EU-Label für Haushaltsgeräte

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EU-Label sorgt für mehr Transparenz bei Haushaltsgeräten

Seit 1998 gibt es Hilfestellungen für Verbraucher, die sich ein neues Elektrogerät zulegen wollen. Ob Kühlschränke, Waschmaschinen oder Trockner: Haushaltsgroßgeräte müssen seither mit dem EU-Label versehen sein. Dieses Label kennzeichnet den Energieverbrauch des jeweiligen Gerätes – und das europaweit auf einheitliche Weise. Das bietet dem Verbraucher mehr Transparenz.

Energielabel © berlinstock, fotolia.com
Energielabel © berlinstock, fotolia.com

Worüber informiert das EU-Label?

Das EU-Label gibt nicht nur Aufschluss über den durchschnittlichen Verbrauch eines Gerätes in Bezug auf Wasser und Strom. Es informiert auch darüber, wie leistungsstark das Gerät mit dem verbrauchten Wasser oder Strom arbeitet und ob zum Beispiel ein Netzschalter vorhanden ist, wie etwa an Geräten für Unterhaltungselektronik.

Die Label müssen so am Produkt aufgeklebt sein, dass der Kunde sie sofort erkennen kann, zum Beispiel an der Vorder- oder Rückseite. Die Aufkleber listen alle technischen Daten im Detail auf. Dadurch wird der direkte Vergleich mit anderen Waren der gleichen Produktgruppe für den Verbraucher einfacher.

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Warum wurde das EU-Label überhaupt eingeführt?

Das EU-Label wurde ins Leben gerufen, um den Verkauf von besonders energiesparenden Geräten anzukurbeln. Diese EU-Richtlinie wird in jedem Mitgliedsstaat anders umgesetzt, im Fall von Deutschland durch das Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz, abgekürzt EnVKG und durch die Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV).

Seit Ende 2008 werden auch aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik erfasst und gelabelt. Seit Januar 2011 ist das neue EU-Label auf Waschmaschinen sowie Kühl- und Gefrierschränke Pflicht.

Welche Geräte müssen gekennzeichnet werden?

Es gibt eine Reihe von Geräten, die mit dem Label versehen werden müssen. Das gilt übrigens auch, wenn sie über das Internet oder im Versandhandel erworben werden. Für diese Artikel besteht Label-Pflicht:

  • Waschmaschinen
  • Wäschetrockner
  • Kühlschränke
  • Gefrierschränke
  • Kühl-/Gefrierkombinationen
  • Geschirrspülmaschinen
  • Backöfen
  • Haushaltslampen
  • Klimageräte
  • Fernseher
  • Staubsauger
  • Dunstabzugshauben
  • Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher

Die Energieeffizienzklassen

Es gibt sieben Energieeffizienzklassen, die sich in die Kategorien „A“ bis „G“ aufteilen und dem Kunden eine konkrete Bewertungsskala an die Hand geben. Mit der Klasse „A“ werden Geräte ausgewiesen, die einen niedrigen Wasser- und Stromverbrauch haben, während die Haushaltshilfen der Gruppe „G“ dagegen Stromfresser sind. Gerade diese Geräte können über Jahre gesehen immense Stromkosten verursachen. Sie sollten also lieber im Geschäft stehen bleiben. Die meisten Geräte gehören heute jedoch der Kategorie „A“ oder „B“ an, so dass das Risiko, sich einen Stromschlucker ins Haus zu holen, überschaubar ist.

Um die Orientierung zu erleichtern, unterscheiden sich die einzelnen Gruppen auch farblich voneinander. Die energieeffiziente Kategorie „A“ ist in Grün gehalten, da Geräte ihrer Gruppe für die höchste Umweltverträglichkeit stehen. Die Kategorie „G“ ist dagegen in Rot gekennzeichnet und hat damit einen gewissen Signal-Charakter.

Verbraucher sollten allerdings im Hinterkopf behalten, dass die Energieeffizienzklassen nur einen Anhalt bieten, wie sparsam ein Gerät ist, nicht aber wie viel es tatsächlich an Strom verbraucht. Das hängt schlussendlich damit zusammen, wie häufig ein Gerät benutzt wird.

Was haben die Untergruppen „A+“, „A++“ und „A+++“ zu bedeuten?

Seit 2003 gibt es die zusätzlichen Labels „A+“, „A++“ und „A+++“. Sie wurden entwickelt, um den Energieverbrauch noch genau einstufen zu können. Denn mittlerweile gehören fast alle Produkte der umweltschonendsten Gruppe „A“ an, so dass eine weitere Orientierungshilfe notwendig wurde. Die Kategorien mit dem Plus kennzeichnen Produkte, die noch energiesparender sind als die der herkömmlichen Kategorie „A“.

Bei Waschmaschinen und Geschirrspülern wird die jeweilige Ersparnis in Zwölf-Prozent-Schritten gemessen. Ein Gerät der Gruppe „A+“ verbraucht also zwölf Prozent weniger als eines der Kategorie „A“. Ein „A++“-Produkt benötigt demnach 24 Prozent weniger und ein „A+++“-Gerät sogar 36 Prozent weniger Energie. Wie hoch die Ersparnis ist, ist von Produktgruppe zu Produktgruppe verschieden.

Leider muss der Kunde bei der Anschaffung eines solchen Gerätes auch tiefer in die Tasche greifen als beim Kauf eines weniger energiesparenden Modells. Der Mehrpreis rechnet sich aber schnell. Die Stromkostenersparnis bei einem Gerät der Klasse „A+++“ liegt über acht Jahre gerechnet bei bis zu 400 Euro. Der höhere Einkaufspreis gegenüber einem „A“-Gerät lohnt sich also.

Energieeffizienz © Doc Rabe Media, fotolia.com
Energieeffizienz © Doc Rabe Media, fotolia.com

Alte Energieeffizienzklassen gelten heute nicht mehr

Wer Mitte der 90er Jahre ein Gerät der Energieeffizienzklasse „A“ gekauft hat, lag damals in der günstigsten Kategorie. Heute aber ist diese Eingruppierung nicht mehr wirklich aussagekräftig. Denn die Technik dieser Geräte ist inzwischen so veraltet, dass das Gerät trotz der Klasse „A“ ein Stromfresser geworden ist. Wie viel ein Gerät genau verbraucht, kann man am ehesten mit einem Strommesser herausfinden.

Diese Ökolabel gibt es außerdem

Neben dem EU-Label, das bindend ist, gibt es eine Reihe von freiwilligen Ökolabeln. Dazu gehört der „EnergyStar“, der „Blaue Engel“, „TCO“ sowie die „EU-Blume“ (Ecoblume).

Das hellblaue Label des „EnergyStar“ findet man an Strom sparenden Computern, Kopierern und Monitoren. Auch das „TCO“-Label ist hauptsächlich im Computerbereich zu finden. Es kennzeichnet nicht nur Geräte, die energiesparend arbeiten, sondern darüber hinaus auch wieder verwertbar sind. Die „EU-Blume“ ist an Lampen, Rechnern oder auf Haushaltsgeräten zu finden.

Weitere Informationen

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