Gasvergleich lohnt sich
Gas ist der wichtigste Energieträger für die Beheizung von Wohnungen in Deutschland: 56,1 Prozent der rund 43,8 Millionen beheizten Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden werden damit versorgt, weit vor Heizöl (17,2 Prozent) und Fernwärme (15,5 Prozent). Das zeigt die Beheizungsstruktur des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Jahr 2025; die Zahl schließt Biomethan und Flüssiggas ein. Im Neubau hat sich das Bild dagegen gedreht: Von den 2025 fertiggestellten Wohngebäuden bekamen nur noch 10,5 Prozent eine Gasheizung — hinter Wärmepumpe (73,6 Prozent) und vor Fernwärme (8,3 Prozent). Für die meisten Haushalte bleibt Gas damit auf Jahre hinaus der Energieträger, mit dem sie heizen — und der Gaspreis ein großer Posten im Haushaltsbudget.
Das Wichtigste in Kürze
- 2025 wurden 56,1 Prozent der Wohnungen mit Gas beheizt; bei 2025 fertiggestellten Wohngebäuden ist Erdgas nach Wärmepumpen die zweithäufigste Energiequelle.
- Je Wohnort stehen im Schnitt 108 Gasanbieter zur Wahl; rund 16 Prozent der Haushalte bleiben in der Grundversorgung.
- Für den Vergleich reichen Postleitzahl und Jahresverbrauch — bei 20.000 Kilowattstunden sind rund 360 Euro im Jahr drin.

Seit der Liberalisierung des Gasmarktes können Haushalte ihren Lieferanten frei wählen — und die Auswahl ist groß: Im Bundesdurchschnitt standen 2024 je Wohnort 108 Gasanbieter zur Verfügung, so der gemeinsame Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt. Nicht jeder Lieferant ist in jeder Region aktiv, doch der Spielraum wird rege genutzt: 2024 wechselten rund 2,4 Millionen Gaskundinnen und -kunden den Anbieter — ein Höchststand —, 2025 waren es 2,1 Millionen. Rund 16 Prozent der Haushalte blieben 2024 trotzdem in der Grundversorgung — dem in der Regel teuersten Tarif am Ort.
Nutzen Sie den Gastarifrechner
Die große Auswahl bedeutet ein spürbares Einsparpotenzial. Für Januar 2026 hat die Bundesnetzagentur das Einsparpotenzial bei einem Anbieterwechsel und 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch mit rund 360 Euro im Jahr modelliert. Für den Vergleich brauchen Sie nur zwei Angaben — Postleitzahl und Jahresverbrauch. Der Rechner zeigt Ihnen anschließend die Tarife, die an Ihrer Adresse verfügbar sind.
Den Jahresverbrauch finden Sie auf Ihrer letzten Gasabrechnung. Steht dort nur ein Volumen in Kubikmetern, rechnet die Seite Gasverbrauch umrechnen ihn in Kilowattstunden um; als groben Anhaltspunkt nennt der Heizspiegel 2025 je nach Gesamtfläche des Gebäudes 114 bis 121 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr als Obergrenze der Kategorie „mittel“; wie Sie Ihren Verbrauch einordnen, zeigt der Ratgeber Gasverbrauch.
Was ein Gasvergleich in Ihrer Situation bringt
Wie viel ein Wechsel wert ist, hängt weniger vom Anbieter ab als davon, in welchem Vertrag Sie gerade stecken.
WennGrundversorgung, noch nie gewechselt
Dann Größter Hebel
Hier ist der Abstand zu günstigeren Angeboten oft besonders groß. Der Vertrag ist jederzeit mit zwei Wochen Frist kündbar (§ 20 GasGVV), der Grundversorger darf dafür kein Entgelt verlangen.
WennVertrag älter als ein Jahr
Dann Vergleich lohnt meistens
Viele Neukundenboni gelten nur im ersten Vertragsjahr, der Arbeitspreis bleibt danach oft auf dem alten Stand. Rechnen Sie deshalb mit den Kosten ab dem zweiten Jahr und halten Sie die letzte Jahresabrechnung gegen die Angebote in Ihrer Postleitzahl.
WennPreiserhöhung angekündigt
Dann Sonderkündigungsrecht nutzen
Sie dürfen zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen — in der Grundversorgung nach § 5 Abs. 3 GasGVV, im Sondervertrag nach § 41 Abs. 5 EnWG; ausgenommen sind die Fälle des § 41 Abs. 6 EnWG. Die Kündigung muss dem Anbieter vor dem Stichtag zugehen, nicht erst abgeschickt sein.
WennUmzug steht an
Dann Neu vergleichen statt mitnehmen
Am neuen Wohnort gelten andere Netzentgelte und andere Angebote. Ohne eigenen Liefervertrag werden Sie dort je nach Fall der Grund- oder der Ersatzversorgung zugeordnet — beides ist selten günstig.
WennMietwohnung mit zentraler Gasheizung
Dann Kein eigener Wechsel möglich
Bei einer zentralen Gasheizung schließt die Vermieterin oder der Vermieter den Liefervertrag; Sie zahlen über die Heizkostenabrechnung und können den Anbieter nicht selbst wechseln. Nur mit eigener Gasetagenheizung und eigenem Zähler haben Sie einen eigenen Vertrag.
Worauf Sie beim Gastarif achten sollten
Der günstigste Eintrag in der Ergebnisliste ist nicht automatisch der beste Vertrag. Entscheidend ist, wie der Preis zustande kommt: Ein hoher Neukundenbonus drückt den rechnerischen Preis im ersten Jahr, sagt aber nichts darüber, was die Kilowattstunde danach kostet. Wie der Wechsel selbst abläuft, erklärt der Ratgeber Gaswechsel, welche Tarifarten es gibt, die Seite Gastarife. Antworten rund um Vertrag, Abrechnung und Verbrauch sammelt unser Gas-Ratgeber.
Vor dem Abschluss: fünf Punkte prüfen
Gastarifrechner
Mit dem Gaspreisvergleich finden Sie schnell und einfach die für Sie günstigsten Gaspreise. Das funktioniert einfach und unkompliziert: Daten in den Gasrechner eingeben und anschließend auf „Tarif berechnen“ klicken.
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