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Ökostrom Siegel Vergleich

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Vergleich der Ökostromsiegel

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt kein einheitliches Ökostrom-Siegel: ok-power, Grüner Strom Label und TÜV-Siegel legen unterschiedlich strenge Kriterien an.
  • Echten Zusatznutzen für die Energiewende verlangen vor allem ok-power und das Grüner Strom Label.
  • Herkunftsnachweise ersetzen die früheren RECS-Zertifikate – sie belegen nur die Herkunft und sind kein Gütesiegel.
Solaranlagen © Marina Lohrbach, stock.adobe.com
Solaranlagen © Marina Lohrbach, stock.adobe.com

In Deutschland gibt es kein einheitliches Gütesiegel oder Zertifikat für Ökostrom. Die bekanntesten sind das ok-power Label, das Grüner Strom Label und verschiedene TÜV Siegel. Die Siegel sollen dazu dienen, den Markt für Ökostrom transparenter und die Qualität der Angebote überprüfbar zu machen. Für die Vergabe ist zunächst die Zusammensetzung des Stroms entscheidend: Wie viel Prozent kommen wirklich aus regenerativen Energiequellen? Manche Gütesiegel setzen zusätzlich voraus, dass ein bestimmter Anteil der Einnahmen in den Bau neuer Anlagen investiert wird oder dass ein Teil des Stroms aus jungen, neu errichteten Anlagen stammt. Wer sich für Strom aus erneuerbaren Energien entscheiden möchte, sollte deshalb prüfen, welche Ökostrom Gütesiegel der Wunschtarif vorweisen kann.


Eine Besonderheit sind die früheren RECS-Zertifikate: Dieses europäische Zertifikatssystem wurde durch amtliche Herkunftsnachweise abgelöst, die in Deutschland im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamts geführt werden. Herkunftsnachweise sind das gesetzliche Nachweissystem für Ökostrom und verhindern, dass dieselbe Kilowattstunde doppelt als Ökostrom verkauft wird – ein Gütesiegel mit Zusatznutzen für die Energiewende sind sie aber nicht. Auch die früher von EcoTopTen gepflegte Empfehlungsliste für Ökostromtarife wird übrigens nicht mehr aktualisiert – bei der Tarifwahl sind die Kriterien des konkreten Siegels ein wichtiger Wegweiser.

Vergleichstabelle Ökostrom Siegel

Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Merkmale der Siegel und Zertifikate zusammen – von den Ausstellern über die geforderten Kriterien bis zur Einordnung aus Verbrauchersicht:

Ökostrom-Siegel im Vergleich

So unterscheiden sich die wichtigsten Siegel und Zertifikate bei Trägerschaft, Anforderungen und Nutzen für die Energiewende:

ok-powerGrüner Strom LabelTÜV-SiegelHerkunftsnachweise (früher RECS)
AusstellerEnergieVision e.V.Grüner Strom Label e.V.TÜV Nord, TÜV Rheinland, TÜV SüdAusgestellt vom Register des Erzeugungslands; für deutsche Anlagen Umweltbundesamt, grenzüberschreitend über den AIB-Verbund
Wer steht dahinter?gemeinnütziger Verein, initiiert u. a. vom Öko-InstitutUmwelt-, Friedens- und Verbraucherverbände (BUND, NABU, DNR, IPPNW, Verbraucher Initiative, EUROSOLAR)die drei TÜV-Unternehmensgruppenstaatliche Registerführung nach EU-Recht
Geforderter Anteil erneuerbarer Energien100 % für zertifizierte Tarife100 %je nach Siegel 100 % (z. B. TÜV SÜD EE01/EE02)100 % bilanziell
reine Herkunftsbuchung
Förderung des Ausbaus verpflichtend?ja
Wahlpflichtkriterien: Neuanlagenförderung/-initiierung oder Innovationsförderung
ja
fester Investitionsbetrag je Kilowattstunde
je nach Siegel
teils Neuanlagen-Anteil (etwa TÜV SÜD EE01), teils keine Ausbaupflicht
nein
KritikpunkteKriterienmodelle für Laien komplexFörderprojekte werden nach Labelkriterien ausgewählt; Mittelverwendung beim Tarif prüfenVielzahl an Siegeln verwirrend; Anforderungen je nach Siegel unterschiedlich strengbelegt nur die Herkunft; bilanzieller Zukauf ausländischer Nachweise ohne zusätzlichen ökologischen Nutzen möglich
Urteilempfehlenswertempfehlenswerteingeschränkt empfehlenswert
Kriterien des konkreten Siegels prüfen
kein Gütesiegel
Quelle: Kriterienkataloge und Angaben der Aussteller; Herkunftsnachweise: Umweltbundesamt. Stand August 2026
Grünen Strom fördern: Diese Gütesiegel sind vertrauenswürdig
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Welcher Ökostromtarif passt zu Ihren Ansprüchen?

1. Was soll Ihr Ökostromtarif leisten?

Maximaler Schub für die EnergiewendeTarife mit ok-power oder Grüner Strom Label wählen; auch ein TÜV-Tarif kann passen, wenn sein konkreter Standard eine Förderkomponente verlangt.
100 % Erneuerbare, Zusatznutzen zweitrangigTÜV-zertifizierte Tarife können genügen – prüfen Sie aber, welcher Kriterienkatalog dahintersteht, denn die Anforderungen unterscheiden sich deutlich.
Tarif wirbt nur mit „100 % Ökostrom“ ohne SiegelVorsicht: Herkunftsnachweise allein belegen keinen Zusatznutzen für die Energiewende. Beim Anbieter nachfragen oder einen zertifizierten Tarif bevorzugen.
Ökostrom Siegel © ferkelraggae, stock.adobe.com
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Ökostrom Gütesiegel und Ökostrom Zertifikate Der Begriff Ökostrom ist weder verbindlich definiert noch rechtlich geschützt. Allgemein wird darunter Strom aus… weiterlesen

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