Stromsparen im Winter

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So sparen Sie Strom im Winter

Winterzeit bedeutet viel Heizen, früh das Licht anmachen, häufig in die Badewanne gehen oder die Abende gemütlich vorm Fernseher verbringen. Das bedeutet aber auch: hoher Energieverbrauch, hohe Stromkosten. Rund 90 Prozent der verbrauchten Energie im Winter gehen für Heizung und Warmwasser drauf. Es gibt jedoch ein paar Kniffe, mit denen man die Energie- und Stromkosten im Winter herunterfahren kann. Übrigens lohnt sich das Strom sparen nicht nur im Winter, sondern natürlich auch im Sommer.

Haus mit Solaranlage erleuchtet © pixelwolf, fotolia.com
Haus mit Solaranlage erleuchtet © pixelwolf, fotolia.com

Tipp: Stromkosten weiter senken mit dem Stromtarifrechner

Wenn Fenster und Türen nicht „ganz dicht“ sind…

In neueren Gebäuden sind Fenster und Türen meist dicht. In älteren Häusern kann es jedoch schon mal durch die Ritzen pfeifen. Dadurch geht viel wertvolle Wärme – und damit Energie – verloren. Sobald man bemerkt, dass Türen und Fenster nicht richtig schließen, besteht gerade während der Heizperiode dringender Handlungsbedarf. Verbraucher sollten daher möglichst zeitnah die undichten Stellen mit Schaumstoffstreifen oder Klebebändern abdichten um die Energiekosten im Winter zu senken.

Fenster abdichten © riopatuca images, fotolia.com
Fenster abdichten © riopatuca images, fotolia.com

Auch danach sollten die Fenster regelmäßig überprüft werden. Dichtungen werden schnell porös. Oft sind es nur winzige Spalte, durch die die Kälte eindringt. Übrigens hilft es auch, Rollläden und Vorhänge zuzuziehen, um Wärme zu speichern. Sollten Fenster dennoch einmal ausgetauscht werden müssen, bieten sich Mehrfach- oder Wärmeverglasungen an.

Innerhalb des Hauses bzw. der Wohnung sollten Türen geschlossen bleiben, damit die warme Luft nicht verloren geht. Gerade Wohnungs- und Haustüren sollten keine Wärme nach draußen lassen, deshalb sollte der Spalt unter der Tür dicht sein um den Energieverbrauch im Winter gering zu halten

Wände gleichmäßig dämmen

Im Fall einer Sanierung sollten Verbraucher darauf achten, die Fassade gut zu dämmen. Das schützt im Sommer vor übermäßiger Hitze und im Winter vor Wärmeverlusten. Durch eine gleichmäßige Dämmung der Räume können Hausbewohner zudem verhindern, dass sich Schimmel bildet. Der gedeiht nämlich besonders gut an feuchten Stellen.

Dämmstoffe © Ingo Bartussek, fotolia.com
Dämmstoffe © Ingo Bartussek, fotolia.com

Heizkörper regelmäßig entlüften

Heizungen, die gluckern, können nicht richtig wärmen. Denn das bedeutet, dass im Heizkörper zu viel Luft ist. Und die wiederum gibt weniger Wärme ab als Wasser, so dass viel Energie im WInter ungenutzt verschwendet wird. Mit einem speziellen Schlüssel können Verbraucher selbst ihre Heizkörper entlüften: einfach das Ventil so lange vorsichtig aufdrehen, bis Wasser kommt. Das ist das Zeichen, dass alle Luft aus der Heizung entwichen ist.

Heizung entlüften © Andre Reichhardt, fotolia.com
Heizung entlüften © Andre Reichhardt, fotolia.com

Auch die Heizung braucht „Luft“

Um ihre Wärme richtig in den Raum abgeben zu können, benötigen Heizkörper vor allem eines: Platz. Deshalb sollten sie nicht mit schweren Polstermöbeln zugestellt werden. Nur so kann sich die warme Luft im Raum verteilen und ihn erwärmen. Auch schwere Gardinen oder Holzverkleidungen an der Heizung können die Zirkulation behindern und führen zu steigendem Energieverbrauch im Winter.

Nicht übermäßig heizen

Wer die Heizkörper im Winter immer voll aufdreht, schadet nicht nur seiner Geldbörse, sondern auch seiner Gesundheit. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sinkt dadurch nämlich stark ab. Das belastet die Atemwege, Binde- und Schleimhäute und die Haut. Sie trocknen aus und sind so anfälliger für Krankheiten und Infekte.

Mit jedem Grad, um das man die Heizung herunterdreht, kann man im Winter viel Energie sparen: bei einer Reduzierung von 23 auf 18 Grad sogar bis zu 30 Prozent. Allerdings büßt man dann auch ein wenig Gemütlichkeit ein…

Raumtemperatur © IWO
Raumtemperatur: Hier können Sie sparen © IWO

Besser als plötzlich übermäßig zu heizen ist es, die Gradzahl in Räumen konstant zu halten. Für die Nacht bedeutet das: die Temperatur nach Möglichkeit nicht unter fünf Grad absinken lassen. Denn um völlig ausgekühlte Räume auf eine angenehme Wärme zu bringen, wird unnötig Energie verbraucht. Als Tagestemperatur gilt 20 Grad als guter Schnitt, in der Nacht sollte sie bei 15 Grad gehalten werden.

Gleiches gilt im Übrigen auch für die Urlaubszeit: auch dann sollte die Heizung nicht komplett heruntergefahren werden, sondern auf niedriger Temperatur weiterlaufen.

Der Mensch braucht Licht – in Maßen

Gerade in der dunklen Jahreszeit ist das Bedürfnis des Menschen nach Helligkeit verständlich. Dennoch sollte es nicht dazu führen, dass in allen Zimmern alle Lampen brennen. Oft genügt zum Lesen oder Arbeiten eine einfache Tischlampe. Einzelne Leuchten verbrauchen weniger Strom als eine üppige Deckenbeleuchtung. Mit LED-Lampen kann de Stromverbrauch, übrigens nicht nur im Winter, weiter reduziert werden.

Alte Heizungspumpen austauschen

Wer seine alte Heizungspumpe ausrangiert und sich eine neue zulegt, kann viel Geld sparen. Die Stiftung Warentest überprüfte neun Heizungspumpen und kam zu dem Ergebnis, dass Modelle mit älterer Technik leicht 150 Euro zusätzlich Stromkosten verursachen können. Innerhalb von 20 Jahren kommen so Stromkosten von rund 3.000 Euro zusammen.

Moderne Pumpen dagegen verbrauchen jährlich weniger als 100 Kilowattstunden. Bei einem durchschnittlichen Kilowattstunden-Preis von 20 Cent betragen die jährlichen Stromkosten somit weniger als 20 Euro. Auf 20 Jahre gerechnet sind das gerade mal 400 Euro. Ein großer Unterschied zu vormals 3.000 Euro…

Infografik Heizungspunpe © co2online
Infografik Heizungspunpe © co2online

Dass alte Pumpen solch horrende Stromkosten verursachen, liegt laut der Zeitschrift „Test“ vom September 2007 daran, dass sie pro Heizperiode zum Teil 6.000 Stunden warmes Wasser in die Heizkörper pumpen – und das bei gleich hoher Leistung ungeachtet des Bedarfs. Moderne Pumpen dagegen erkennen den Bedarf und regulieren ihn.

Und sogar der Anschaffungspreis einer neuen Heizungspumpe hält sich in Grenzen. Das günstigste Modell, das von der Stiftung Warentest als „sehr gut“ eingestuft wurde, war schon für 360 Euro erhältlich.

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