Strom sparen beim Kochen und Backen

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Startipps rund ums Kochen und Backen

Ungeachtet, ob man häufig oder eher selten kocht: E-Herde machen einen großen Teil des jährlichen Stromverbrauchs aus. Im Schnitt zahlen Verbraucher jährlich rund 70 Euro an Strom nur für den Herd. Doch mit der richtigen Bedienung lassen sich die Stromkosten für Kochen und Backen leicht reduzieren. Wer einige einfach Regeln befolgt, kann dazu beitragen den Stromverbrauch in der Küche zu senken. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.

Strom sparen in der Küche © alephnull, fotolia.com
Strom sparen in der Küche © alephnull, fotolia.com

Die Topfgröße ist entscheidend

Beim Kochen sollte der Topf genau auf die Kochplatte passen. Zu kleine Töpfe auf zu großen Platten führen dazu, dass man die Küche überflüssigerweise mit Wärme versorgt. Das Essen wird durch die Verwendung einer großen Platte weder schneller warm noch gar. Das Verbraucherportal Verivox hat errechnet, dass jeder Zentimeter, den der Topf kleiner ist als die Platte, 20 bis 30 Prozent mehr Strom verbraucht.

Ist der Topf zu groß für die Kochplatte, dauert der Garungsprozess wesentlich länger. Es wird mehr Energie verbraucht. Den Herd sollte man im Übrigen erst dann einschalten, wenn der Topf auf der Platte steht, nicht vorher.

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Gutes Material macht sich bezahlt

Schnellkochtöpfe sind nicht billig, sparen aber Energie. Bis zu 50 Prozent weniger Strom ist nötig, um Essen zu erwärmen oder zu garen. Besonders geeignet sind sie für Gerichte, die lange kochen müssen. Der Stromverbrauch reduziert sich um rund 30 Prozent.

Alu-Töpfe haben den Vorteil, dass sie sich innerhalb kurzer Zeit erwärmen. Sie sind gut geeignet, um schnell ein Essen zu erhitzen. Gusstöpfe dagegen brauchen hierfür zwar länger, halten die Wärme aber auch besser, wenn sie einmal warm sind. Edelstahltöpfe haben die Eigenschaft, dass sie die Wärme nur sehr schlecht leiten. Dafür zeichnen sie sich durch lange Haltbarkeit aus, da sie sehr robust sind.

Grundsätzlich erkennt man gutes Kochgeschirr daran, dass sich der Boden nach innen wölbt. Durch die Hitze beim Kochen dehnt sich der Boden aus, so dass er flächig auf der Kochplatte steht. Am besten geeignet sind Töpfe mit glatten Böden. Schlechte Töpfe sind daran erkennbar, dass sich ihr Boden bei Erhitzung nicht ausdehnt. Die Folge: Sie „hüpfen“ auf der Kochplatte, da sie keinen guten Kontakt zur Herdplatte haben.

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Deckel beim Kochen geschlossen halten

Beim Garvorgang sollte der Deckel immer auf dem Topf liegen. Zum einen verkürzt sich die Kochzeit bei geschlossenem Topf. Zum anderen spart man viel wertvolle Energie, die bei offenem Topf schlichtweg verpuffen würde. Wer ohne Deckel kocht, verbraucht drei Mal so viel Energie. Ist der Deckel gekippt, ist der Stromverbrauch immerhin noch doppelt so hoch.

Um die Hitze im Topf zu halten und nicht durch häufiges Anheben beim Kochen Energie zu vergeuden, bieten sich außerdem Glasdeckel an. Ähnliches gilt für die Nutzung des Backofens. Häufiges Öffnen und Schließen der Tür entzieht dem Backofen Hitze, die nur mit erhöhtem Energieverbrauch wiederhergestellt werden kann.

Der Deckel muss zum Topf passen

Wer einen Deckel verwendet, der richtig auf dem Topf aufliegt und ihn gut verschließt, kann deutlich Strom sparen. So bleibt die Wärme im Topf und entweicht nicht in die Küche.

Wenig Wasser verwenden

Neben der richtigen Topf- und Deckelgröße ist auch die Menge an Wasser entscheidend, die fürs Kochen von Kartoffeln, Nudeln oder Gemüse verwendet wird. Ist zu viel Wasser im Topf, benötigt der Herd viel mehr Zeit, es zum Kochen zu bringen. Die Garzeit wird verlängert und unnötig Strom verbraucht. Oft muss Wasser aber gar nicht erst zum Kochen gebracht werden. Bei Nudeln reicht es völlig aus, sie bereits im Wasser zu erwärmen und dann nur noch fünf statt der bisherigen zehn Minuten kochen zu lassen.

Nachwärme ausnutzen

Wer Backofen und Herd früher abschaltet und die Restwärme nutzt, kann viel Geld sparen. Liegt die Backzeit über 40 Minuten, so kann man den Ofen rund zehn Minuten vor dem Ende abstellen. Die Nachwärme reicht in der Regel aus, um das Essen oder Backwerk fertig zu garen. Auch das Vorheizen sollte man sich sparen, da es nur unnötig Energie verbraucht.

Wer einen Backofen mit Umluft hat, sollte diese Funktion auch nutzen. Umluft kommt mit 20 bis 30 Grad niedrigeren Temperaturen aus als Backen mit Ober- und Unterhitze. Bis zu 40 Prozent weniger Stromkosten fallen auf diese Weise an.

Hierfür lohnt es sich nicht, den Herd anzuschalten

Wer kleine Mengen an Essen zubereiten oder erwärmen möchte, ist mit einer Mikrowelle besser beraten. Für Portionen von rund 250 bis 500 Gramm ist sie ideal, da sie weniger Strom verbraucht als ein E-Herd. Zum Erhitzen von Wasser ist ein Wasserkocher empfehlenswert. Durch den integrierten Heizstab ist das Wasser wesentlich schneller heiß.

Spartipp Gasherd

Wem die steigenden Strompreise die Lust auf E-Herde vollends genommen haben, für den könnte der Wechsel auf einen Gasherd die richtige Wahl sein. Dieser kostet zwar mehr in der Anschaffung. Langfristig rechnet sich die Investition aber, da die Energie effizienter genutzt wird und Gas zudem preiswerter ist

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