabel den konkreten Jahresverbrauch in kWh und den Nutzinhalt, nicht nur die Klasse A bis G. Ob ein teureres Gerät sich rechnet, ergibt sich erst aus Mehrpreis, Verbrauchsdifferenz und Ihrem Strompreis.

Dennoch entfällt ein großer Teil der jährlichen Stromkosten auf den Gefrierschrank, weil er nie komplett abgeschaltet werden kann. Verbraucher können aber immerhin sparen, indem sie das Gerät nur bei Bedarf und dann auch nur kurz öffnen, es regelmäßig abtauen und es nicht neben Wärmequellen wie Heizungen oder Herd aufstellen.
Tipp: Strom sparen bei Kühl- und Gefriergeräten
Platz 4: Der Kühlschrank

Kühlschränke laufen dauerhaft, doch ihr Verbrauch unterscheidet sich stark nach Bauart, Nutzinhalt, Alter und Standort. Rund 330 kWh pro Jahr sind ein typischer Orientierungswert, alte Geräte liegen häufig darüber; vergleichen Sie beim Neukauf den konkreten Jahresverbrauch in kWh auf dem Energielabel und wählen Sie eine passende Gerätegröße.

Tipp: Strom sparen bei Kühl- und Gefriergeräten
Platz 5: Glühbirnen und Beleuchtung

Der Stromverbrauch für Beleuchtung hängt von Anzahl, Leistung und Brenndauer der Lampen ab. Mit LED-Lampen lässt sich der Verbrauch gegenüber älteren Glüh- oder Halogenlampen deutlich senken; vergleichen Sie beim Kauf Lichtstrom, Leistung und Energieeffizienzklasse.

Gut beraten sind Verbraucher, auf LEDs umzurüsten.
Tipp: Strom sparen bei der Beleuchtung
Platz 6: Der Wäschetrockner
Wäschetrockner können viel Strom verbrauchen, vor allem bei häufiger Nutzung und älterer Technik. Wärmepumpentrockner benötigen deutlich weniger Strom als viele Kondensations- oder Ablufttrockner; am sparsamsten ist das Trocknen auf der Leine, wenn es praktikabel ist.

Auch beim Trockner sollte man ausschließlich auf energieeffiziente Geräte setzen. Außerdem sollte er immer voll beladen sein. Am besten ist es aber, den natürlichen Trockner, nämlich Wind und Sonne, zu nutzen und die Wäsche auf die Leine zu hängen.

Tipp: Strom sparen beim Trocknen
Platz 7: Der Geschirrspüler
Der Verbrauch eines Geschirrspülers hängt von Gerät, Programm und Spülhäufigkeit ab. Das Energielabel zeigt den Stromverbrauch je 100 Eco-Zyklen und den Wasserverbrauch je Eco-Zyklus; starten Sie das Gerät möglichst voll, aber nicht überladen.

Übrigens ist es bei Geschirrspülern gar nicht nur der Strom, auf dessen Verbrauch potenzielle Kunden beim Kauf achten sollten. Vielmehr ist es auch der Wasserverbrauch, der sich von Maschine zu Maschine stark unterscheiden kann. Während der Stromverbrauch bei vielen modernen Maschinen fast gleich ist, variiert der Wasserverbrauch im Eco-Programm zwischen etwa sechs und zwölf Litern pro Spülgang. Deshalb schlägt sich im Energielabel nicht nur der Strom-, sondern auch der Wasserverbrauch eines Geschirrspülers nieder.
Tipp: Strom sparen beim Geschirrspüler
Platz 8: Die Waschmaschine
Der Stromverbrauch einer Waschmaschine hängt von Modell, Beladung, Temperatur und Waschhäufigkeit ab. Nutzen Sie für normal verschmutzte Wäsche möglichst niedrige Temperaturen oder das Eco-40-60-Programm und beladen Sie die Maschine passend; 60 Grad sind vor allem für besondere Hygieneanforderungen oder die Maschinenpflege sinnvoll.


Tipp: Strom sparen beim Waschen
Platz 9: Der Fernseher
Der Stromverbrauch eines Fernsehers hängt vor allem von Bildschirmgröße, Technik, Helligkeit und täglicher Laufzeit ab. Prüfen Sie bei älteren Geräten auch den Standby-Verbrauch und schalten Sie vermeidbare Bereitschaftsverbräuche über eine abschaltbare Steckdosenleiste aus.

Tipp: Strom sparen bei Unterhaltungselektronik
Platz 10: Der WLAN-Router
Ein oft übersehener Dauerläufer komplettiert die Top Ten: der Internet-Router. Er hängt in den meisten Haushalten rund um die Uhr am Stromnetz und kommt bei einer Leistungsaufnahme von 10 bis 20 Watt auf etwa 90 bis 180 Kilowattstunden im Jahr. Sparen lässt sich vor allem über die Router-Einstellungen: nicht benötigte Funktionen wie ungenutzte WLAN-Frequenzbänder abschalten, das Funkmodul per Zeitschaltung nachts pausieren oder – wenn kein Festnetztelefon über den Router läuft – das Gerät über Nacht komplett vom Stromnetz trennen.
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