Stromsparen beim Trockner

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Stromverbrauch Trockner: So können Sie beim Trocknen sparen

Trockner stellen eine wertvolle Unterstützung im Haushalt dar. Gerade Familien mit vielen Kindern und entsprechend großen Wäschebergen möchten ihn nicht mehr missen. Oder Verbraucher, denen der Trockenraum, Speicher oder Balkon zum Trocknen fehlt, wissen die Vorzüge eines Trockners zu schätzen.

Wäschetrockner © nd700, fotolia.com
Stromsparen beim Wäschetrockner © nd700, fotolia.com

Einziger Haken: Wäschetrockner sind wahre Stromfresser. Im Schnitt verbrauchen sie rund vier Mal so viel Energie wie eine Waschmaschine. Pro Trockengang fallen etwa 50 Cent an Kosten an. Die jährlichen Wäschetrockner Stromkosten pro Haushalt liegen zwischen 50 und 100 Euro. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten beim Trockner Strom zu sparen und die Kostenschraube beim Trockner mit ein paar Tricks zu lockern.

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Schon beim Trockner Kauf beginnt das Energiesparen

Wer sich ein neues Gerät zulegt, sollte einige Dinge beachten. Zum einen sollte der Trockner Feuchtigkeitssensoren haben. Diese ermitteln den Nässegrad der Wäsche. Wenn die Sensoren die gewünschte Trockenheit erkannt haben, schaltet sich das Gerät ab. Zeitprogramme dagegen erkennen nicht, wann die Wäsche ausreichend getrocknet wurde. Ein Trockner mit Feuchtigkeitssensoren birgt also großes Sparpotential und hilft den Stromverbrauch des Trockners zu reduzieren.

Darüber hinaus sollte das Gerät der Energieeffizienzklasse A++, besser noch A+++ zugeordnet sein. Die Energieeffizienzklasse kennzeichnet den Stromverbrauch eines Elektrogerätes. Mit einem Gerät der Klasse A++ fallen pro Trocknergang durchschnittlich 50 Prozent der Stromkosten weg. Auch sollten Verbraucher einen Ablufttrockner kaufen. Er benötigt zehn Prozent weniger Strom als Kondensationstrockner. Wer bei der Anschaffung etwas höhere Investitionen in Kauf und einen Trockner mit geringem Stromverbrauch wählt, kann über die Nutzungsdauer erheblich Strom sparen.

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Trockner immer voll beladen

Was für die Waschmaschine gilt, gilt umso mehr für den Stromfresser „Wäschetrockner“. Er sollte nur eingeschaltet werden, wenn die Trommel komplett befüllt ist. Dadurch kann man den Stromverbrauch des Trockners reduzieren.

Die richtige Programmwahl beim Trocknen

Um Wäsche gut zu trocknen, muss es nicht immer das Programm „Extratrocken“ sein. In der Regel braucht man diese Stufe nicht. Wer die Trockentemperatur niedriger einstellt, kann man Strom sparen beim Trocknen und somit Geld sparen und schont zudem noch seine Wäsche. Für anschließendes Bügeln nach dem Trocknen bietet sich das Programm „Bügeltrocken“ an. So wie man früher die Wäsche anfeuchtete, um sie etwa in die Heißmangel zu bringen, so übernimmt dies nun der Trockner selbst. Die Wäsche enthält eine Restfeuchtigkeit, wodurch sie sich einfacher – und damit energieeffizienter – bügeln lässt. Nebenbei spart man so auch die Heißmangel…

Reinigen des Flusensiebs nicht vergessen!

Wer nie das Flusensieb säubert, entzieht dem Gerät die Kraft zum Trocknen. Das Gerät benötigt eine längere Zeit, um die Wäsche zu trocknen. Im schlechtesten Fall schafft das Gerät es überhaupt nicht mehr, die Wäsche zu trocknen. Das Resultat ist ein Anstieg beim Stromverbrauch des Trockners, der eigentlich hätte vermieden werden könnte. Die regelmäßige Reinigung des Flusensiebs ist ein absolutes Muss, wenn man beim Trocknen Energie sparen möchte. Am besten ist es, das Sieb nach jedem Vorgang von Geweberückständen zu säubern um unnötigen Stromverbrauch des Trockners zu vermeiden.

Gut geschleudert ist halb getrocknet

Bevor man die Wäsche in den Trockner gibt, sollte sie möglichst stark geschleudert werden. Je höher die Umdrehungen pro Minute, desto weniger Feuchtigkeit bleibt in den Textilien und der Trockner verbraucht letztlich weniger Strom. Wird mit 1.000 Umdrehungen geschleudert, bleiben 65 Prozent Restfeuchtigkeit in der Wäsche. Bei 500 Umdrehungen sogar 100 Prozent.
Dies wirkt sich auf die Trockendauer aus: Für fünf Kilo Wäsche braucht ein Trockner rund 75 Minuten, wenn die Wäsche zuvor mit 1.200 Umdrehungen geschleudert wurde. Wurde sie mit 1.600 Umdrehungen geschleudert, schafft der Trockner die gleiche Menge in 65 Minuten.

Übrigens bieten sich 1.200 und mehr Umdrehungen nur bei Wäsche an, die anschließend im Trockner getrocknet werden soll, da sie so bereits relativ trocken ist. Wenn man die Wäsche auf der Leine trocknen möchte, genügen 1.000 Umdrehungen pro Minute völlig.

Wäschetrockner mit Wärmepumpe

Wer beim Kauf seines neuen Trockners nicht auf den Euro schauen muss, der kann sich auch ein Gerät mit eingebauter Wärmepumpe zulegen. Diese Trockner kosten in der Anschaffung mehr als herkömmliche Trockner, haben aber den Vorteil, dass sie die Wärme aus der Abluft zurück in die Trommel leiten. Vor allem für „Vieltrockner“ dürfte sich die Investition rechnen. Zwei Nachteile haben Wäschetrockner mit Wärmepumpe allerdings: Zum einen dauert der Trockenvorgang angeblich länger als bei Geräten ohne Wärmepumpe. Zum anderen sollen sie störungsanfälliger sein.

Wäschetrockner mit Gasbrenner

Eine weitere Option ist ein Wäschetrockner mit integriertem Gasbrenner. Innerhalb des Gerätes ist eine Brennkammer. Während des Trocknens wird in ihr ein Gas-/Luft-Gemisch verbrannt, wodurch die Trockenluft erhitzt wird. Möchte man den Herstellern dieser Maschinen glauben, dann wird so 50 Prozent weniger CO2 produziert. Außerdem seien die Betriebskosten im Vergleich zum herkömmlichen Trockner um 60 Prozent niedriger. Wer ein solches Gerät kauft, sollte auch darauf achten, dass der Raum, in dem der Trockner steht, immer gut belüftet ist.

Den „natürlichen“ Trockner nutzen

Wäsche auf der Leine durch Wind oder Sonne trocknen zu lassen ist immer noch die kostensparendste Alternative. Vor allem im Sommer, bzw. wenn es die Witterung ermöglicht, sollte Wäsche möglichst draußen getrocknet werden.

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