Heizungsrohre dämmen

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Heizungsrohre richtig dämmen und Heizkosten sparen

Fassade, Türen und Fenster – daran denken Verbraucher meist zuerst, wenn es darum geht, das Haus zu dämmen und die Kälte auf diese Weise auszusperren. Dabei vergessen sie oft, dass auch die Heizungsrohre ein großes Sparpotential bieten, wenn sie gedämmt werden. Denn gerade sie laufen oft durch Kellerräume und verlieren dadurch an Wärme. Wertvolle Energie geht verloren, was sich dann wiederum in hohen Heizkostenabrechnungen niederschlägt. Durch eine gute Dämmung der Heizungsrohre lassen sich die Heizkosten senken.

Heizungsrohre dämmen © photocrew, fotolia.com
Heizungsrohre dämmen © photocrew, fotolia.com

1,5 Kubikmeter Erdgas werden in Altbauten pro Quadratmeter Wohnfläche jährlich benötigt. Ein Verbrauch, der leicht um die Hälfte reduziert werden, wenn man durch die Dämmung von Leitungen und Heizungsrohre den Wärmeverlust stoppt. Inzwischen ist Wärmedämmung des Wollens, sondern des Müssens. Die Energieeinsparverordnung gibt gesetzlich vor, dass Heizungs- und Warmwasserrohre in nicht beheizten Räumen eine Wärmedämmung vorweisen müssen.

Welches Dämmmaterial ist am besten?

Um seine Rohre nachträglich zu dämmen, verwendet man am besten Schläuche aus Weichschaum oder Kunststoff-Rohrschalen. Auch Mineralwolle ist geeignet. Wer seine Heizungsrohre in Eigenregie isolieren will, sollte auch ein scharfes Cuttermesser sowie ein Spezialklebeband bereitlegen.

Wie dick muss das Dämmmaterial sein?

Heimwerker können bei der Dicke des Dämmmaterials nicht frei nach Gutdünken vorgehen. Es gibt genaue gesetzliche Regelungen, welche Dicke mindestens verwendet werden muss. So muss das Isoliermaterial für nicht beheizte Räume in etwa so dick sein wie der innere Durchmesser des Rohres. Die Dämmung sollte bei mindestens zwei Zentimetern liegen. Es sollten Dämmstoffschalen, die um die Rohre gelegt werden, die Wärmeleitfähigkeitsklasse 035 haben.


Bildquelle: co2online gGmbH

Heizungsrohre dämmen – so geht es

Rohre dämmen ist auch für Laien leicht zu realisieren, vor allem, wenn die Rohre gut zugänglich sind. Am einfachsten funktioniert das Isolieren, wenn die Leitungen mit Schläuchen aus Weichschaum überzogen werden, bevor sie fertig verlegt worden sind, zum Beispiel bei Neubauten. Danach werden sie mit Spezialkleber befestigt oder wahlweise mit einer Bandage fixiert.

Auch eine nachträgliche Dämmung ist in der Regel unproblematisch: In solch einem Fall werden die Schläuche einfach längs aufgeschnitten und um die Rohre gelegt. Hierfür benötigt man das Cuttermesser. Danach wird die Öffnung mit dem Spezialklebeband gut verschlossen.

An einem Punkt müssen Heimwerker ein wenig Geschick beweisen: Dann nämlich, wenn Rohre um die Ecke laufen. Hierfür sollten sie die Schlauchenden in einem Winkel von 45 Grad zuschneiden, so dass beide Anschlussstücke, wenn sie miteinander verbunden werden, wieder einen 90-Grad-Winkel ergeben. Am besten verwendet man hierfür eine Gehrungslade, damit man die Schnitte möglichst sauber setzen kann. Auch hier gilt: Hinterher die Abdichtung mit dem Klebeband nicht vergessen!

Bisweilen treffen Rohre auch T-förmig aufeinander. Dann schneidet man in den Schlauch, der waagerecht verläuft, einen Keil von 90 Grad, während man den senkrecht verlaufenden Schlauch mit zwei 45-Grad-Winkeln anschneidet wie eine Spitze. Diese muss genau in den 90-Grad-Keil passen. Auch bei bogenförmigen Rohrverläufen muss man keilartige Einschnitte vornehmen, so dass sich die Form gut an den Bogen anpassen kann.

Wer keine so ruhige Hand hat, kann auch auf fertig vorproduzierte, T- oder bogenförmige Formstücke zurückgreifen. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Dämm-Rohrschalen lückenlos und ohne Unterbrechung ummantelt wurden. Am besten, man umwickelt die Stöße immer mit Aluminium-, bzw. Spezialklebeband.

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