Stromsparen bei Unterhaltungselektronik

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Unterhaltungselektronik: So können Sie Strom sparen

Viele wollen gerade im Unterhaltungsbereich möglichst auf dem neuesten Stand sein. Immer neuere Technologien werben mit immer besserer Bild- oder Soundqualität. Die Folge: Fast in jedem Haushalt gibt es einen großen – und oft stetig wachsenden – Gerätepark in Sachen Unterhaltungselektronik. Doch ob der Flachbildschirm, DVD-Player oder das schnurlose Telefon – alles verbraucht Strom. Ob beim TV Stromverbrauch oder beim Stromverbrauch von Hifi Anlagen oder Stand-By Geräten. Hier gibt es Tipps, wie Sie den Energieverbrauch für Fernseher und Unterhaltungselektronik drosseln können.

Stromkosten © Sergej Toporkov, fotolia.com
Stromkosten © Sergej Toporkov, fotolia.com

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Augen auf schon beim Neukauf

Bereits im Laden sollten Verbraucher auf die Geräteangaben zum Stromverbrauch und zur Energieeffizienzbei Unterhaltungselektronik achten. Vor allem Fernseher haben heutzutage eine lange Haltbarkeit, so dass sich der Preis für ein energiesparendes Gerät über den Gesamtzeitraum gesehen meist lohnt. Empfehlenswert ist auch ein Fernseher mit einem Auto-Off-Schalter. Das bedeutet, dass sich das Gerät nach einer Weile im Stand-By-Modus von selbst abschaltet.

Händler und Hersteller sollten problemlos über den Energieverbrauch von Unterhaltungselektronik Auskunft geben können: Haken Sie nach, in welchem Modus jeweils wie viel Strom verbraucht wird! Ein Gerät gilt als energieeffizient, wenn der Stand-By-Verbrauch unter einem Watt liegt und es zudem einen Geräteschalter zum kompletten Abschalten hat. Außerdem sollte das Gerät auch während des Betriebes möglichst wenig Strom verbrauchen.

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Stromverbrauch TV: Jeder Fernsehtyp verbraucht unterschiedlich viel Strom

Kunden haben beim Kauf die Wahl zwischen LCD und Plasmabildschirmen sowie Röhrengeräten. Die Typen unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch im Stromverbrauch. Dabei ist vor allem die Bildschirmgröße entscheidend: je größer die Bildschirmdiagonale, desto höher der Stromverbrauch beim TV. Abgesehen davon treiben auch spezielle Funktionen wie HDTV oder besondere Audiosysteme die Energiekosten hoch.

Ein Stromverbrauch eines sparendet LCD-TV mit einer Diagonale von 81 Zentimetern beträgt ca. 100 Watt Strom pro Stunde. Damit belaufen sich die jährlichen Stromkosten pro LCD Fernseher auf rund 20 Euro. Ein Röhrengerät dagegen verbraucht bei gleicher Größe schnell das Dreifache. Der Stromverbrauch eines Plasma-TV kann im Jahr gut 800 Kilowattstunden Strom betragen.

Stand-By vermeiden – Steckerleisten nutzen

Gerade im Fernseh-, Audio- und Videobereich gibt es viele Geräte, die über Stand-By immer betriebsbereit sind. Erkennbar ist das daran, dass das rote Lämpchen am Gerät auch dann noch leuchtet, wenn das Gerät über die Fernbedienung abgeschaltet wurde. Bild und Ton sind dann ausgeschaltet, der Stromverbrauch aber läuft weiter, weil das Netzteil des Gerätes immer noch mit Strom versorgt wird. Auf diese Weise empfängt das Gerät die Signale der Fernbedienung.

Vom Sofa aus kann das Gerät dann jederzeit wieder eingeschaltet werden. Diesen Komfort müssen Verbraucher allerdings teuer bezahlen. Für einen Vier-Personen-Haushalt schlägt sich das leicht in Stromkosten von jährlich 100 Euro oder mehr durch Stand-By nieder.

Die Stromkosten durch Stand-By bei TVs und Unterhaltungselektronik lassen sich am einfachsten senken, indem alle Geräte mit Stand-By-Modus an Steckerleisten angeschlossen werden. So werden Fernseher, Stereoanlage, Video- oder DVD-Rekorder mit Umlegen des Schalters abgeschaltet und damit komplett vom Stromnetz genommen. Wer den Aufwand scheut, sollte zumindest den Fernseher über den Hauptschalter am Gerät vollständig ausschalten statt über die Fernbedienung.

Leerlaufverluste vermeiden

Leerlaufverluste können auf zweierlei Arten entstehen. Entweder durch den zuvor erwähnten Stand-By-Modus, auch Bereitschaftshaltung genannt, oder durch das Scheinaus. Dies bedeutet, dass Geräte scheinbar abgeschaltet sind, sie aber dennoch Energie verbrauchen. Leerlaufverluste können bei Fernsehgeräten zwischen 0,1 und zehn Watt liegen, aber noch eine ganze Reihe weiterer Geräte verursacht Leerlaufverluste.

Dazu gehören Steckernetzteile, Anrufbeantworter, Satellitenempfänger, schnurlose Telefone, DVD-Rekorder, DSL-Router sowie DVD-T-Receiver zum Empfang von Digitalfernsehen. Ähnlich wie Fernseher, Audio- und Videogeräte sollten auch sie komplett vom Stromnetz abgekoppelt werden um unnötige Stromkosten durch Unterhaltungselektronik zu vermeiden.

Je kreativer die Verbraucher werden, um ihre Stromkosten zu reduzieren, umso einfallsreicher werden offenbar auch manche Hersteller, um dies zu verhindern. So gibt es inzwischen Geräte, die überhaupt keinen Betriebsschalter mehr haben. Hier hilft nur eines: Stecker aus der Steckdose ziehen. Jedoch verlieren manche Geräte wie Sat-Empfänger oder Videorecorder auch ihre Programmierung.
Stand-By-Verbrauch bei DVD-Rekorder

Strom sparen bei PC und EDV © dena
Strom sparen: Stand-By vermeiden © dena

Da besonders Video- und DVD-Rekorder mit Programmierung und Timer-Funktionen arbeiten und sie daher nicht vollständig vom Netz genommen werden können, sollte man bereits bei der Anschaffung darauf achten, dass sie im Stand-By-Modus möglichst wenig Strom benötigen. Der Stromverbrauch der Multimediageräte sollte unter einem Watt liegen. Das entspricht Kosten von etwa 1,60 Euro pro Jahr. Bei einem Stand-By-Verbrauch von 14 Watt tut die Rechnung dagegen schon mehr weh: Rund 22 Euro fallen jährlich dadurch an. Also unbedingt nach dem Stand-By-Verbrauch von Unterhaltungselektronik fragen!

Teurer Klanggenuss: So verbrauchen Hifi-Anlagen Strom

Der Musikgenuss wird oft durch hohe Stromrechnungen getrübt. Das liegt auch an der Qualität und Ausstattung der Musikanlage. Je hochwertiger diese ist, umso mehr Energie benötigt sie. So kann ein Subwoofer mit Verstärker den Stromverbrauch leicht verdoppeln.
Und für das Rundum-Klangerlebnis müssen Verbraucher richtig Geld hinlegen: Eine Dolby-Surround-Anlage frisst allein im Stand-By-Modus stündlich 50 Watt. Aufs Jahr gerechnet macht das Kosten von 65 Euro für Strom aus. Und auch wenn die Hifi-Anlage „nur“ Durchschnitt ist, verbraucht sie dennoch zehn Watt, was etwa 13 Euro pro Jahr entspricht. Es gibt nur wenige extrem sparsame Hifi-Anlagen, die im Bereitschaftsmodus unter einem Watt pro Stunde verbrauchen.

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