Heizstrahler – teuer und klimaschädlich

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Heizstrahler – hoher Preis für wenig Wärme

Wer auch im Winter nicht darauf verzichten möchte, auf dem Balkon oder der Terrasse zu sitzen, der mag womöglich mit dem Gedanken spielen, sich einen Heizstrahler oder Heizpilz zuzulegen. Dabei sollte er besser in einen neuen extradicken Pullover investieren, denn die Wärmespender sind ausgesprochene Energiefresser. Spätestens bei der Jahresabrechnung gibt es die Quittung. Daher sollte man auf Heizstrahler lieber verzichten.

Heizstrahler © Artur Synenko, fotolia.com
Heizstrahler © Artur Synenko, fotolia.com

Hauptsache warm? Das gilt nicht immer

Hauptsächlich findet man Heizstrahler in Cafes oder Restaurants mit Außengastronomie. Aber auch im privaten Bereich sind sie auf dem Vormarsch – eine Entwicklung, die eigentlich unverständlich ist, bei dem Energieverbrauch. Sitzt man im Cafe, werden die entstehenden Kosten nicht wahrgenommen. Schließlich geht die Energierechnung dann an den Wirt und nicht an einen selbst. Im Privaten dagegen schmerzen die Kosten durch Heizstrahler schon wesentlich mehr.

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So funktionieren Heizstrahler

Gasbetriebe Heizstrahler heizen ab durch Strahlungswärme. Diese Strahlen erwärmen die nähere Umgebung, in der sie aufgestellt sind. Der Wärme-Effekt ist allerdings nur von kurzer Dauer, da die Wärme relativ schnell nach oben entweicht.

Gift fürs Portemonnaie – Gift für die Umwelt

Heizstrahler sind äußerst schädlich fürs Klima. Sie werden mit flüssigem Propangas betrieben, verbrauchen viel Energie und haben deshalb einen hohen CO2-Ausstoß. In einer Propangasflasche sind im Schnitt elf Kilo des Gases enthalten. Zehn Stunden könnte der Heizstrahler damit nonstop in Betrieb sein, hat das Verbraucherportal Verivox ermittelt. Das bedeutet einen Kohlendioxid-Ausstoß von 33 Kilogramm pro Flasche.

Die durchschnittliche Leistung eines Heizpilzes liegt bei rund 14 Kilowatt. Damit kann man locker eine Wohnfläche bis zu 150 Quadratmetern beheizen. Zwischenzeitlich haben zwar manche Hersteller, vor allem im Bereich der Heizpilze, reagiert und so genannte Öko-Modelle entwickelt, die weniger Energie verbrauchen. Jedoch ist auch hier die Bilanz nicht wirklich überzeugend.

Stromstrahler als Alternative? Trügerische Umweltbilanz

Auch mit Strom betriebene Heizstrahler stellen keine Lösung dar. Bei diesen Wärmespendern werden Heizstäbe mittels Strom erhitzt. Über Spiegel reflektieren sie die Infrarotwärme in ihre Umgebung.

Sie belasten den Geldbeutel zwar nicht annähernd so stark wie gasbetriebene Strahler, schneiden in punkto Öko-Bilanz aber noch schlechter ab als ihre Gas-Gegenstücke. Rund vier Mal höher liegt der CO2-Ausstoß von Stromstrahlern im Vergleich zu Gasstrahlern. Diese vermeintlich bessere Umweltbilanz gasbetriebener Heizstrahler wird allerdings dadurch wieder relativiert, dass in der Gastronomie meist mehr als ein Gerät in Benutzung ist. Die Werte sind demnach nicht so positiv wie zunächst angenommen.

Laut Verivox verbraucht ein Gastwirt, der vier Heizpilze 60 Tage lang jeweils zehn Stunden laufen lässt, rund 29 Kilowattstunden. Das macht Kosten von rund 3.600 Euro aus. Die CO2-Emissionen liegen dabei deutlich über denen eines Mittelklassewagens. Beim Gastronom liegt der Ausstoß bei 5,3 Tonnen. Der Pkw stößt jährlich dagegen „nur“ 3,5 Tonnen aus.

Da hilft es auch nicht, gasbetriebene Heizpilze nur halb aufzudrehen, um den Ausstoß zu senken. Sie geben nämlich erst dann ein ausreichendes Maß an Wärme ab, wenn sie mit voller Leistung laufen. Sind sie also nicht voll aufgedreht, verpufft die Wärme auf halbem Wege und reicht nicht einmal bis an den Kopf. Alles in allem gehören Heizstrahler somit zu den Dingen, die man von der Liste der geplanten Anschaffungen streichen sollte.

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