Strom vom Discounter

Teilen:

Strom vom Discounter – günstige Alternative oder Augenwischerei?

Nicht nur Post und Telekom haben den Energiemarkt als lukratives Betätigungsfeld für sich entdeckt, seit geraumer Zeit werben auch die Discounter Aldi, Lidl und Netto um die Gunst der Kunden. Ob sich die Lebensmittelanbieter tatsächlich als Energiehändler zum Vorteil ihrer Kunden am Strommarkt betätigen oder lediglich als Wiederverkäufer bestehender Angebote in Erscheinung treten, erfahren Sie ebenso in diesem Artikel wird die Antwort auf die Frage, ob sich ein Stromvertrag vom Discounter tatsächlich lohnt.

Stromkosten © Sergej Toporkov, fotolia.com
Strom vom Discounter – günstige Alternative oder Augenwischerei? © Sergej Toporkov, fotolia.com

Diese Anbieter stecken tatsächlich hinter den Strom-Angebot der Discounter

Der Energiemarkt gilt als komplex und dementsprechend profund müssen die Kenntnisse derjenigen Akteure sein, die in diesem Bereich dauerhaft bestehen und Gewinne machen möchten. Aus diesem Grund setzen alle drei Discounter, die ihren Kunden Strom anbieten, auf qualifizierte Partner, die sich im Haifischbecken Energiemarkt bestens auskennen und seit längerem am Markt agieren.

Lidl kooperiert mit E.on

Um den interessierten Kunden möglichst attraktive Angebote zu unterbreiten, hat sich Lidl mit den Energieexperten von E.on zusammen getan. Das Strom-Angebot soll aus rein regenerativen Energiequellen wie Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft stammen. Dementsprechend positiv fällt die Öko-Bilanz aus. Weder direkte Kohlendioxid-Emissionen noch radioaktive Abfälle sind demnach mit der Bereitstellung des Lidl-Stroms verbunden.

Zudem werben die beiden Strom-Partner damit, dass alle an der Energiegewinnung beteiligten Kraftwerke vom TÜV-Süd zertifiziert sind. Aktuell bietet Lidl die längste Preisgarantie aller Discounter von bis zu 36 Monaten. Beim Abschluss eines Vertrages winken darüber hinaus bis zu 250 Euro Wechselbonus und ein Lidl-Einkaufsgutschein in Höhe von 50 Euro. Den Wechsel in den neuen Vertrag übernimmt, wie bei den herkömmlichen Stromanbietern auch, der neue Anbieter. Abgeschlossen werden kann der Vertrag online oder telefonisch.

Tipp: Mit unserem Stromtarifrechner finden Sie die günstigsten Tarife
Tipp: Telefonische Beratung zu den Tarifen unter 0800-289 289 609 (kostenlos)

Aldi setzt auf 123energie

Der Partner von Aldi-Süd in Sachen Energie ist 123energie. Der Online-Ableger der Pfalzwerke bezieht seinen ebenfalls nachhaltig erzeugten Strom vollständig aus Wasserkraftwerken Österreichs. Auch Aldi-Süd kann mit der Zertifizierung durch TÜV-Süd punkten, wirbt mit der gesicherten Versorgung und schließt versteckte Kosten kategorisch aus.

Die Preisgarantie beim Aldi-Strom erstreckt sich über zwölf Monate. Der Wechsel ist über das Internet oder telefonisch möglich. Verfügbar ist das Grünstrom getaufte Angebot allerdings nur im Verbreitungsgebiet von Aldi-Süd. Interessenten aus Norddeutschland haben das Nachsehen.

Netto und eprimo mit flexiblen Laufzeiten

Um seine Aktivitäten auf den Energiemarkt auszuweiten, hat sich Netto mit dem innogy SE-Ableger eprimo zusammengetan. Auch der Netto-Strom soll zu 100 Prozent aus österreichischer Wasserkraft stammen und ist damit den Angeboten der beiden Mitbewerber in Sachen Umweltverträglichkeit ebenbürtig. Auch das Siegel des TÜV-Süd bleibt dem dritten Strom-Discounter im Bunde nicht verwehrt. Besonders flexibel zeigt sich Netto bei den Vertragslaufzeiten.

Die Kündigung ist zumindest bei einem Teil der Verträge binnen Monatsfrist zum Monatsende möglich und beträgt damit in etwa vier bis acht Wochen. Allerdings sind ebenso Verträge im Angebot, die auf einer festgesetzten Laufzeit oder für mindestens ein Jahr gelten. Nach Ablauf des Jahres verlängert sich der Vertrag dann um ein weiteres Jahr, wenn er nicht fristgerecht gekündigt wird. Hier müssen unbedingt die festgesetzten Kündigungsfristen eingehalten werden.

Wie günstig ist der Discounter-Strom?

Wie bei allen anderen Anbietern auch, hängt der Endkunden-Preis für den Strom letzten Endes vom Wohnort des Abnehmers ab. Dadurch kann es regional zu erheblichen Unterschieden bei den verfügbaren Tarifen kommen. Demnach ist es durchaus möglich, dass ein Angebot eines Discounters beispielsweise in Köln unschlagbar günstig ist, in Nürnberg oder Dresden aber zu den teureren Offerten gehört. Vor dem Abschluss eines Discounter-Stromvertrages lohnt ein umfassender Vergleich der Strompreise, in den auch alternative Anbieter miteinbezogen werden.

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: