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Strom sparen in der Weihnachtszeit

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Strom Spartipps für die Adventszeit

Viele fiebern bereits im Laufe des Jahres dem Dezember entgegen. Die Menschen freuen sich auf die Zeit, in der es in der Innenstadt nach gebrannten Mandeln duftet und in vielen Fenstern Sterne, Kugeln und Bögen leuchten.

Doch die Weihnachtzeit ist nicht nur die Zeit, in der Familie und Freunde besinnlich zusammensitzen und man in der Innenstadt einen Glühwein genießt. Der Dezember ist auch der Monat, in dem hohe Kosten anfallen. Und das nicht nur für Weihnachtsgeschenke und Dekorationsstücke, sondern vor allem für das Mehr an Energie, die für Beleuchtung, zum Kochen und Backen sowie die Heizung verbraucht wird. Mit den folgenden Tipps gelingt es Ihnen, auch zur Weihnachtszeit, Ihre Stromkosten in Grenzen zu halten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Alte Glühlämpchen-Lichterketten sind heimliche Stromfresser – LED-Ketten brauchen nur rund ein Zehntel des Stroms.
  • Zeitschaltuhren und konsequentes Ausschalten (auch Stand-by) verhindern unnötigen Verbrauch an langen Dezemberabenden.
  • Beim Plätzchenbacken sparen Umluft, geschlossene Ofentür und Restwärme spürbar Energie.
Lichterkette an Holzwand © maria , stock.adobe.com
Lichterkette an Holzwand © maria , stock.adobe.com

Tipp 1: Auch bei der Weihnachtbeleuchtung auf LED-Lampen setzen

Während in den meisten Fassungen im Haus bereits LED-Lampen brennen, nutzen viele Menschen noch jahrzehntealte Weihnachtsbeleuchtung, in denen noch Glühbirnen für Licht sorgen. Das kann im Laufe des Dezembers teuer werden.

Eine solche alte Lichterkette kann je nach Modell sehr unterschiedlich viel verbrauchen; für ein Rechenbeispiel nehmen wir 100 Watt an. Bei einer täglichen Nutzung von vier Uhr nachmittags bis zehn Uhr abends entsteht ein Verbrauch von 0,6 kWh pro Tag – über die 37 Tage vom 1. Dezember bis 6. Januar summiert sich das auf rund 22 Kilowattstunden. Neue Lichterketten nutzen fast ausschließlich LEDs; sie brauchen je nach Modell oft nur etwa 5 bis 10 Watt (ein Blick auf die Verpackung lohnt) und damit rund 90 Prozent weniger Strom. Der Verbrauch sinkt auf etwa ein Zehntel – statt rund 22 bleiben nur rund zwei Kilowattstunden, die Stromkosten sind entsprechend gering.

LED-Lampen verbrauchen wenig Strom
LED-Lampen verbrauchen wenig Strom

Weihnachtsbeleuchtung: Glühlämpchen-Kette oder LED?

Rechenbeispiel für die Deko: Was der Umstieg auf LED-Lichterketten bringt.

MerkmalAlte Glühlämpchen-KetteLED-Kette
LeistungBeispiel: 100 Wnur etwa 5–10 W
Verbrauch in der Adventszeitrund 22 kWhrund 2 kWh
Ersparnis mit LED—rund 90 % weniger Strom
Lebensdauerbegrenztein Vielfaches länger
Quelle: Verbraucherzentrale · eigene Berechnung (100 W bzw. 5–10 W, 6 Stunden/Tag, 1. Dez–6. Jan)

Tipp 2: Solar-Lampen für den Außenbereich

Nicht nur das Haus, auch der Außenbereich wird im Dezember zusätzlich ausgeleuchtet. Um dabei Strom einzusparen, können Sie auf solarbetriebene LED-Lichter setzen. Auch bei bewölktem Himmel laden sie sich über das diffuse Tageslicht auf und sorgen im Dunkeln für eine schöne Atmosphäre; im Dezember fällt die Leuchtdauer je nach Standort und Wetter allerdings kürzer aus. Von batteriebetriebenen Lampen raten wir ab, da diese über die Zeit hohe Kosten verursachen. Wenn Sie jedoch über solche Lampen verfügen, ist es besser auf Akkus statt auf Batterien zu setzen.

Tipp 3: Zeitschaltuhren benutzen

Auch wenn Sie auf energiesparende LED-Lampen setzen, müssen diese nicht unnötig lange brennen. Im Dezember ist in vielen Haushalten das ganze Haus mit Lichterketten und zusätzlichen Lampen ausgestattet, um mehr Gemütlichkeit in der dunklen Jahreszeit herzustellen. Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden. Oft vergessen wir aber das Abschalten aller Lichtquellen, bevor wir ins Bett gehen. Zeitschaltuhren können hier Abhilfe schaffen. Nach dem von Ihnen gewählten Zeitfenster nehmen diese praktischen Helfer die Beleuchtung vom Stromnetz, womit der Verbrauch der angeschlossenen Beleuchtung nach dem Abschalten endet.

Zeitschaltuhren sind Stromsparhelfer
Zeitschaltuhren sind Stromsparhelfer

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Tipp 4: Energiesparend backen

Die Adventszeit ist die Zeit von Vanillegipferl, Zimtsternen und Co. Doch der ständige Betrieb des Backofens hat seinen Preis. Mit ein paar Tipps können Sie die Energiekosten beim Backen deutlich senken.

Familie backt in der Küche © fizkes, stock.adobe.com
Familie backt in der Küche © fizkes, stock.adobe.com

Vor dem Backen ist es sinnvoll, alle Bleche aus dem Ofen zu nehmen. Diese nehmen nämlich die Hitze auf und verlängern die Vorheizzeit und erhöhen damit die Energiekosten. Statt auf Ober- und Unterhitze ist es sinnvoll auf die Umluft-Funktion zu setzen. So können Sie je nach Gericht mit 20 bis 30 Grad niedrigerer Temperatur backen. Mit der Umluft-Funktion haben Sie zudem die Möglichkeit mehrere Bleche gleichzeitig in den Herd zu schieben und damit mit einem Energieaufwand mehrere Plätzchen zu backen. Beim Backen sollten Sie die Tür geschlossen halten, da sonst wertvolle Wärme aus dem Ofen entweicht. Außerdem können Sie je nach Backzeit der Plätzchen den Ofen oft fünf bis fünfzehn Minuten vor dem Ablauf der benötigten Zeit abschalten. Die Restwärme des Ofens genügt, um die Plätzchen fertig zu backen.

Energiesparend backen: die wichtigsten Handgriffe

Vor dem Vorheizen alle nicht benötigten Bleche aus dem Ofen nehmen.
Umluft statt Ober-/Unterhitze nutzen – spart Energie und backt mehrere Bleche gleichzeitig.
Die Ofentür geschlossen halten, damit keine Wärme entweicht.
Den Ofen 5 bis 15 Minuten vor Ende ausschalten und die Restwärme nutzen.
Energie sparen mit Herd und Ofen
Energie sparen mit Herd und Ofen
So sparen Sie Strom in der Küche bei der Backofennutzung
So sparen Sie Strom in der Küche bei der Backofennutzung

Tipp 5: Heizkosten senken

Im Winter haben wir es gern kuschelig warm in unserem Zuhause. Je nach Heizungssystem steigen damit vor allem die Kosten für Wärmeenergie – bei Wärmepumpen der Stromverbrauch, bei Gas- oder Ölheizungen vor allem die Brennstoffkosten. Als Richtwert genügen im Wohnbereich meist 20 Grad; für Küche und Schlafzimmer empfiehlt das Umweltbundesamt 18 beziehungsweise 17 Grad. Wer dies als zu kühl empfindet, kann auf einen dicken Weihnachtspulli und Wollsocken setzen. Kerzen sorgen vor allem für ein angenehmes Ambiente; zum Heizen taugen sie kaum und sollten nie unbeaufsichtigt brennen.

Energiesparen in der Weihnachtszeit mit Wolldecke und Pulli © alexander_raths , stock.adobe.com
Energiesparen in der Weihnachtszeit mit Wolldecke und Pulli © alexander_raths , stock.adobe.com
Junges Paar hat Spaß in der Weihnachtszeit © lightfield_studios, stock.adobe.com
Junges Paar hat Spaß in der Weihnachtszeit © lightfield_studios, stock.adobe.com

Tipp 6: Bildschirmzeiten reduzieren

Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit, in der sich die Bildschirmzeiten erhöhen. Da es früher dunkel wird und draußen kalt ist, verbringen wir mehr Zeit in den Innenräumen. Doch statt dort vor dem Fernseher oder der Spielkonsole zu sitzen, ist es gerade in der Adventszeit schön, im Kreis der Familie oder mit Freunden zusammenzusitzen. Wenn Sie einen klassischen Weihnachtsfilm schauen möchten, dann tun Sie es doch zusammen. Dann läuft nur ein Bildschirm statt vier verschiedene in jedem Zimmer. Außerdem sollten Sie, wenn Sie Ihren Bildschirm nicht nutzen, diesen ganz ausschalten. Der Stand-by-Modus verbraucht nämlich auch Energie. Mehr zum Verbrauch von Unterhaltungselektronik können Sie hier nachlesen.

Der Stand-by-Modus kostet Energie und Geld
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Strom sparen mit inelligenten Steckerleisten
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Tipp 7: Energiesparend schenken

Auch bei Ihren Geschenken können Sie auf Energieersparnis setzen. Wenn Sie ein elektronisches Gerät verschenken möchten, ist es wichtig, auf das EU-Label zu achten. Bei vielen seit 2021 neu skalierten Produktgruppen reicht die Skala von A bis G; bei anderen gelten noch Übergangslabels. Die Klasse A ist zwar die beste, wird bei vielen Gerätegruppen aber noch selten erreicht – vergleichen Sie deshalb zusätzlich den angegebenen Energieverbrauch in Kilowattstunden – je nach Produkt pro Jahr, 100 Zyklen oder 1.000 Stunden. Mit Geschenken wie einem Solar-Ladegerät fürs Smartphone sorgen Sie dafür, dass die beschenkte Person auf nachhaltige Energie setzt. Auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist, tragen Sie damit im Kleinen zur Energiewende bei. Eine weitere Möglichkeit ist ein Gutschein für einen Ökostromversorger.

Lampen © Chones, stock.adobe.com
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