Stromspartipps Computer und Büro

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Energiespartipps rund um Computer, EDV und Büro

Mal eben eine Überweisung online erledigen, mit dem schnurlosen Telefon bequem einen Anruf tätigen oder einen Brief am PC schreiben: fast jeder ist zu Hause mit Computer, Internet und Telekommunikationsgeräten ausgestattet. Doch all diese Geräte verbrauchen auch Strom – zum Teil sogar, wenn sie gar nicht eingeschaltet sind. Doch es gibt Mittel und Wege, den Stromverbrauch für IT-Geräte dauerhaft zu reduzieren. Mit ein paar Kniffen ist es ganz einfach.

EDV © Heiko Barth, fotlia.com
EDV © Heiko Barth, fotlia.com

Strom sparen am Computer

Der Computer gehört für viele Verbraucher fest zum Inventar. Nur leider benötigt er stetig ein gewisses Maß an Strom – auch wenn er abgeschaltet ist. Deshalb sollten er, besser noch die gesamte EDV, an eine Steckerleiste angeschlossen werden. Denn nicht nur der PC selbst saugt Strom, auch so genannte Peripherie-Geräte sorgen für Umsatzfreude bei den Energieversorgern. Monitore, Drucker oder Lautsprecher sollten daher ebenso an die Steckerleiste angeschlossen werden.

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Schon beim Kauf auf den PC Stromverbrauch achten

Beim Kauf eines neuen Rechners sollten sich Kunden schon im Vorfeld über den Stromverbrauch des Computers erkundigen. Für jegliche Hardware gibt es technische Datenblätter, die detailliert darüber Auskunft geben, wie viel Strom ein Computer im Betrieb und im Stand-By benötigt. Kunden sollten dazu ihren Händler befragen.

Auch das Energy-Star-Label verspricht Energieeffizienz. Es kennzeichnet Computer mit niedrigem Stromverbrauch. Der Rechner sollte zudem über eine Stromsparfunktion verfügen. Sie kann im System-Bios über ein so genanntes Energieverwaltungs-Setup aktiviert werden.

Unter „Systemsteuerung“ ist der Menüpunkt „Energieoptionen“ zu finden. Hier kann man den Strom Sparmodus aktivieren und individuelle Einstellungen vornehmen. So können User festlegen, nach wie vielen Minuten sich der Bildschirm abschaltet und der Stromsparmodus einsetzt. Ratsam ist eine Abschaltung nach zehn Minuten Nichtnutzung.

Stromverbrauch PC und EDV: Möglichst wenig Stand-By

Empfehlenswert ist eine so genannte Master/Slave-Steckdosenleiste. Da der Rechner immer eine bestimmte Menge Strom benötigt, auch in ausgeschaltetem Zustand, sollte er an die Master-Steckdose angeschlossen werden. Damit wird der Stand-By-Betrieb gewährleistet, den der Rechner benötigt. Peripherie-Geräte werden dagegen mit der Slave-Steckdose verbunden. Sie können dann komplett abgeschaltet werden. Erst wenn der Rechner wieder hochgefahren wird, werden die Geräte wieder aktiviert.

Wer durch die Steckerleisten-Lösung den Stand-By-Betrieb reduziert, kann jährlich rund 40 Euro an Stromkosten für PC und Zusatzgeräte sparen. Diese Leisten können auch hilfreich sein, wenn keine Netzstecker vorhanden sind, was heute bei vielen Geräten der Fall ist. Wer länger als eine halbe Stunde nicht am Rechner arbeitet, sollte ihn übrigens lieber ganz herunterfahren als ihn auf Stand-By laufen zu lassen. Ab 30 Minuten lohnt sich dies bereits.

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Strom sparen bei Monitoren

Auch wenn sie meist lustig anzuschauen sind: Bildschirmschoner verbrauchen nur unnötig Strom. Verbraucher sollten sie deshalb deaktivieren und stattdessen lieber den Energiesparmodus einstellen. Dadurch kann man bis zu 90 Prozent Strom einsparen. Die beste Lösung ist aber, den Monitor bei Nichtnutzung komplett abzuschalten.

Für Computermonitore gilt eine einfache Faustregel: Je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch. Vor Anschaffung sollte man den Energieverbrauch sowohl im Betrieb als auch im Stand-By genau vergleichen. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den Herstellern und Modellen.

Strom sparen bei PC und EDV © dena
Strom sparen bei PC und EDV © dena

Strom sparen beim Drucker

Aus Stromersparnis-Gründen sollte ein Drucker immer abgeschaltet werden statt im Stand-By-Modus weiterzulaufen. Der Stromverbrauch eines Druckers kann sich bei einer Betriebszeit von täglich 20 Stunden leicht auf 107 Kilowattstunden pro Jahr aufaddieren. Bei einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde macht das über 21 Euro an Energiekosten aus.

Der einzige Vorteil der Stand-By-Funktion bei Druckern: Der Modus schont den Tintenverbrauch. Drucker nämlich aus- und bei Bedarf wieder einzuschalten, verbraucht mehr Tinte, da der Druckkopf bei jedem Einschalten immer wieder aufs Neue gereinigt wird. Man muss also abwägen, welchen Sparvorteil man nutzen will: den für Strom oder den für Tinte.

Das sind die größten Stromfresser

Wer schnell sein will, muss zahlen. Will heißen, wer leistungsstarke High-End-Geräte nutzt, um zum Beispiel bei den neuesten Computerspielen mithalten zu können, muss höhere Energiekosten in Kauf nehmen. Mainboards und hochwertige Grafikkarten sind dabei die Stromfresser Nr. 1.

Stromfresser © Frank Eckgold, fotolia.com
Stromfresser © Frank Eckgold, fotolia.com

Am heftigsten schlagen Desktop-PCs beim Stromverbrauch zu Buche. Laut dem Verbraucherportal Verivox verbrauchen sie während des Betriebs locker 200 Watt pro Stunde. Ein ähnlich leistungsstarkes Notebook dagegen verbraucht nur rund 30 bis 60 Watt.

Auch viele Kleingeräte benötigen mehr Strom als vermutet. Dabei liegen Subwoofer und PC-Lautsprecher ganz weit vorn. Aber auch bei schnurlosen Telefonen mit Akkuladestation sollte man wachsam sein. Ladestationen haben meistens einen enormen Stromverbrauch.

Weitere Informationen

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