Gasrechnung

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Alles Wissenswerte zur Gasrechnung

Umfragen zeigen, dass bisher viele Verbraucher einen Wechsel des Gasanbieters gescheut haben. Dies liegt sicherlich zum einen daran, dass die Liberalisierung des Gasmarktes sehr viel schleppender vorangegangen ist, als sich Politik und Kunden dies gewünscht haben. Auf der anderen Seite kann die Bequemlichkeit den Verbraucher viel Geld kosten, da der Wettbewerb mittlerweile durchaus in Gang gekommen ist. Ein Vergleich über unserern Gastarifrechner ist schnell durchgeführt und kann großes Einsparpotenzial aufzeigen. Um Leistungen und Preise adäquat miteinander vergleichen zu können, erklärt wir, welche Bedeutung die einzelnen Posten auf der Gasrechnung haben.

Gasrechnung © blende11.photo, fotolia.com
Gasrechnung © blende11.photo, fotolia.com

Adress- und Kundendaten

Wie bei nahezu allen Rechnungen stehen im Kopfbereich der ersten Seite Name und Anschrift des Gasanbieters sowie des Empfängers. Zusätzlich führt der Versorger meist auch weitere Kontaktmöglichkeiten auf, zum Beispiel einen konkreten Ansprechpartner mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Sollten Sie Kontakt mit Ihrem Anbieter aufnehmen, halten Sie am besten Ihre Kundennummer sowie die Rechnungsnummer oder die Nummer Ihres Vertrages parat, damit sich der Sachbearbeiter schnell einen Überblick verschaffen kann.

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Abrechnung in Kurzform

Ähnlich wie bei der Stromrechnung folgt der Nettobetrag der in Anspruch genommenen Gasmenge sowie die darauf entfallende Steuer. Von diesem Rechnungsbetrag werden die bereits im Laufe des Jahres von Ihnen geleisteten Abschlagszahlungen abgezogen. War die Höhe der Raten zu hoch angesetzt, dürfen Sie sich über eine Rückzahlung freuen. Aufgrund der Entwicklung der Gaspreise ist es jedoch wahrscheinlicher, dass unter dem Strich ein Fehlbetrag steht, den Sie nachzahlen müssen. Aufgrund des Verbrauches im vergangenen Abrechnungszeitraum und des aktuellen Gaspreises errechnet Ihr Gasversorger die Höhe der Abschlagszahlungen für das kommende Jahr. Nähere Informationen zur Zusammensetzung dieses Preises sowie der Fälligkeit der Raten finden Sie meist auf den folgenden Seiten der Abrechnung.

Verbrauchsabrechnung

Bei der Verbrauchsabrechnung ist darauf zu achten, dass die richtigen Daten, Zeiträume und Zählerstände für die Berechnung verwendet wurden und, falls mehrere Zähler vorhanden sind, den richtigen Zählernummern zugeordnet sind. Auf den ersten Blick können die vielen Daten etwas verwirrend wirken, aber im Prinzip ist es ganz einfach. So wird nach jeder Preisanpassung und jedem Tarifwechsel ein gesonderter Abrechnungszeitraum aufgeführt. Wurden die Preise beispielsweise zum 01.04. erhöht und wechselten Sie dann zum 01.07. in einen anderen Tarif, wird der Zeitraum vor der Preiserhöhung, der Zeitraum zwischen Preiserhöhung und Tarifwechsel sowie der Zeitraum nach dem Tarifwechsel getrennt aufgeführt.

Darüber hinaus wird der durch den Zählerstand in Kubikmeter ermittelte Verbrauch mit einer so genannten Zustandszahl und dem Brennwert multipliziert. Die Zustandszahl fließt in die Berechnung mit ein, da der Energiegehalt je nach Standort des Verbrauchers variiert. Für verschiedene Städte in Deutschland gelten also auch verschiedene Zustandszahlen. Der Brennwert des gelieferten Gases kann ebenfalls unterschiedlich hoch sein und wird kontinuierlich gemessen. Für Ihre Abrechnung wird dann der Mittelwert des Brennwertes während des in der Rechnung angegebenen Zeitraumes verwendet. Das Ergebnis aus ermitteltem Verbrauch, multipliziert mit Zustandszahl und Brennwert, ergibt schließlich den Verbrauch in Kilowattstunden (kWh).

Zusätzlich geben die Versorger den Verbrauch des vorigen Abrechnungszeitraums an. Liegt ihr Verbrauch ungefähr in dem Bereich des Vorjahres, ist Ihre Rechnung aber viel höher, sollten Sie sich über günstigere Alternativen zum bisherigen Versorger informieren. Ist Ihr Verbrauch dagegen stark angestiegen, kann eine Energieberatung Ihnen wertvolle Tipps zur Senkung des Gasverbrauchs geben. Die Verbraucherzentralen sind beispielsweise bundesweit in über 500 Orten mit Energieberatungsstellen vertreten.

Heizkosten Abrechnung © M. Schuppich, fotolia.com
Abrechnung genau prüfen © M. Schuppich, fotolia.com

Grund- und Arbeitspreis

Die meisten Tarife gliedern sich in einen festen Grundpreis (auch: Leistungspreis) sowie einen variablen Arbeitspreis (auch: Verbrauchspreis). Der Grundpreis entspricht einer Jahresgebühr, die unabhängig vom individuellen Verbrauch ist. Er wird anteilig berechnet, sofern sich eine Preisänderung während des Abrechnungszeitraums ergeben hat. Der Arbeitspreis wird vom Versorger in Cent pro Kilowattstunde angegeben und hängt direkt von der Verbrauchsmenge ab. Auch diese Daten sind einzeln in der Rechnung aufgeschlüsselt.

Vorsicht bei Festpreis-Tarifen

Wer ständig steigenden Preisen beim Gas aus dem Weg gehen will, kann bei vielen Versorgern einen Festpreis-Tarif wählen. Bei diesen Abrechnungsmodellen wird der Gaspreis für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben, so dass der Verbraucher von überraschenden Preiserhöhungen verschont bleibt. In der Praxis sind diese Tarife allerdings aus zwei Gründen mit Vorsicht zu genießen. Zum einen kann aus der erkauften Zukunftssicherheit ein Nachteil werden, nämlich dann, wenn der Gaspreis sinken sollte. Neben Preiserhöhungen sind bei den meisten Anbietern auch Preissenkungen in Festpreis-Tarifen vertraglich nicht vorgesehen. Zum anderen streben auch die Gasversorger danach, ihr Risiko zu minimieren. Verbraucherzentralen haben wiederholt davor gewarnt, dass einige Anbieter durch zusätzliche Rechnungsposten den Gesamtbetrag verschleiern, oder aber die Preise im Voraus sehr großzügig zu ihren Gunsten kalkulieren. In der Regel sind Preisgarantien aber zu empfehelen, da die Gaspreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind, und Preissteigerungen in der Zukunft sehr wahrscheinlicher sind als Preissenkungen.

Eine Gasrechnung ist mit wenigen Grundkenntnissen leicht zu verstehen und sollte nicht einfach abgeheftet werden. Vom Zahlendreher bis zu ungenau arbeitenden Messgeräten gibt es viele mögliche Fehlerquellen, die die Rechnung verfälschen können. Verbraucher sollten zumindest regelmäßig über ihre Zählerstände und ihre gewählten Tarife Buch führen, um offensichtliche Abrechnungsfehler schnell erkennen zu können. Auch bei einwandfreien Rechnungen lohnt sich oft ein Anbietervergleich, der mittlerweile schnell und unkompliziert durchgeführt werden kann. Die eingesparten Euro kann man sehr viel sinnvoller ausgeben.

Zum kostenlosen Gas Tarifrechner

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