Strom sparen bei der Beleuchtung
Während in der Vergangenheit die Energiekosten in den meisten Haushalten unter ferner liefen verbucht wurden, haben sich die Verhältnisse in Zeiten der Energiewende grundlegend geändert. Strompreise setzen sich aus Beschaffung, Netzentgelten sowie Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen. Die Aufwendungen für Strom sind in den letzten Jahren teils signifikant gestiegen und stellen für viele Endverbraucher einen echten Kostenfaktor dar. Dabei handelt es sich nicht nur um den Herd oder den Kühlschrank, auch die Beleuchtung verbraucht einiges an Energie. Auf das Licht entfallen laut der BDEW-Studie „Stromverbrauch im Haushalt 2025“ über alle befragten Haushalte gemittelt rund 300 Kilowattstunden im Jahr – etwa 12 Prozent des Stromverbrauchs; elektrisch beheizte und Prosumer-Haushalte sind darin nicht mitgerechnet, und je nach Haushalt und Nutzung schwankt der Wert deutlich. Damit fällt fürs Licht im Schnitt sogar mehr Strom an, als für das Kochen und Backen zusammenkommt.
Das Wichtigste in Kürze
- LED ist die Standard-Lösung: bis zu 90 Prozent weniger Stromverbrauch als eine Glühbirne bei 15.000 bis 50.000 Stunden Lebensdauer.
- Halogen- und Energiesparlampen sind weitgehend aus dem Neumarkt verschwunden; neue Halogenlampen lohnen sich nicht mehr, vorhandene Energiesparlampen können Sie in selten genutzten Räumen aufbrauchen.
- Rund 300 Kilowattstunden im Jahr gehen im Schnitt für Licht drauf – je nach Haushalt und Nutzung schwankt der Wert deutlich.

Mit vergleichsweise geringem Aufwand lassen sich die Kosten für die Beleuchtung um einiges senken. Als oberste Regel gilt: Energie, die nicht verbraucht wird, belastet weder die Umwelt noch den eigenen Geldbeutel.
Welche Lampen sind die sparsamsten?
Bereits 2009 begann der Niedergang der Glühbirne mit einem schrittweisen, EU-weiten Verbot. Inzwischen ist auch für die einst beworbenen Alternativen weitgehend Schluss: Die meisten Halogenlampen dürfen seit September 2018 nicht mehr neu in den Handel, für Stiftsockel-Halogenlampen (G4, GY6.35, G9) folgte das Aus im September 2023, für Kompaktleuchtstofflampen („Energiesparlampen“) spätestens im Februar 2023 – nur eng begrenzte Spezialausnahmen bestehen fort. Neu kaufen können Sie heute praktisch nur noch LED-Lampen – und das ist auch gut so, denn sie sind die mit Abstand sparsamste Wahl. Zur Einordnung: Das leisten die drei Lampen-Generationen im Vergleich.
Halogen-Lampen
Halogenlampen galten lange als sparsame Glühbirnen-Nachfolger – tatsächlich verbrauchen sie nur etwa 20 bis 30 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Ihr warmes, natürliches Licht und die Dimmbarkeit waren ihre Stärken, die Lebensdauer ist mit rund 3.000 Betriebsstunden überschaubar. Seit September 2018 dürfen die meisten Halogenlampen EU-weit nicht mehr neu in den Handel gebracht werden. Für Haushaltsanwendungen gibt es heute LED-Alternativen; Ausnahmen gelten vor allem für Spezial- und Hochtemperaturanwendungen. Restbestände dürfen noch abverkauft werden – wirtschaftlich sinnvoll ist der Griff zur Halogenlampe aber nicht mehr.
Energiesparlampen

Bedeutend sparsamer sind die Kompaktleuchtstofflampen, die umgangssprachlich als Energiesparlampen bezeichnet werden: Sie benötigen rund 80 Prozent weniger Strom als vergleichbar helle Glühbirnen. Nachteile sind die Anlaufzeit bis zur vollen Helligkeit und vor allem das enthaltene Quecksilber. Wegen des Schwermetalls und der überarbeiteten EU-Stoffvorschriften (RoHS) dürfen Kompaktleuchtstofflampen seit Februar 2023 nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; viele Modelle waren schon seit September 2021 vom Markt verschwunden. Vorhandene Lampen dürfen Sie aufbrauchen. Wichtig: Ausgediente Energiesparlampen gehören wegen des Quecksilbers zur Sammelstelle oder zum Wertstoffhof, nie in den Hausmüll. Zerbricht eine Energiesparlampe, lüften Sie den Raum zunächst 15 Minuten. Sammeln Sie die Reste bei geöffnetem Fenster ohne Staubsauger auf; auf glatten Böden helfen Karton und feuchte Papiertücher.
LEDs

LED-Lampen sind heute das Maß der Dinge: Nach Angaben der Verbraucherzentrale verbrauchen sie bis zu 90 Prozent weniger Strom als Glühbirnen und sind damit noch einmal sparsamer als Energiesparlampen. Die LEDs sind je nach Modell dimmbar und liefern ein weites Farbspektrum, das von kalt bis warm reicht. Unschlagbar sind sie in Sachen Langlebigkeit: Gute Lampen bringen es je nach Modell auf 15.000 bis 50.000 Betriebsstunden – ein Vielfaches der Lebensdauer von Halogen- und Energiesparlampen. Darüber hinaus sind LEDs kompakt und robust; für draußen gibt es passende Modelle – Leuchte und Leuchtmittel müssen dort aber für Feuchtigkeit geeignet sein (Schutzart beachten). LEDs enthalten zwar keine Umweltgifte wie Energiesparlampen. Dennoch sollten sie auf dem Wertstoffhof oder in speziellen Annahmestellen abgegeben werden, wenn sie doch einmal kaputtgehen. Das ermöglicht ein umweltschonendes Recycling der enthaltenen Materialien. Worauf es beim Kauf ankommt – von der Helligkeit in Lumen bis zur Lichtfarbe – lesen Sie im Ratgeber Stromsparen mit LED-Lampen.

Was kostet eine Lampe im Jahr?
| Leuchtmittel | Stromkosten pro Jahr (Euro) | Einordnung |
|---|---|---|
| Glühbirne (60 W) | 24,4 € | rund 66 kWh im Jahr |
| Halogenlampe (42 W) | 17,1 € | rund 46 kWh im Jahr |
| Energiesparlampe (13 W) | 5,3 € | rund 14 kWh im Jahr |
| LED (7 W) | 2,9 € | rund 8 kWh im Jahr |
Lohnt sich der Austausch noch funktionierender Lampen?
Sie müssen nicht warten, bis die alte Lampe durchbrennt: Bei Glühbirnen und Halogenlampen macht sich der Umstieg auf LED meist schon nach wenigen Monaten bezahlt. Ein Rechenbeispiel: Eine 60-Watt-Glühbirne, die drei Stunden am Tag brennt, verbraucht rund 66 Kilowattstunden im Jahr – eine gleich helle LED mit 7 Watt nur knapp 8 Kilowattstunden. Der Tausch spart in diesem Beispiel rund 58 Kilowattstunden im Jahr; die Euro-Ersparnis ergibt sich aus diesen Kilowattstunden mal dem Arbeitspreis Ihres Tarifs. Funktionierende Energiesparlampen können Sie dagegen in wenig genutzten Räumen aufbrauchen – in Wohnräumen mit vielen Brennstunden rechnet sich auch hier der sofortige Wechsel.
Alte Lampen sofort tauschen?
1. Steckt eine Glühbirne oder Halogenlampe in einer täglich genutzten Leuchte?
2. Funktioniert die alte Energiesparlampe noch?
Mit Köpfchen Strom sparen
Die Sparmöglichkeiten bei der Beleuchtung enden keineswegs bei der Wahl des sparsamsten Leuchtmittels. Durch ein stromsparendes Verhalten kann jeder Verbraucher zu einem geringeren Stromverbrauch beitragen und damit sowohl die Umwelt als auch sein Portemonnaie schonen.
Bedarfsgerecht beleuchten
Eine angenehme Beleuchtung kann entscheidend zum Wohlbefinden sowohl während der Arbeit als auch in der Freizeit beitragen. Allerdings nützt es niemanden, wenn Sie sich gerade in Ihrem Dachstudio aufhalten und das gesamte Erdgeschoss in Festbeleuchtung erstrahlt. Schalten Sie das Licht nur dort ein, wo es Ihre Behaglichkeit fördert oder tatsächlich gebraucht wird.

Gestalten Sie Ihre Wohnung lichtfreundlich
Viele Lampen sind mit Reflektoren ausgestattet, um die Lichtausbeute zu erhöhen. Den gleichen Effekt können Sie mit einer geeigneten Raumgestaltung erreichen. Helle Wände und Decken reflektieren das Licht sehr viel besser als dunkle. Dadurch können hell gestrichene Räume in gleicher Intensität mit einer geringeren Energiemenge beleuchtet werden.
Regelmäßige Reinigung hilft sparen
Die effizienteste Lichttechnik nützt Ihnen nichts, wenn sie von einer undurchdringlichen Staubschicht bedeckt ist. Durch das regelmäßige Reinigen der Lampen sorgen Sie dafür, dass eine möglichst große Lichtmenge das Leuchtmittel verlassen und den Raum wie gewünscht erhellen kann. LED-Lampen werden meist deutlich weniger heiß als Glüh- oder Halogenlampen. Schalten Sie Leuchten vor dem Reinigen aus, ziehen Sie bei Bedarf den Stecker und lassen Sie sie abkühlen.
Moderne Regeltechnik senkt den Stromverbrauch
Eine elegante Art, um beispielsweise Flure, Vorratsräume oder die Garage zu beleuchten, sind Bewegungsmelder. Beim Betreten des Raums schalten sie selbsttätig das Licht ein. Wird nach einem einstellbaren Zeitintervall keine Bewegung im Bereich des Sensors registriert, erlischt das Licht von alleine wieder. Die Beleuchtung ist nur so lange aktiv, wie sie auch tatsächlich gebraucht wird. Damit gehören tagelang brennende Lampen in selten genutzten Räumen der Vergangenheit an.
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