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Stromkosten berechnen

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Stromkosten berechnen: Was kostet der Strom?

Man kann es sich bei Stromkosten natürlich einfach machen: Dann verzichtet man komplett auf eigene Berechnungen, schaut einfach auf die jeweiligen Stromrechnungen und zahlt. Allerdings ist es bisweilen durchaus sinnvoll, sich selbst damit zu beschäftigen, was Strom kostet und wie sich Stromkosten berechnen lassen. Einerseits kann das beim Vergleich verschiedener Stromanbieter wichtig werden. Andererseits kann man zwischendurch die Verbrauchskosten berechnen, um Abschläge gegebenenfalls zu erhöhen oder zu senken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Tarifen mit festem Arbeitspreis gilt: Jahreskosten = Verbrauch in Kilowattstunden mal Arbeitspreis plus Grundpreis.
  • Den Verbrauch liefert der Zählerstand: Endstand minus Anfangsstand des betrachteten Zeitraums.
  • Wer zwischendurch nachrechnet, erkennt zu niedrige Abschläge früh und vermeidet hohe Nachzahlungen.
Stromkosten © Superingo, stock.adobe.com
Stromkosten © Superingo, stock.adobe.com

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Grundsätzlich setzt sich der Strompreis in der Regel aus zwei Komponenten zusammen. Einerseits gibt es den Strompreis pro Kilowattstunde (kWh) und andererseits den Jahres- oder Monatsgrundpreis. Der Grundpreis ist ein Festbetrag, den man pro Jahr oder Monat zahlt. Auch der Strompreis pro Kilowattstunde ist ein fester Betrag (z. B. 37 Cent/kWh), allerdings sind die sich daraus ergebenen Jahreskosten abhängig vom Stromverbrauch.

Stromrechnung zu hoch? © Stockfotos MG, stock.adobe.com
Stromrechnung zu hoch? © Stockfotos MG, stock.adobe.com

Manche modernen Stromtarife verzichten heutzutage auf den Monats- oder Jahresgrundpreis und berechnen nur noch einen Strompreis pro kWh. Andere Stromtarife berechnen für Strom unterschiedliche Preise pro Kilowattstunde, abhängig von der Uhrzeit, an dem der Strom verbraucht wird. In anderen Fällen verändert sich der Strompreis pro kWh abhängig vom Verbrauch. Dann sinkt der Strompreis pro Kilowattstunde, wenn man beim Verbrauch innerhalb des Abrechnungszeitraums eine gewisse Gesamtmenge übersteigt.

Diese Faktoren bestimmen den Strompreis
Diese Faktoren bestimmen den Strompreis

Um Stromkosten zu vergleichen, muss man noch eventuelle Boni berücksichtigen. Boni senken die Kosten nur nach den jeweiligen Tarifbedingungen. Vergleichen Sie deshalb die Gesamtkosten im ersten Vertragsjahr und die Kosten nach Ablauf eines möglichen Bonuszeitraums.

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Stromkosten berechnen: Wie errechnet man die Jahreskosten?

Eine Antwort auf die Frage „Was kostet Strom?“ kann man erst dann geben, wenn man den Stromverbrauch berechnet oder aber abschätzt. Berechnen kann man ihn für einen bestimmten Zeitraum, wenn man den Zählerstand zu Beginn und zum Ende des Zeitraums misst. Anschließend zieht man den Anfangszählerstand vom Endstand ab. Nun kann man den Verbrauch in der Einheit Kilowattstunde mit dem Strompreis pro kWh multiplizieren. So ergibt sich der Verbrauchspreis. Anschließend muss man den Jahresgrundpreis dazurechnen, wenn der berücksichtigte Zeitraum ein Jahr beträgt. Bei einem halben Jahr nimmt man den halben Jahresgrundpreis.

Keine Jahresabrechnung zur Hand? So schätzen Sie Ihren Verbrauch

Wer frisch umgezogen ist oder die letzte Abrechnung nicht findet, kann mit Vergleichswerten arbeiten: Der Stromspiegel von co2online veröffentlicht jährlich typische Verbrauchswerte nach Haushaltsgröße und Gebäudetyp. Sie eignen sich als Startwert für die Kostenrechnung und für den Tarifvergleich – wer elektrisch Warmwasser bereitet, sollte je nach Haushaltsgröße mehrere hundert Kilowattstunden aufschlagen. Die Spannen zeigt die folgende Übersicht.

Typischer Jahresverbrauch nach Haushaltsgröße

Spanne von der Wohnung im Mehrfamilienhaus bis zum Einfamilienhaus – ohne elektrische Warmwasserbereitung.

HaushaltsgrößeWohnung (kWh/Jahr)Einfamilienhaus (kWh/Jahr)
1 Person1.2001.800
2 Personen1.9002.700
3 Personen2.4003.500
4 Personen2.6003.800
5 Personen3.1004.500

Mit elektrischer Warmwasserbereitung kommen je nach Haushaltsgröße mehrere hundert Kilowattstunden hinzu.

Quelle: Stromspiegel 2025 (co2online)
Stromzähler © Gina Sanders, stock.adobe.com
Stromzähler © Gina Sanders, stock.adobe.com

Etwas komplizierter wird es, den Strompreis zu berechnen, wenn für Tag und Nacht unterschiedliche Strompreise pro kWh gelten. Dann muss man für den Tag- und für den Nachttarif den jeweiligen Verbrauch ausrechnen und mit dem jeweiligen Strompreis pro kWh multiplizieren.

In vier Schritten zu Ihren Stromkosten

1

Zählerstand notieren

Lesen Sie den Zählerstand zu Beginn und am Ende des Zeitraums ab – bei HT/NT-Zählern beide Zählwerke.

2

Verbrauch berechnen

Endstand minus Anfangsstand ergibt den Verbrauch in Kilowattstunden für den betrachteten Zeitraum.

3

Mit dem Tarif verrechnen

Bei festen Arbeitspreisen: Verbrauch mal Arbeitspreis, plus den anteiligen Grundpreis. Bei HT/NT-Tarifen beide Zählwerke getrennt berechnen; bei dynamischen Tarifen die Preise je Zeitintervall berücksichtigen.

4

Mit den Abschlägen vergleichen Nachzahlungs-Check

Liegen die hochgerechneten Jahreskosten über der Summe Ihrer Abschläge, droht eine Nachzahlung – Abschlag rechtzeitig anpassen.

Rechenweg: Arbeitspreis und Grundpreis aus Ihrem Tarif; § 13 StromGVV betrifft Abschläge in der Grundversorgung.
So können Sie Ihre Stromkosten berechnen
So können Sie Ihre Stromkosten berechnen

Abschlagzahlungen entsprechen nicht dem Strompreis

Mit den Abschlagzahlungen eines Jahres hat man den Preis für den im Jahr verbrauchten Strom keineswegs immer bezahlt. Die Höhe der Abschlagszahlungen werden auf der Basis von Schätzungen bzw. der letzten Jahresabrechnung ermittelt. Steigt der Stromverbrauch im folgenden Jahr deutlich an oder reduziert er sich erheblich, sind die Abschläge zu niedrig oder zu hoch. Man muss dann eine Nachzahlung leisten, beziehungsweise erhält Geld zurück.

Abschlagszahlung © domoskanonos, stock.adobe.com
Abschlagszahlung sollte ungefähr dem realen Verbrauch entsprechen © domoskanonos, stock.adobe.com

Insbesondere um hohe Nachzahlungen zu verhindern, sollte man zwischendurch den Stromverbrauch ablesen und daraus den jeweiligen Strompreis berechnen. So erkennt man frühzeitig, wenn die Abschlagszahlungen zu niedrig sind und kann diese dementsprechend anpassen. Eine einfache Faustformel für den passenden Monatsabschlag: Jahresverbrauch in Kilowattstunden mal Arbeitspreis, geteilt durch zwölf, plus den monatlichen Grundpreis. Bei Abschlägen müssen Stromlieferanten einen glaubhaft erheblich geringeren Verbrauch angemessen berücksichtigen; das gilt in der Grundversorgung nach § 13 StromGVV und sonst nach § 41b Abs. 3 EnWG. Details erklärt der Ratgeber zur Abschlagszahlung.

Man kann auch für einzelne Geräte den Strompreis berechnen

Kostenintensive elektrische Geräte kann man mit zwei Formeln identifizieren. Den Stromverbrauch des Geräts berechnet man, indem man seine Wattzahl mit der Anzahl der Stunden pro Tag multipliziert, an denen das Gerät läuft – und das Ergebnis durch 1.000 teilt, um von Wattstunden auf Kilowattstunden zu kommen. Multipliziert man diesen Wert mit 365, hat man den Jahresverbrauch in Kilowattstunden. Ihn kann man anschließend mit dem Arbeitspreis multiplizieren und erhält so eine Schätzung für die Jahresstromkosten des Geräts. Ein Beispiel: Ein 100-Watt-Gerät, das täglich drei Stunden läuft, verbraucht 0,3 Kilowattstunden am Tag und rund 110 Kilowattstunden im Jahr – bei 37 Cent je Kilowattstunde etwa 40 Euro.

Stromkosten © gourmecana, fotolia.com
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