Stromverbrauch Singlehaushalt

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Stromverbrauch Singlehaushalt – Informationen, Daten und Stromspartipps

Die Anzahl der Singlehaushalte in Deutschland hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebte im Jahr 2016 in 41% aller Haushalte jeweils nur eine einzelne Person. Demzufolge sind mehr als ein Drittel aller Haushalte in Deutschland mittlerweile sogenannte Singlehaushalte. Auf den Stromverbrauch der gesamten Republik hat das einen entscheidenden Einfluss: In einem Singlehaushalt existiert normalerweise dieselbe sogenannte Grundausstattung an Stromverbrauchern wie in einem 2- oder 3-Personen-Haushalt.

Stromzähler © Gina Sanders, fotolia.com
Stromzähler misst den Stromverbrauch © Gina Sanders, fotolia.com

Ein Fernseher, ein Kühlschrank, eine Waschmaschine sowie auch ein Backofen und weitere Geräte, sind vorhanden und werden normalerweise auch regelmäßig genutzt. Während all diese Geräte in einem Mehrpersonenhaushalt geteilt werden, nutzt ein Alleinstehender sie nur für sich. Dadurch ist der Stromverbrauch pro Kopf bereits von vornherein auf einem höheren Grundniveau angesiedelt. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den allgemeinen Stromverbrauch in Deutschland, sondern macht sich auch bei allen Personen, die in einem Singlehaushalt leben, auf der Stromrechnung bemerkbar.

Äußere Einflussfaktoren auf den Stromverbrauch im Singlehaushalt

Neben der Anzahl der Personen, die in einem Haushalt leben, spielen weitere äußere und dadurch nur schwer beeinflussbare Faktoren bei der Höhe des Stromverbrauchs eine Rolle. So gilt es als erwiesen, dass die Gebäudeform, in welche der Haushalt integriert ist, ein großes Gewicht für den tatsächlichen Stromverbrauch im Singlehaushalt haben kann. In einem Mehrfamilienhaus verbrauchen Singlehaushalte durchschnittlich weniger Strom als in einer Immobilie, in der nur ein oder zwei Familien bzw. Haushalte untergebracht sind. Auch die Frage nach der Warmwasseraufbereitung sollte nicht vernachlässigt werden: Kommt das warme Wasser fürs Kochen, Duschen oder Baden über den Strom zustande, fällt die Stromrechnung in der Regel deutlich höher aus.

Zusammensetzung des Stromverbrauchs © co2online
Zusammensetzung deS Stromverbrauchs © co2online
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Durchschnittliche Stromkosten pro Singlehaushalt

Wenn es um den durchschnittlichen Stromverbrauch sowie die zugehörigen Stromkosten in einem Singlehaushalt geht, werden jährlich neue Beispielswerte errechnet, die als Orientierung dienen können. Unterschieden wird mit Blick auf die Durchschnittsangabe danach, ob die betreffenden Singlehaushalte in einem Ein- oder Zweifamilienhaus oder alternativ in einem Mehrfamilienhaus angesiedelt sind. Zudem wird eine Unterscheidung dahingehend getroffen, ob die Warmwasseraufbereitung über den Strom stattfindet oder nicht.

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Bei einem durchschnittlichen Ein-Personen-Haushalt in einem Ein- oder Zweifamilienhaus, bei dem die Warmwasseraufbereitung nicht über den Strom geschieht, liegt ein durchschnittlich geringer Verbrauch bei 1.300 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Ein mittlerer Durchschnittsverbrauch lässt sich bei rund 2.500 kWh pro Jahr einordnen, wohingegen ein sehr hoher Verbrauch bei mindestens 4.000 kWh im Jahr liegt. Falls die Warmwasseraufbereitung über den Strom stattfindet, liegen die Werte deutlich darüber: 1.500 kWh bei geringem, 3.000 kWh bei mittlerem und über 5.000 kWh bei sehr hohem Stromverbrauch.

Der Stromverbrauch von Singlehaushalten in einem Mehrfamilienhaus ist gegenüber den 1-Personen-Haushalten in einem Ein- oder Zweifamilienhaus deutlich reduziert. Ein geringer Verbrauch bei stromunabhängiger Warmwasseraufbereitung liegt bei 800 kWh im Jahr. Der mittlere Wert ist bei 1.500 kWh einzuordnen, während der sehr hohe Verbrauch bei mehr als 2.200 kWh liegt. Für den Fall, dass die Warmwasseraufbereitung bei diesen Haushalten über den Strom geregelt wird, steigen die Werte ebenso an: 1.200 kWh bei niedrigem Verbrauch, bis 2.000 kWh bei mittlerem und mehr als 3.000 kWh bei sehr hohem Verbrauch. Die nachfolgende Tabelle stellt diese Durchschnittwerte noch einmal übersichtlich gegenüber.

Warmwasser über Strom

Stromverbrauch in kWh

Einfamilienhaus/

Zweifamilienhaus

Ja

Gering: bis 1.500 Mittel: bis 3.000 Sehr hoch: über 5.000

Nein

Gering: bis 1.300 Mittel: bis 2.500 Sehr hoch: über 4.000
Mehrfamilienhaus

Ja

Gering: bis 1.200 Mittel: bis 2.000 Sehr hoch: über 3.000

Nein

Gering: bis 800 Mittel: bis 1.500 Sehr hoch: über 2.200

Tabelle 1: Durchschnittlicher Stromverbrauch von Singlehaushalten (Quelle Stromspiegel/co2online)

Bei einer durchschnittlichen Berechnung von etwa 28,80 Cent pro kWh (genaue Preise abhängig von Bundesland, Stromanbieter und Tarif) kommt ein Singlehaushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch in einem Mehrfamilienhaus (ohne elektrische Warmwasseraufbereitung) dementsprechend auf rund 576,00 Euro Stromkosten pro Jahr. Derselbe Haushalt in einem Ein- oder Zweifamilienhaushalt käme auf rund 720,00 Euro Stromkosten.

Stromspartipps: Weniger Stromverbrauch im Singlehaushalt

Strom sparen © Doc Rabe Media, fotolia.com
Strom sparen © Doc Rabe Media, fotolia.com

Wie angesichts der obigen Tabelle schnell klar wird, gibt es viele äußere Einflussfaktoren, die für den Stromverbrauch im Singlehaushalt eine Rolle spielen. Während gegen den Gebäudetyp oder de Warmwasseraufbereitungsart in einer Mietimmobilie wenig unternommen werden können, gibt es einige Punkte, mit denen Singles ihre Stromkosten ganz einfach reduzieren können. Zum einen ist es ratsam auf energiesparende Stromverbraucher umzusteigen: Ein Kühlschrank mit einer niedrigen Energieeffizienzklasse verbraucht deutlich mehr Strom als ein modernes Modell in der Kategorie A oder höher.

Darüber hinaus sollten sämtliche Elektrogeräte niemals im Stand-By-Modus verbleiben, sondern am besten mithilfe einer Steckdosenleiste mit Schalter komplett von der Stromversorgung gekappt werden, wenn sie nicht im Betrieb sind. Der Umstieg auf LEDs ist ein weiterer unkompliziert umsetzbarer Tipp.

Ebenfalls bewährt hat sich zudem der Stromanbieterwechsel. Dieser ist heutzutage sehr unkompliziert durchzuführen und kann beispielsweise bei einem Singlehaushalt Ersparnisse von mehreren hundert Euro mit sich bringen. Gern beraten wir Sie bezüglich der Ihnen zur Verfügung stehenden Optionen.

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