Gastarife und Neukundenbonus

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Boni, Prämien und Geschenke – lockende Angebote für Neukunden Gas

Seit der Liberalisierung des Gasmarktes gibt es eine immense Vielfalt an Gasanbietern. Der Verbraucher hat die freie Wahl und kann regelmäßig seinen Lieferanten wechseln – nicht zuletzt, um stets von den besten Konditionen zu profitieren. Um neue Kunden zu gewinnen und bereits bestehende zu behalten, lassen sich die Anbieter durchaus eine Menge einfallen: Nicht selten locken sie potentielle Kandidaten mit Wechselgeschenken, Prämien, Neukunden- oder Sofortboni.

Gaspreis © M. Schuppich, fotolia.com
Gasmarkt: Kunden werden mit Prämien, Boni und Geschenken gelockt © M. Schuppich, fotolia.com

Der Neukundenbonus

Hinter dem Neukundenbonus steckt genau das, was der Name vermuten lässt: ein Bonus für einen neuen Kunden. Die Höhe der Summe kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Manchmal handelt es sich um einen Fixbetrag und manchmal richtet er sich prozentual nach den Jahreskosten. Der Neukundenbonus wird erst nach Ablauf der Erstvertragslaufzeit, die in der Regel 12 Monate beträgt, ausgezahlt oder mit der ersten Jahresendabrechnung verrechnet. Selbst wenn ein Verbraucher zum Ende der Erstvertragslaufzeit kündigt, steht ihm der Neukundenbonus zu.

Der Sofortbonus

Wie der Name schon verrät, handelt es sich beim Sofortbonus um eine Kostenersparnis, die der Neukunde unmittelbar nach Vertragsabschluss erhält. Abhängig von Tarif und Verbrauch kann der Bonus bis zu 250 Euro betragen. In der Regel wird er 4 bis 12 Wochen nach Lieferbeginn ausgezahlt. Entscheiden sich Verbraucher für einen Tarif, bei dem sie in den Genuss eines Sofortbonus kommen, sollten sie jedoch beachten, dass es diesen nur im ersten Jahr gibt. Im zweiten Vertragsjahr wird es also teurer.

Achtung: Sowohl Sofort- als auch Neukundenbonus gibt es wirklich nur für Neukunden. Verbraucher, die in den vergangenen sechs Monaten bereits von diesem Anbieter oder von einer seiner Untermarken mit Gas versorgt wurden, gelten nicht als Neukunden und haben somit auch keinen Anspruch auf einen der beiden Boni.
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Die Wechselprämie

Prämien und Geschenke als Köder sind ebenfalls keine Seltenheit mehr und werden einem Verbraucher, der auf der Suche nach einem neuen Gasanbieter ist, oft begegnen. Oft handelt es sich um Mobilfunkgeräte, Tablets, Amazon-Gutscheine, Haushaltsprodukte und Spielekonsolen, die der Neukunde als Dankeschön für den Abschluss eines Vertrages besonders günstig bekommt. Abbezahlt wird das „Geschenk“ dann durch einen Zuschlag auf den monatlichen Abschlag während der gesamten Mindestvertragslaufzeit. Manche Prämien gibt es auch nur für einen speziellen Zeitraum im Rahmen einer speziellen Aktion. Dann heißt es: nicht zu lange warten und schnell zugreifen.

Geld und Taschenrechner © tech-studio, fotolia.com
Trotz Wechselbonus sollte man genau nachrechnen ob ein Anbieterwechsel sich rechnet © tech-studio, fotolia.com

Kunden werben Kunden

Eine andere Möglichkeit, eine Prämie abzustauben, allerdings weniger für den Neukunden selbst, ist die Weiterempfehlung. Sie ist bekannt aus vielen Bereichen des Lebens und macht natürlich auch vor Gasanbietern nicht halt. Das Prinzip ist einfach: Jemand aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis empfiehlt dem Verbraucher seinen Gasanbieter. Schließt dieser daraufhin einen Vertrag mit genau diesem Lieferanten ab, erhält die werbende Person eine Prämie. Das kann sowohl eine Gutschrift als auch ein Gutschein oder ein bestimmtes Produkt aus dem Prämienkatalog sein.

Gut zu wissen: Es gilt nicht „entweder oder“, sondern oftmals „sowohl als auch“, denn Neukunden können bei ein und demselben Gastarif gleichzeitig von einer Preisgarantie, einem Bonus und einer Wechselprämie profitieren.

Tipps, um Kostenfallen zu entgehen

Wo die Konkurrenz groß ist, gibt es auch schwarze Schafe. Vor einem Vertragsabschluss sollte deshalb immer das Kleingedruckte gelesen werden – insbesondere, wenn Boni und Prämien versprochen werden. Denn an Willkommensgeschenken dieser Art hat der Verbraucher am Ende nur Freude, wenn er tatsächlich etwas spart und wenn er sich dadurch nicht auf eine außerordentlich lange Zeit an den Lieferanten binden muss.

  • Verbraucher, die keine Lust haben, sich mit Konditionen und Vertragsinhalten auseinanderzusetzen, sollten sich für einen seriösen Anbieter entscheiden. Die Gefahr, dass er Konkurs geht oder mit falschen Angeboten lockt, ist bei einem etablierten Gaslieferanten geringer.
  • Disziplin zahlt sich aus: Wer daran denkt, seinen Gastarif zum Ende der Vertragslaufzeit pünktlich zu kündigen und erneut wechselt, profitiert am meisten vom Sofort- oder vom Neukundenbonus. Im zweiten Vertragsjahr gibt es nämlich keine Boni mehr und nicht selten erhöhen sich die Tarife.
  • Sofort nach Vertragsabschluss die Kündigungsfrist notieren und einen Reminder setzen, damit diese nicht verpasst wird. Am besten vergleicht der Verbraucher mindestens einen Monat vor Ablauf der Frist die aktuellen Angebote der Gasanbieter und wechselt erneut zu einem anderen Lieferanten oder in einen günstigeren Tarif.

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