Stromverbrauch 2-Personen-Haushalt

Teilen:

Stromverbrauch 2-Personen-Haushalt – Informationen, Daten und Stromspartipps

Hinter den Singlehaushalten stellen die 2-Personen-Haushalte in Deutschland mit mehr als einem Drittel die zweitgrößte Haushaltsgruppe dar. In den letzten Jahren ist ihr Anteil an den Gesamthaushalten der Bundesrepublik relativ konstant gleichgeblieben bzw. über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten hinweg kontinuierlich gestiegen. Junge Paare, Wohngemeinschaften, aber auch alleinerziehende Singles mit Kind sowie Senioren sind in dieser Gruppierung anzutreffen. Auf den Stromverbrauch bzw. die Stromkosten in einem 2-Personen-Haushalt kann das große Auswirkungen haben.

Stromzähler © P. C., fotolia.com
Stromverbrauch © P. C., fotolia.com

Insgesamt ist der Pro-Kopf-Stromverbrauch in einem 2-Personen-Haushalt deutlich geringer als in einem Singlehaushalt. Die Grundausstattung mit Küchengeräten, Waschmaschine, Fernseher und Co. wird in einem 2-Personen-Haushalt schließlich geteilt, während ein Single sie allein nutzt. Gegenüber einem größeren Haushalt, in dem drei, vier oder noch mehr Menschen leben, ziehen in punkto Stromverbrauch pro Kopf aber auch die Bewohner eines 2-Personen-Haushaltes den Kürzeren. Welche konkreten Auswirkungen sich bei der Stromrechnung feststellen lassen und wo eventuell Einsparpotentiale liegen, zeigt sich nachfolgend.

Tipp: Mit unserem Stromtarifrechner finden Sie die günstigsten Tarife
Tipp: Telefonische Beratung zu den Tarifen unter 0800-289 289 609 (kostenlos)

2-Personen-Haushalt: Äußere Einflussfaktoren auf den Stromverbrauch

Grundlegend kann zwischen dem Stromverbrauch von einem 2-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus sowie dem Stromverbrauch von einem 2-Personen-Haushalt in einem Ein- oder Zweifamilienhaus unterschieden werden. Statistiken wissen zu belegen, dass der Stromverbrauch in Ein- oder Zweifamilienhäusern meist deutlich größer ist. Das lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass in der Regel größere Wohnflächen vorliegen und dass der allgemeine Hausstrom (Flurlicht, Bewegungsmelder am Haus etc.) durch weniger Parteien geteilt wird.

Zusammensetzung des Stromverbrauchs © co2online
Zusammensetzung deS Stromverbrauchs © co2online

Ein weiterer äußerer Einflussfaktor, auf den zur Miete lebende 2-Personen-Haushalte normalerweise keinen Einfluss haben, ist die Warmwasseraufbereitung. Wird das Wasser zum Duschen, Baden und Kochen über einen strombetriebenen Durchlauferhitzer aufbereitet, kommen normalerweise deutlich höhere Stromkosten zustande.

Durchschnittliche Stromkosten pro 2-Personen-Haushalt

Wenn die durchschnittlichen Stromkosten pro 2-Personen-Haushalt berechnet werden, fallen zwei Parameter ins Gewicht: Zum einen wird bezüglich der Warmwasseraufbereitung via Strom oder über andere Quellen differenziert, zum anderen wird hinsichtlich Ein-/Zweifamilienhaus oder Mehrfamilienhaus unterschieden. Bei den Durchschnittsangaben handelt es sich um jährlich neu berechnete Mittelwerte, in denen individuelle Einflussfaktoren nicht berücksichtigt werden.

Tipp: Wer seine Stromkosten reduzieren möchte sollte unseren Stromtarifrechner ausprobieren.

Neben dem Haustyp und der Warmwasseraufbereitung spielt für die eigene Stromrechnung im 2-Personen-Haushalt selbstverständlich noch das individuelle Stromsparverhalten der Bewohner eine Rolle. Auch die Frage nach dem Stromanbieter, dem Tarif, der Region und der Art des Stroms kann entscheidende Auswirkungen mit sich bringen.

In 2-Personen-Haushalten, die in einem Ein- oder Zweifamilienhaus untergebracht sind, liegen die Stromkosten höher als bei Haushalten in einem Mehrfamilienhaus. Bei einem niedrigen Stromverbrauch liegt der Wert ohne elektrische Warmwasseraufbereitung in einem Ein- oder Zweifamilienhaus bei bis zu 2.100 Kilowattstunden (kWh) im Jahr. Ein mittlerer Verbrauch würde bei bis zu 3.200 kWh liegen, während ein hoher Verbrauch oberhalb von 4.400 Kilowattstunden anzusiedeln wäre.

Findet die Warmwasseraufbereitung über den Strom statt, sind mit zusätzlichen Verbrauchswerten zu rechnen. So schraubt sich der geringe Verbrauch in diesem Fall auf einen Wert von bis zu 2.500 kWh hoch, während der mittlere Wert bei bis zu 4.000 kWh zu finden ist. Ein überdurchschnittlich hoher Verbrauch beginnt in diesem Beispiel bei mehr als 5.800 kWh.

2-Personen-Haushalte in einem Mehrfamilienhaus kommen in punkto Stromverbrauch dagegen deutlich günstiger weg. Selbst inklusive elektrischer Warmwasseraufbereitung landet der durchschnittliche Haushalt, in dem zwei Personen leben, bei einem geringen Verbrauch gerade einmal bei einem Wert von bis zu 2.000 Kilowattstunden. Der mittlere Wert hingegen liegt bei 3.100 kWh, während sich das Ergebnis bei einem sehr hohen Verbrauch bei einem Wert von 4.200 kWh einpendelt. Noch besser schneiden 2-Personen-Haushalte ab, wenn die Warmwasseraufbereitung nicht via Strom sichergestellt wird: Bis 1.300 kWh bei geringem Verbrauch, bis 2.200 kWh bei mittlerem und mehr als 3.100 kWh bei sehr hohem Verbrauch.

Warmwasser über Strom

Stromverbrauch in kWh

Einfamilienhaus/

Zweifamilienhaus

Ja

Gering: bis 2.500 Mittel: bis 4.000 Sehr hoch: über 5.800

Nein

Gering: bis 2.100 Mittel: bis 3.200 Sehr hoch: über 4.400
Mehrfamilienhaus

Ja

Gering: bis 2.000 Mittel: bis 3.100 Sehr hoch: über 4.200

Nein

Gering: bis 1.300 Mittel: bis 2.200 Sehr hoch: über 3.100

Tabelle 1: Durchschnittlicher Stromverbrauch von 2-Personen-Haushalten (Quelle Stromspiegel/co2online)

Geht man nun bei der Berechnung von einem durchschnittlichen Strompreis von 28,80 Cent pro Kilowattstunde aus, kommen 2-Personen-Haushalte mit durchschnittlichem Verbrauch in einem Mehrfamilienhaus mit elektrischer Warmwasseraufbereitung auf rund 893,00 Euro, während derselbe Haushalt in einem Ein- oder Zweifamilienhaus bei circa 1.152,00 Euro landet.

Stromspartipps: So verbrauchen 2-Personen-Haushalte weniger Strom

Strom zu sparen ist auch für 2-Personen-Haushalte schon mit wenigen Mitteln möglich. In der Regel müssen hierfür nicht einmal teure Anschaffungskosten einkalkuliert werden. Eine Zeitschaltuhr für den Boiler im Badezimmer ist genauso günstig wie Energiesparleuchtmittel für all diejenigen Lampen, die in der Wohnung am häufigsten brennen.

Stromfresser © Frank Eckgold, fotolia.com
Stromfresser identifizieren © Frank Eckgold, fotolia.com

Auch Steckdosenleisten mit Schalter für Geräte, die über einen Stand-By-Modus verfügen, können sich auf der nächsten Stromrechnung positiv bemerkbar machen. Besonders effizient kann zudem ein Stromanbieterwechsel sein. Dieser lässt sich mittlerweile sehr einfach und unkompliziert bewerkstelligen und kann pro Jahr mehrere hundert Euro einsparen. Wir erklären Ihnen gern, welche Optionen Ihnen zur Verfügung stehen.

Tipp: Jetzt zum Newsletter anmelden

Erhalten Sie die wichtigsten News monatlich aktuell und kostenlos direkt in Ihr Postfach
Ihre Email-Adresse wird nur für den Newsletterversand verwendet Datenschutzerklärung

Artikel teilen: